Allgemeine Berichte | 06.06.2015

Kolpingsfamilie Andernach

Aktuelles aus der Trierer Synode

Gemeindereferentin Josefine Bonn informierte aus erster Hand über die Ergebnisse der vierten Vollversammlung

Aktuelles aus der Trierer Synode kam beim Vortrag zur Sprache. privat

Andernach. Die vierte Vollversammlung der Trierer Synode ist vor Kurzem zu Ende gegangen. Über den aktuellen Stand zu berichten und das Zwischenergebnis zu diskutieren lag daher nahe. Aus diesem Grund hatte die Kolpingsfamilie Andernach zu einer Informationsveranstaltung im Kolpinghaussaal nicht nur ihre Mitglieder, sondern auch alle Interessierten aus der Pfarreiengemeinschaft Andernach eingeladen. Neben der Gemeindereferentin Josefine Bonn, die in der Pfarreiengemeinschaft arbeitet, sind auch weitere Andernacher zur Mitarbeit in die Synode berufen worden. Neben Pfarrer Stefan Dymont und dem ehemaligen Pastor der Pfarrei St. Stephan Günter Schmidt gehören auch Frank Mertes, Hausoberer der Barmherzigen Brüder (in Saffig), Katharina Weinzheimer und Helga Zimmer zu den insgesamt 280 Synodalen. Hiervon sind 109 Frauen und 171 Männer, darunter 109 Priester und sieben Diakone. Vor dem Start hatte der Bischof vier Themenblöcke genannt, die in zehn Sachkommissionen erarbeitet werden sollten.

„Seit der dritten Vollversammlung in Saarbrücken haben diese zehn Kommissionen intensiv gearbeitet, diskutiert, gerungen, gebetet und Ideen bearbeitet“, so Josefine Bonn. Alle haben nun erste Handlungsempfehlungen für die Kirche im Bistum Trier verfasst. Zum Auftakt hatten die Synodalen am Donnerstagabend und Freitagmorgen Gelegenheit, sich in wechselnden Runden und kleineren Gruppen über die Arbeit der einzelnen Kommissionen zu informieren und Verbesserungsvorschläge einzubringen.

Was wurde diskutiert?

Die Vollversammlung war in Koblenz zu Gast. Hier arbeiteten die Synodalen drei Tage mitten in einem Koblenzer Stadtteil, wo gewohnt und gearbeitet wird, ganz nah am Alltag von Männern und Frauen, Jungen und Mädchen. Ein so geprägter Tagungsort kann den Synodenmitgliedern helfen, die Hoffnungen und Sorgen der Menschen nicht zu vergessen, wenn sie über die Zukunft des Bistums beraten. Folgende Fragestellungen standen beispielsweise im Mittelpunkt der Beratungen: „Wie sieht die Zukunft der Pfarrei aus? Sollen zum Beispiel alle Pfarreien aufgelöst und neue in größeren Einheiten gegründet werden?“ - „Welche neue Form von Katechese kann es geben, damit die Menschen Gott in ihrem Leben entdecken und ihren Glauben im Miteinander leben können?“ - „Welche Gottesdienstformen kann es geben und wer wird beauftragt, diese zu leiten?“ - „Wie feiern wir Christen zukünftig den Sonntag?“ - „Wo sind Orte des Glaubens? Werden Glaubenszentren unsere Zukunft sein?“

Erwartungen wurden übertroffen

Einigkeit herrschte zum Antrag jüngerer Synodaler, dass jede Kommission ihre Empfehlungen für den Bischof noch einmal speziell auf die besondere Stellung der Jugend hin überprüfen soll. Eine lebendige inhaltliche, teilweise auch kontroverse Diskussion müsse auch in einer so großen Form wie dem 280 Menschen umfassenden Plenum möglich sein, so Bischof Dr. Stephan Ackermann. Die vorgelegten Empfehlungen hätten seine Erwartungen übertroffen. Dennoch seien weitere Beratungen und Abstimmungen notwendig. Missionarisch, diakonisch, katechetisch - so könnte der Weg der Kirche im Bistum Trier in den kommenden Jahren aussehen. Den ersten Schwerpunkt legte die Synode auf die Jugend und die Solidarität mit den Armen.

Die Sachkommission Zehn, „Familie in all ihrer Vielfalt in Kirche und Gesellschaft und Geschlechtergerechtigkeit“ kündigte einen Perspektivwechsel an. Sie wolle „nicht werten, sondern wertschätzen“ und Menschen in ihren Lebenssituationen begleiten. Konkret müsse der Begriff Familie neu gedacht werden. Auch solle das Bistum Trier sich stärker als familienfreundlicher Arbeitgeber zeigen. Natürlich wurde auch nach Abschluss des Vortrages von Josefine Bonn weiter diskutiert. Insbesondere wurde Kritik darüber laut, dass der Bischof bei allen Diskussionen nicht nur anwesend wäre, sondern auch aktiv in die Diskussion eingreifen könne und insoweit bereits Einfluss nehmen würde. Auch wurde die Situation der geschiedenen und wiederverheirateten Christen angesprochen, deren Status in der Kirche sich bislang noch nicht geändert habe.

Josefine Bonn betonte, dass alle Ergebnisse und Empfehlungen in einer weiteren Vollversammlung diskutiert und präzisiert würden, um dann in einem Abschlusspapier als Empfehlungen an den Bischof - voraussichtlich bis Ende dieses Jahres - zu münden. Das letzte Wort hatte dann Bischof Dr. Stephan Ackermann.

Aktuelles aus der Trierer Synode kam beim Vortrag zur Sprache. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund um´s Haus
Innovatives rund um Andernach
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Auftrag, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
SB Standesamt
Osteraktion
Empfohlene Artikel
Rathaus in Kruft
402

In Kruft scheint derzeit ein Refrain der SPD Fraktion die Oberhand gewonnen zu haben: Das „Herumhacken“ auf das Thema Aufwandsentschädigung der Verwaltung. (Zur Information: Wie aus der Stellungnahme der Verwaltung und der CDU Bürgerblock-Fraktion zu ersehen ist, wird das Anliegen schon bei der Kommunalaufsicht geprüft. Es ist nicht notwendig, diese Angelegenheit täglich zu erwähnen.)

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2265

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Daueranzeige
Rund ums Haus
Kreishandwerkerschaft
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Koblenz blüht 2026
Titel
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Ostergruß
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Stellenanzeige
Anzeigenauftrag FMP-1P9L0-AD-351131
Dauerauftrag 2026
Stellenanzeige
Stellenanzeige Kita