Teams aus dem Adenauer Raum bei VLN-Läufen am Nürburgring
Zweiter Triumph für Frikadelli Racing
Nürburgring. Großer Jubel nach der Zieldurchfahrt des Porsche 911GT3R beim Team von Frikadelli Racing. Hatte doch soeben das Fahrerquartett um Teamchef Klaus Abbelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Patrick Pilet (Frankreich) und Patrick Huismann (Niederlande) den zweiten Triumph in der VLN Teamgeschichte einfahren können. Zuvor war das Rennen jedoch nach einer heftigen Kollision zwischen dem GetSpeed-Porsche und dem VW-Scirocco von Mathilda Racing nach einer Fahrzeit von 51 Minuten mit der Roten Flagge für über drei Stunden unterbrochen worden. Im Streckenabschnitt Pflanzgarten mussten nach dem Unfall neben dem Bergen der Fahrzeuge auch die Leitplanken auf einer Länge von rund 80 Metern erneuert werden. Während der verunfallte 911 Porsche im Frontbereich stark beschädigt wurde, überschlug sich der Scirocco über die dreifachen Schutzplanken in den angrenzenden Wald. Glücklicherweise blieben die Fahrer der beteiligten Fahrzeuge Steve Jahns (Luxemburg) und Constantin Kletzer (Österreich) bei dem Zwischenfall unverletzt. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten an der Unfallstelle konnte Rennleiter Bernd Burkhard endlich den Neustart über eine zweite Renndistanz von zwei Stunden freigeben.
Von Position fünf aus war der Frikadelli-Porsche in den ersten Rennabschnitt gestartet. Schon in der ersten Runde konnte sich Startfahrer Huisman die Führung erobern und bis zum Zeitpunkt des Rennabbruchs auf über 20 Sekunden ausbauen. Im zweiten Rennteil überquerte der Frikadelli-Bolide dann nur wenige Sekunden hinter dem später zweitplatzierten Phoenix-Audi R8 LMS ultra mit Marcel Fässler (Schweiz) und Markus Winkelhock (Berglen-Steinach) die Ziellinie, was in der Zeitenaddition der beiden Einzel gewerteten Rennabschnitte zum Sieg reichte. Rang drei belegten Martin Ragginger (Österreich) und Alexandre Imperatori (Hongkong) mit einem weiteren Porsche 911 GT3 R vom Team Falken Motorsports. Hinter dem Spitzentrio erreichte die Mannschaft Georg Weiss (Monschau), Oliver Kainz (Kottenheim), Michael Jacobs (Roetgen-Rott) und Jochen Krumbach (Eschweiler) mit dem Porsche 911 GT3 RSR von Team Manthey die vierte Position. Den schnellsten BMW Z4 GT3 vom belgischen Team Marc VDS pilotierten Jörg Müller (Schweiz) und Maxime Martin (Belgien) auf die fünfte Position.
Wir haben unsere Möglichkeiten genutzt und als Team verdient gewonnen“, sagte Abbelen. „Bei uns sind alle Fahrer volles Rohr gefahren und wir haben sie nicht zurückgepfiffen. Politik ist für mich im Motorsport ein Fremdwort. Wir treten an, um zu gewinnen.“ Abbelen spielte mit diesen Worten auf den Verdacht an, dass manche Spitzenteams bewusst nicht das ganze Leistungspotenzial ihrer Fahrzeuge abrufen, um nicht aufgrund des Reglements eine Leistungsbegrenzung des Fahrzeugs vor dem 24h-Rennen zu riskieren.
Aber nicht nur in der Gesamtwertung schafften die Teams aus dem Raum Adenau den Sprung aufs Podium, auch in den Klassenwertungen konnte man auf einen erfolgreichen Rennsamstag zurückblicken. Erneut gab es in der Porsche CUP Klasse das erwartete Duell zwischen den Boliden von RTR (raceunion Teichmann Racing) und Manthey Racing, welche am Ende die Besatzung des Adenauer RTR Porsches für sich entscheiden konnte. Die dritte lokale Kraft in dieser Klasse der GetSpeed-Porsche hatte sich auf Grund seines Unfalls ja bereits vorzeitig aus dem Dreikampf verabschiedet. Rang 1 in der Klasse SP6 für den Porsche Cayman R von Prosport Performance aus Herschbroich. Auch in der mit 15 Startern besetzten SP7-Klassenwertung drückten die Zuffenhausener Sportwagen der lokalen Teams von Black Falcon und RTR ihren Stempel auf. Position 2 belegte am Ende die Porschebesatzung des Black Falcon 911 GT3 Cup, auf Rang vier folgte der unter der Bewerbung des MSC Adenau gestartete zweite Porsche der RTR-Mannschaft. Mit ihrem zweiten Sieg in der Serienwagenklasse V4 übernahmen Rolf Derscheid (Much) und Michael Flehmer (Overath) die Tabellenführung. Auf Rang zwei folgte in dieser Klasse der ebenfalls unter der Bewerbung des MSC Adenau startende BMW von Michael Mönch (Adenau), Oliver Frisse ( Rüthen) und Jan von Kiedrowski (Oldenburg). Doppelten Grund zur Freude gab es beim Team des Eifelblitz von Johannes Scheid (Kottenborn). Max Partl und Jörg Weidinger belegten beim ersten Wertungslauf des neu geschaffenen BMW-Markenpokals mit dem BMW den 2. Rang. Wegen einer Änderung des Ergebnisses des VLN-Laufs 1 durfte man sich auch über den Klassensieg in diesem Rennen freuen.
Der dritte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 26. April 2014 statt.
Mit dem Porsche 911 GT3 R (Nr. 30) sicherten Sabine Schmitz, Klaus Abbelen, Patrick Pilet und Patrick Huismann dem Team den zweiten Triumph in der VLN-Teamgeschichte.
Mit Rang 1 und 4 sicherten die Besatzungen der beiden 911er dem Team von raceunion Teichmann Racing ein erfolgreiches Rennen.Fotos: BURG
Nach einem Unfall im Streckenabschnitt Pflanzgarten mussten die Teams über drei Stunden auf den Neustart warten. Im Vordergrund der siegreiche Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing.
