Politik | 15.09.2013

Die SPD feiert Geburtstag

150 Jahre im Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität

Genossen feiern mit Blick auf die Geschichte und einer Kunstausstellung

Gespannt lauschen die zahlreichen Gäste der Rede des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Marc Ruland, MdL, zur Geschichte der Sozialdemokratie in Deutschland.  Privat

Andernach. 150 Jahre alt und noch kein bisschen müde - so lässt sich der Zustand der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) wohl treffend beschreiben. Während überall in Bund und Ländern zahlreiche Genossen für einen Politikwechsel und eine gerechtere Gesellschaft kämpfen, nahm sich der SPD-Stadtverband Andernach einen Abend lang Zeit, um sich auf die gemeinsame Geschichte und die grundlegenden Werte der SPD, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität, zu besinnen. Mit einer Ausstellung von Acryll-Porträts aller SPD-Vorsitzenden nach dem zweiten Weltkrieg feierten die Andernacher Sozialdemokraten das 150-jährige Bestehen ihrer Partei. Schnell wurde dabei klar, dass die Geschichte der SPD nicht in einem abgeschlossenen Raum spielt, sondern eng mit der Geschichte der Bundesrepublik verknüpft ist. „Wo wäre unser Land, wo wäre Deutschland heute ohne die SPD?“, fragte der Vorsitzende des Stadtverbandes, Marc Ruland, MdL, die zahlreichen Gäste ganz unvermittelt und fuhr sogleich fort: „Heute ist es ganz selbstverständlich, dass Frauen den Deutschen Bundestag wählen und in Parlamente gewählt werden können.“ Dies sei nicht immer so gewesen. Ruland erinnerte an die erste Rednerin in der Weimarer Nationalversammlung 1919, Marie Juchacz - die erste Frau überhaupt in einem deutschen Parlament! Doch auch die dunklen Stunden der Geschichte sparte der Vorsitzende der Andernacher SPD nicht aus. „Erinnern wir uns an den 23. März 1933. Es waren unsere sozialdemokratischen Abgeordneten, die Hitler die Stirn boten und als Einzige gegen das Ermächtigungsgesetz stimmten. Viele bezahlten dafür mit Verfolgung, Konzentrationslager und Tod. Die Worte Otto Wels bei seiner Rede gegen das Ermächtigungsgesetz sind bis heute das politische Vermächtnis unserer Partei: ‚Freiheit und Leben kann man uns nehmen. Die Ehre nicht.‘“ Nicht zuletzt wies Ruland auch auf die Politik Willy Brandts in den 1960er Jahren hin. Wandel durch Annäherung, so beschrieb der damalige SPD-Bundeskanzler seine Ostpolitik. Eine Annäherung der beiden deutschen Staaten, eine Zusammenführung der seinerzeit auseinandergerissenen Familien - all das wäre ohne die Sozialdemokratie in Deutschland wohl kaum möglich gewesen. Dass die Ideen und Grundwerte der Sozialdemokratie nach wie vor aktuell und in Zeiten einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich wohl aktueller denn je sind, daran bestand auch bei den Feierlichkeiten des SPD-Stadtverbandes kein Zweifel. So durfte Ruland gemeinsam mit der ersten stellvertretenden Vorsitzenden, Ulla Wiesemann-Käfer und dem Andernacher Oberbürgermeister Achim Hütten zahlreiche neue Mitglieder begrüßen. Letzterer gab den zahlreichen Gästen einen spannenden Einblick in die Geschichte der Sozialdemokratie vor Ort und schloss: „Ganz gleich ob in Europa, in Deutschland, Rheinland-Pfalz oder hier vor Ort in Andernach: Die Sozialdemokratie war immer dann stark, wenn sie zwei Tugenden miteinander vereinte: zum einen ihrer Zeit voraus zu sein, Visionen zu haben, und zum anderen, diese Visionen gemeinsam im Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern in die Tat umzusetzen.“ Daran wollen sich die Sozialdemokraten heute und auch in Zukunft messen lassen, nicht nur in Wahlkampfzeiten, sondern zu jeder Zeit. Die Bilder der 150-Jahr-Feier des SPD-Stadtverbandes Andernach sind auf der Internetseite www.spd-andernach.de, sowie in den sozialen Netzwerken Facebook und Flickr einzusehen.

Pressemitteilung der

SPD Andernach

Gespannt lauschen die zahlreichen Gäste der Rede des SPD-Stadtverbandsvorsitzenden Marc Ruland, MdL, zur Geschichte der Sozialdemokratie in Deutschland. Foto: Privat

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