Information und Austausch zum Thema Demenz
Demenz verstehen und gemeinsam leben
aus Andernach
Andernach. Ein Mensch ist mehr als seine Erkrankung und bleibt trotz einer Demenzerkrankung ein wertvoller Teil der Familie, der Nachbarschaft und der Gemeinschaft. Seine Persönlichkeit, Geschichte, Erfahrungen und Fähigkeiten bleiben bestehen. Unter diesem Gedanken lädt das Solidaritätsnetzwerk am Samstag, den 24. Oktober 2026, von 13 bis 16.30 Uhr zu einem Aktionstag unter dem Motto „Demenz verstehen – gemeinsam leben“ in die Katholische Familienbildungsstätte Andernach ein.
Eine Demenzerkrankung bringt viele Veränderungen mit sich, sowohl für die Betroffenen als auch für ihre Angehörigen und das soziale Umfeld. Fragen und Unsicherheiten tauchen häufig auf: Wie gelingt die Kommunikation? Wie kann man sicherstellen, dass Menschen mit Demenz weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können? Welche Unterstützung steht den Betroffenen und ihren Angehörigen zur Verfügung?
Der Aktionstag bietet Raum, um Antworten zu finden, Fragen zu stellen und sich auszutauschen. Information, Begegnung und Empathie stehen im Mittelpunkt, denn Berührungsängste lassen sich besonders dort abbauen, wo Wissen und persönliche Begegnung zusammenkommen.
Nach der Begrüßung um 13 Uhr haben die Besucher ab 13.15 Uhr die Möglichkeit, verschiedene Angebote zu entdecken. Die Ausstellung „deMENSCH“ nähert sich dem Thema auf besondere Weise. Im Informationsbereich können sich Interessierte über Demenz und Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Der Demenzparcours bietet einen Perspektivwechsel und vermittelt, welche alltäglichen Situationen für Menschen mit Demenz herausfordernd sein können.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Vortrag „Wertschätzende Kommunikation mit demenziell Erkrankten“ von Marie Theresia Schmitz, der von 14.30 bis 15.45 Uhr stattfindet. Dabei wird erläutert, wie Begegnungen und Kommunikation gelingen können, wenn sich Wahrnehmung, Sprache oder Verhalten verändern. Im Anschluss steht Frau Schmitz für persönliche Fragen zur Verfügung.
Der Nachmittag soll sich jedoch nicht nur um die Erkrankung drehen. Menschen mit Demenz möchten auch gestalten, erleben, lachen, kreativ sein und Gemeinschaft erfahren. Ein Töpfer-Workshop für Menschen mit Demenz rückt das kreative Tun in den Mittelpunkt. Von 16 bis 16.30 Uhr bildet ein musikalisches Angebot den gemeinsamen Abschluss des Tages, bei dem das Mitmachen ausdrücklich erwünscht ist.
Zwischen den Programmpunkten bleibt viel Zeit für Begegnungen. Im Plaudercafé laden Kaffee und Fingerfood dazu ein, ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen auszutauschen oder einfach eine Pause einzulegen.
Der Aktionstag zeichnet sich durch seine Offenheit aus: Alle Angebote können unabhängig voneinander besucht werden, niemand muss von Beginn bis Ende teilnehmen. Besucherinnen und Besucher können jederzeit dazukommen und die Angebote auswählen, die ihren Interessen und ihrer persönlichen Situation entsprechen.
Die Räumlichkeiten sind barrierefrei erreichbar, inklusive einer barrierefreien Toilette. Die Familienbildungsstätte ist sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto erreichbar, Parkmöglichkeiten sind vorhanden.
Organisiert und unterstützt wird der Aktionstag vom Solidaritätsnetzwerk der Katholischen Familienbildungsstätte Andernach e. V., dem Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz, dem Seniorenbeirat Andernach und dem Pflegestützpunkt. Ziel des Aktionstags ist es, zu zeigen, dass Demenz vieles verändert, aber einem Menschen nicht seine Geschichte, seine Persönlichkeit, seine Fähigkeiten oder seinen Platz in der Gesellschaft nimmt. „Demenz verstehen – gemeinsam leben“ will nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Begegnungen ermöglichen und dazu beitragen, Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen als selbstverständlichen Teil der Gemeinschaft wahrzunehmen.