Politik | 22.08.2014

Naturschutzgroßprojekt: Wirftbach soll wieder frei fließen

Wasserbauarbeiten beginnen Ende August

Am Stauwehr im Bereich des Dreimüllerhofs wird der Absturz beseitigt und durch eine naturnahe Rampe ersetzt. privat

Barweiler/Wimbach/Kottenborn. Das Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr-Hocheifel“ nimmt eine neue Etappe. Der Kreis Ahrweiler stellt die biologische Durchgängigkeit des Wirftbaches im Gebiet der Ortsgemeinden Barweiler, Wimbach und Kottenborn wieder her. Der Kreis- und Umweltausschuss unter Vorsitz von Landrat Dr. Jürgen Pföhler vergab jüngst die entsprechenden Aufträge für die Wasserbaumaßnahmen von rund 138.000 Euro. Wie die Kreisverwaltung meldet, beginnen die Arbeiten Ende August.

Die Renaturierung des Wirftbaches hat im Naturschutzgroßprojekt eine hohe Priorität. Mit den Wasserbauarbeiten wird die Durchgängigkeit von den Quellbächen am Nürburgring bis zur Mündung in den Trierbach bei Kirmutscheid wieder hergestellt.

Die Wehranlagen am Dreimüllerhof und an der Barweiler Mühle bekommen ein naturnahes Bachbett in Form einer sogenannten „Rauen Rampe“ mit natürlichem Gefälle. Im Bereich der Kottenborner Mühle wird die rund 60 Meter lange Verrohrung des Baches beseitigt. Darüber hinaus kommt die vorgeschaltete Steinrampe weg, damit das Gewässer seinen ursprünglichen Zustand zurück erhält. Damit Fahrzeuge des land- und forstwirtschaftlichen Verkehrs den Wirftbach dort weiterhin überqueren können, wird eine entsprechende Furt als Wegequerung angelegt. Die Fußgänger können künftig den Bach über Trittsteine passieren.

Weitere Projektziele im Wirftbachtal sind die Erhaltung und Entwicklung der artenreichen extensiv genutzten Grünlandflächen. Es sollen darüber hinaus Gewässerrandstreifen eingerichtet und Laubwaldbiotope entwickelt werden. Das Naturschutzgroßprojekt „Obere Ahr–Hocheifel“ ist das bislang umfangreichste Naturschutzvorhaben des Kreises Ahrweiler und soll wertvolle Lebensräume entlang der oberen Ahr und ihrer zahlreichen Zuflüsse langfristig sichern. Das Gebiet umfasst knapp 3.300 Hektar in der Verbandsgemeinde Adenau. Die Projektkosten werden zu 90 Prozent aus Bundes- und Landesmitteln finanziert. Der Kreis Ahrweiler trägt 10 Prozent der Kosten.

Weitere Infos bei Projektleiter Dr. Jochen Mölle, Kreisverwaltung Ahrweiler, Tel. (0 26 41) 975-256, Email jochen.moelle@aw-online.de. Internet: www.kreis-ahrweiler.de (Rubrik Bürgerservice) oder www.obere-ahr-hocheifel.de.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Ahrweiler

Am Stauwehr im Bereich des Dreimüllerhofs wird der Absturz beseitigt und durch eine naturnahe Rampe ersetzt. Foto: privat

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