Allgemeine Berichte | 15.09.2026, 15:05 Uhr

Großer Preis des Mittelstandes 2026

Andernach erhält Auszeichnung als Kommune des Jahres 2026

Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik der Stadt Andernach nehmen den Preis als „Kommune des Jahres 2026“ entgegen.
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Andernach. Die Stadt Andernach ist beim „Großen Preis des Mittelstandes 2026“ der Oskar-Patzelt-Stiftung mit dem Sonderpreis „Kommune des Jahres“ ausgezeichnet worden. Die Ehrung erfolgte unter dem Motto „Vertrauen schafft Chancen“. Vor rund 300 Unternehmerinnen und Unternehmern sowie Gästen wurden in diesem September 21 Finalisten und 18 Preisträger geehrt.

„Diese Auszeichnung ist eine große Anerkennung für die Arbeit vieler Menschen, die sich tagtäglich für den Wirtschafts- und Lebensstandort Andernach einsetzen“, sagt Oberbürgermeister Christian Greiner. „Sie zeigt, dass eine Wirtschaftsförderung erfolgreich ist, wenn sie nah an den Unternehmen, ihren konkreten Bedürfnissen und den Menschen vor Ort ausgerichtet ist.“

Mit 31.216 Einwohnern ist Andernach ein bedeutender Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandort in der Region. Rund 15.500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten in der Stadt, etwa 11.000 Menschen pendeln täglich nach Andernach ein. Die Wirtschaftsstruktur ist breit aufgestellt und reicht von Industrie und Handel über Dienstleistungen bis zum Tourismus. Insgesamt gibt es 3.216 aktive Gewerbebetriebe.

Die Auszeichnung würdigt insbesondere den partnerschaftlichen Ansatz, den die Stadt mit der städtischen Tochtergesellschaft Andernach.net, Gesellschaft für Stadtmarketing, Wirtschaft und Tourismus mbH, pflegt. Auch die Wirtschaftsförderung ist dort angesiedelt. Sie vermittelt Unternehmen kurze Wege in Verwaltung sowie Politik und vernetzt die im Umfeld des Wirtschaftsstandortes Andernach aktiven Personen. Außerdem unterstützt sie bei Gründungen und Fördermitteln, bei der Suche nach Gewerbeflächen sowie bei Grundstücksfragen und Genehmigungsverfahren.

Ein wichtiger Standortfaktor ist dabei die Infrastruktur. Der von den Stadtwerken Andernach betriebene Rheinhafen verbindet Wasserstraße, Schiene und Straße und bietet damit internationale Transportmöglichkeiten. 2025 wurden im Andernacher Hafen rund 2,6 Millionen Tonnen Güter verladen. Investitionen von rund 2,2 Millionen Euro in die Hafeninfrastruktur unterstreichen die Bedeutung des Standorts.

Als Juror der Oskar-Patzelt-Stiftung für die Region Rheinland-Pfalz/Saarland hebt der Laudator und Unternehmer Herbert Doll von der monte mare Unternehmensgruppe die wirtschaftsfreundliche Ausrichtung seiner Heimatstadt hervor: „Andernach geht mit gutem Beispiel voran, wenn es um Ausrichtung an den Belangen der Unternehmen geht. Wir investieren gerne und aus Überzeugung hier.“

Die Vernetzung in der heimischen Wirtschaft spielt eine wichtige Rolle am Standort. Im Wirtschaftsbeirat bringen zehn Unternehmerinnen und Unternehmer ihre Perspektive in die Standortentwicklung ein. Das Wirtschaftsforum und weitere Veranstaltungen schaffen Raum für Austausch und neue Kontakte.

Die Stadt setzt zudem auf die Sichtbarkeit ihrer Unternehmen und die Verbindung von Wirtschafts- und Lebensqualität. Die Kampagne „Andernach Andercover“ stellt Betriebe und ihre Leistungen in den Mittelpunkt. Zugleich bieten Altstadt, Rheinlage, Geysir, „Essbare Stadt“ und Veranstaltungen wie der „First Friday“ Standortvorteile bei der Gewinnung von Fachkräften.

„Mittelstandsorientierung heißt für uns, erreichbar sein, unternehmerische Anliegen aufgreifen und gemeinsam Lösungen suchen. Wir unterstützen unsere Betriebe mit Beratung, Kontakten und einer Infrastruktur, die ihre Entwicklung ermöglicht“, so Greiner.

Bereits 2012 wurde Andernach als mittelstandsfreundliche Kommune des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Die aktuelle Ehrung ist zugleich eine besondere Würdigung der langfristig angelegten Arbeit: Zum 14. Mal war Andernach für den Titel „Kommune des Jahres“ nominiert – in diesem Jahr durch die Kreissparkasse Mayen.

Die Auszeichnung als „Kommune des Jahres“ ist für Andernach auch Ansporn, die Standortentwicklung weiter voranzutreiben. Im Mittelpunkt stehen dabei eine wirtschaftsfreundliche Verwaltung, gute Infrastruktur und die enge Zusammenarbeit mit den Unternehmen vor Ort.

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Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung und Politik der Stadt Andernach nehmen den Preis als „Kommune des Jahres 2026“ entgegen. Foto: SusanneKurz|OskarPatzeltStiftung

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