Politik | 06.08.2014

Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau

Winfried Sander verabschiedet

Der engagierte Ökologe erhielt die Urkunde zur Versetzung in den Ruhestand

(Von links) Claudia Meise, Winfried Sander und Christa Killmaier-Heimermann bei der Übergabe der Urkunde. privat

Adenau. Den kürzlichen 100. Geburtstag am Erich-Klausener-Gymnasium konnte er noch als Lehrer in Altersteilzeit mitfeiern. Seit dem 1. August dieses Jahres ist auch diese Zeit abgelaufen. Schulleiterin Christa Killmaier-Heimermann überreichte jetzt Winfried Sander die Entlassungsurkunde der Bildungsministerin aus dem Staatsdienst. Im August 1979 kam Winfried Sander unmittelbar nach dem Referendardienst im Studienseminar in Koblenz an die Schule in Adenau, Erdkunde und Französisch seine beiden Fächer. Er wohnte lange Jahre zu Studienzeiten und danach in Trier, nahm aber das Landleben in der Eifel nach einer gewissen Eingewöhnungszeit an und lebt bis heute mit seiner Familie gerne in dieser Landschaft, Leimbach ist ihm zur zweiten Heimat geworden. Seiner ersten Heimat, dem Saarland, ist er verwandtschaftlich und freundschaftlich nach wie vor bei vielen Besuchen verbunden.

Die Stationen

1970 Abitur in Saarlouis und Beginn des Studiums der Romanistik und der Geographie in Trier; 1973 Aufenthalt für ein Jahr als Fremdsprachenassistent an einem französischen Gymnasium in Revin, Nordfrankreich; 1977 erstes Staatsexamen in Trier, wissenschaftliche Tätigkeit an der dortigen Universität, anschließend Lehrer an der privaten EURO-Sprachschule in Trier; 1978/1979 Referendariat in Koblenz; ab 1979 Lehrer am Erich-Klausener-Gymnasium in Adenau; 1983 Lehreraustausch für ein Trimester mit einer französischen Schule in der Champagne; 2010 Verabschiedung in die Phase der passiven Altersteilzeit.

Neben der Unterrichtsverpflichtung übernahm Winfried Sander vielfältige Aufgaben im Umfeld von Schule: 1984 hielt er auf Einladung einen Vortrag über ein Projekt an der Schule zum Nürburgring und war seit 1987 für mehrere Jahre Lehrbauchautor beim namhaften Schulbuchverlag Klett in Stuttgart, heute ist er beim Westermann Verlag in Braunschweig für das Fach Erdkunde in der Orientierungs- und Mittelstufe tätig. Seit den 1980er Jahren hat er in vielen geografischen Fachzeitschriften fachlich-pädagogische Unterrichtsbeiträge veröffentlicht. Ab 1996 war er in der ersten Gruppe Regionaler Fachberater für schulische Umwelterziehung und begründete das landesweite Netzwerk ökologischer Schulen mit. Diese Funktion hat ihm 1999 für fünf Jahre die landesweite Koordination eines bundesweiten Großprojektes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ermöglicht.

Damals und bis heute organisiert Winfried Sander eine Vielzahl von Fortbildungen für Lehrer beim Pädagogischen Landesinstitut (PL) in Speyer. In der Funktionsstelle des Regionalen Fachberaters für Erdkunde hat er im Bereich Koblenz-Nord etwa 30 Gymnasien in diesem Fach betreut. Seit der Phase seiner passiven Altersteilzeit im Jahre 2010 hat Winfried Sander die ehrenamtliche Funktion eines Koordinators für die etwa 80 schulischen Bachpatenschaften im Land Rheinland-Pfalz für das Landesamt für Umwelt übernommen. Eine Aufgabe, die auf seine engagierte Gründung und Betreuung der vielfach preisgekrönten Bachpatenschaft der Schule für den Adenauer Bach seit 1995 zurückgeht.

So fügte es sich gut, dass mit der Schulleiterin auch Claudia Meise, seit Jahren Bachpatenbetreuerin an der Schule und zugleich Mitglied im Personalrat, an der Übergabe der Urkunde beteiligt war. Beide wünschten ihrem ehemaligen Kollegen alles erdenklich Gute für den weiteren Lebensweg - ohne Schule. „Ich bin grundsätzlich gerne Lehrer in meinem Leben und zumal gerne Lehrer an dieser Schule gewesen“, kann der jetzige „Ruhestandsbeamte“ über seinen Beruf und seine berufliche Tätigkeit sagen. Die „quasi-berufliche“ Zukunft sieht Winfried Sander weiterhin in ehrenamtlicher Arbeit in der Betreuung von Projekten, die ihm als engagierten Ökologen im Schulbereich aber auch im öffentlichen Bereich bei der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler wichtig erscheinen, verbunden mit Wanderungen und aktiven Reisen im familiären Umfeld.

(Von links) Claudia Meise, Winfried Sander und Christa Killmaier-Heimermann bei der Übergabe der Urkunde. Foto: privat

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