Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel
Ulrike Höfken zu Gast in Eichenbach
Eichenbach. Nach drei Jahren erfolgreicher Arbeit in der Umsetzungsphase des Naturschutzgroßprojektes Obere Ahr-Hocheifel informierte Landrat Dr. Jürgen Pföhler sowie der Projektleiter Dr. Jochen Mölle die Staatsministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz Ulrike Höfken, in Eichenbach im Gasthaus „Zum Wiesengrund“. Bei der Informationsveranstaltung begrüßte Landrat Pföhler auch den Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord Dr. Ulrich Kleemann, die Landtagsabgeordneten Wolfgang Schlagwein und Marcel Hürter, die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau Guido Nisius, die Ortsbürgermeister sowie die Vertreter der Behörden, Forstverwaltungen und der projektbegleitenden Arbeitsgruppe. „Wir sind auf einem guten Weg, um mit dem Naturschutzgroßprojekt die große Chance zu nutzten, die einzigartige Eifel Natur- und Kulturlandschaft an der Oberahr aufzuwerten und auch für kommende Generationen in einem sehr hochwertigen Zustand zu erhalten,“ so Landrat Pföhler, bei der Begrüßung der Staatsministerin. Der Landkreis Ahrweiler hat bereits ökologische Schwerpunkte in der Region gesetzt, bevor es die gesetzlichen Regelungen gab und sei daher Vorreiter im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz in Rheinland-Pfalz, ließ der Landrat wissen. Bereits vor 35 Jahren wurde damit begonnen, die Nutzung der Flussaue der Ahr den Ansprüchen der Natur anzupassen. Dabei wurde aber auch frühzeitig erkannt dass die wertvollen Gewässerlebensräume längst nicht nur an den Ufern der Ahr enden, sondern sich über ein reich verzweigtes Geflecht hunderter Bachläufe bis in die Quellbereiche fortsetzen. Dies alles führte zu der Konsequenz dass im Jahre 2007 bereits mit Hilfe des Bundesförderprogramms „chance.natur“ das Naturschutzprojekt Obere-Ahr-Hocheifel in Angriff genommen wurde. Im Oktober 2012 war es die Staatsministerin Ulrike Höfken, die in Insul den Bewilligungsbescheid überreichte und das Großprojekt in die Umsetzungsphase startete. So freute sich Landrat Pföhler, dass sich die Ministerin nun persönlich ein Bild vom Fortschritt des Naturschutzgroßprojektes machen wolle. In den vergangenen drei Jahren ist schon viel passiert im rund 3.300 Hektar großen Kerngebiet mit seinen rund 500 Kilometern Fließgewässern. Das Projekt für die Menschen kann aber nur mit den Menschen gelingen und so gliedern sich die vielfältigen Projektmaßnahmen vorrangig in Grunderwerb und biotoplenkende Maßnahmen, bei denen stets die freiwillige Teilnahme der Grundstückseigentümer vorausgesetzt wird. Dies ist schon eine Mammutaufgabe bei 37 Kommunen in der Verbandsgemeinde Adenau und da dankte Landrat Pföhler dem Verbandsbürgermeister Guido Nisius für die Koordination und Unterstützung. Als Teil des Bundesförderprogramms „chance.natur“ hat das Projektgebiet gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung erhalten. Die Kosten von rund 10 Millionen Euro teilen sich der Bund mit 68 Prozent, das Land Rheinland-Pfalz mit 22 Prozent und der Kreis Ahrweiler als Projektträger mit 10 Prozent, also in 10 Jahren eine Million.. Vom Projektleiter Dr. Jochen Mölle war zu hören dass bis 2021 die Fließgewässer auf großer Strecke wieder entfesselt sein werden und ihnen der benötigte Platz in der Aue wieder gegeben werde. Gerade hier in Eichenbach ist die Natur noch in Ordnung, wo der Eichenbach fast noch in der Gesamtlänge frei durch den Ort bis in die Ahr fließt, so der Projektleiter .Da bot es sich auch an zusammen mit der Staatsministerin die verschiedenen Maßnahmen von der Furth, oder Brückenbauwerk anstatt Verrohrung, in unmittelbarer Nähe in Augenschein zu nehmen.
Forstamtsleiter Adenau Winand Schmitz erklärte.
Ministerin Ulrike Höfken und Projektleiter Dr. Jochen Mölle.
