Allgemeine Berichte | 25.08.2013

Feuerwehr Saffig auf dem Prüfstand

Alarmübung des Löschzuges

Die eingeklemmten Fahrzeuginsassen wurden durch die Feuerwehr befreit und das DRK übernahm die Erstversorgung. privat

Saffig. Kürzlich wurde der Löschzug Saffig um 17.56 Uhr von der Rettungsleitstelle Koblenz zu einem gemeldeten Fahrzeugbrand in der Neuwiederstraße in Saffig alarmiert. Nach bereits vier Minuten konnte das erste Feuerwehrfahrzeug mit einer Besatzung von neun Feuerwehrleuten zur Einsatzstelle ausrücken. Noch während der Anfahrt wurde seitens der Leitstelle mitgeteilt, dass es sich um einen Verkehrsunfall mit zwei Fahrzeugen handelt und mehrere Personen verletzt seien. Daher wurde die Alarmstufe erhöht und ein Nachalarm mittels Sirene gegeben.

Um 18.01 Uhr traf ein Mitglied der First Responder des DRK Saffig, welche ebenfalls durch die Rettungsleitstelle alarmiert wurden, an der Unfallstelle ein und begann augenblicklich mit der Betreuung eines Verletzten. Kurze Zeit später traf das Tanklöschfahrzeug an der Einsatzstelle ein. Wehrführer Dieter Sill hatte die Einsatzleitung und erkundete die Lage: Zwei PKW waren auf einem Feldweg, außerhalb der Ortschaft, durch vermutlich überhöhte Geschwindigkeit kollidiert. Einer der beiden Wagen ging in Flammen auf, während sich der Fahrer noch befreien konnte, nun aber unter Schock stehend und mit starken Verbrennungen am Arm an der Unglücksstelle umher irrte.

Der zweite PKW kam in einem kleinen Abhang zum stehen. In ihm befanden sich noch zwei Insassen. Diese waren zwar nicht eingeklemmt, aber durch den Unfall ließen sich die Türen nicht mehr öffnen. Ebenso trugen Fahrer und Beifahrer schwere Verletzungen davon, sodass eine Eigenrettung nicht möglich war.

Nach dieser Lagefeststellung teilte Dieter Sill seine Leute ein und es begannen zeitgleich die Löscharbeiten unter Atemschutz mittels Schnellangriff und Schaumrohr und die Betreuung der im Fahrzeug eingeschlossenen Personen. Die Wasserentnahme erfolgte zunächst aus dem 2600 Liter fassenden Löschwasserbehälter des Tanklöschfahrzeuges. Ein weiterer Trupp sicherte das im Hang stehende Fahrzeug gegen Wegrutschen und stellte den Brandschutz in doppelter Form sicher (Wasser und Pulverlöscher). Unmittelbar nach den Erstmaßnahmen der Feuerwehr trafen weitere Kräfte des DRK Saffig mit First Responder und Schnelleinsatzgruppe mit RTW ein. Diese unterstützen bei der Betreuung der bereits aus dem Gefahrenbereich gebrachten Person und versorgten die beiden Personen im Fahrzeug. Christoph Stracke, Gruppenführer des DRK, sprach sich schnell mit Einsatzleiter Sill über die weiteren Maßnahmen ab, so dass einer guten und unkomplizierten Zusammenarbeit nichts im Wege stehen würde. Philipp Stracke vom DRK Saffig kletterte in der verunfallte Fahrzeug, bei dem mittlerweile das Dach entfernt wurde und eine Tür geöffnet werden konnte, um die beiden Verletzten besser versorgen zu können. Ein zweites Fahrzeug der Feuerwehr folgte ebenfalls.

Nur wenige Minuten nach Beginn des Löschangriffs, war der Brand unter Kontrolle und weitere drei Minuten später konnte Feuer aus gemeldet werde. Allerdings verblieb der Atemschutztrupp beim Fahrzeug und stellte eine Brandwache.

Eine Wasserversorgung konnte nun vom rund 50 Meter entfernten Unterflurhydrant aufgebaut werden.

Nachdem die beiden Fahrzeuginsassen durch das DRK versorgt wurden und für die Rettung aus dem PKW vorbereitet worden waren, wurden diese mittels Schaufeltrage patientengerecht aus dem Fahrzeug befreit. Eine Versorgung erfolgte im RTW des DRK.

Nach gut einer Stunde konnte die Übung, nachdem die Einsatzstelle aufgeräumt und alle Geräte wieder verlastet waren, beendet werden. Im Gerätehaus gab es im Anschluss noch kalte Getränke und einen kleinen Imbiss. Die beiden Ausrichter der Übung, Der Dank von Björn Bunse und Martin Schleich galt allen Teilnehmern und sie zogen ein sehr positives Resümee.

Ein besonderer Dank galt der Firma Lenz, welche die Fahrzeuge zur Verfügung stellte, der Notfalldarstellung des DRK Andernach und den drei Verletzten-Darstellern.

Die eingeklemmten Fahrzeuginsassen wurden durch die Feuerwehr befreit und das DRK übernahm die Erstversorgung. Foto: privat

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