Allgemeine Berichte | 07.07.2017

Bürgerfahrt in die Partnerstadt Stockerau mit Abstecher nach Budapest, Bratislava und Wien

Attraktives Besuchsprogramm wusste zu begeistern

Besichtigungsrundgang auf der Fischerbastei mit der Budapester Stadtführerin Frau Krämer.

Andernach. Die diesjährige Bürgerfahrt in die Partnerstadt Stockerau - organisiert von der VHS Andernach und dem Deutsch-Österreichischen Freundschaftskreis Andernach–Stockerau - war für die 48 Teilnehmer wiederum ein tolles Erlebnis und eine weitere Auffrischung der Partnerschaft mit den Freunden in Stockerau. Der Leiter der VHS Andernach, Günter von Blohn und der Vorsitzende des Deutsch-Österreichischen Freundschaftskreises Heinz Hörnig hatten im Vorfeld ein attraktives Besuchsprogramm ausgearbeitet und angeboten. Auch diesmal waren die 48 Plätze im Bus sehr schnell vergeben, die Nachfrage war wie immer sehr groß. Am Samstag, 24. Juli, startete der Bus mit den 48 Teilnehmern in Richtung Stockerau. Nach genau zwölf Stunden Busfahrt erreichte man die Partnerstadt und der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Kurt Stuhr und weitere Freunde erwarteten die Andernacher bereits. Nach der Einquartierung im Hotel wurde in einem nahe gelegenen Restaurant das Abendessen eingenommen und weitere Freunde aus Stockerau gesellten sich hinzu. Trotz der langen Busfahrt saß man noch lange zusammen und tauschte sich aus. Am nächsten Morgen startete die Andernacher Reisegruppe nach dem Frühstück in die 270 Kilometer entfernte ungarische Hauptstadt Budapest. Nach dem Einchecken im innerstädtischen Hotel Danubius wartete bereits die ungarische Stadtführerin mit deutschem Namen „Krämer“ auf die Gruppe und es ging mit dem Bus quer durch Budapest. Höhepunkt war der Besuch auf der Fischerbastei. Von dort hat man einen traumhaften Blick auf die Donau mit ihren vielen Brücken, hinüber zur Margareteninsel und über die ganze Stadt mit Parlament und St. Stefans Kathedrale. Nach der offiziellen Stadtführung hatten die Andernacher noch Zeit, Budapest auf eigene Faust zu erkunden. Um 19 Uhr traf man sich dann im Matthias-Keller (Matyas Pince) bei der Elisabethbrücke. Dort gab es ein schmackhaftes ungarisches Menü bei live gespielter Musik.

Tschüss Budapest - Hallo Bratislava

Um 10 Uhr am nächsten Morgen hieß es dann Abschied nehmen von Budapest und es ging in Richtung Bratislava, die slowakische Hauptstadt. Leider hatte die Gruppe an der ungarisch/slowakischen Grenze einen unerwarteten Stop von fast einer Stunde, die der Busfahrer benötigte, um die slowakische Vignette zu erhalten. Es war nicht nachzuvollziehen, ob der Amtsschimmel oder besondere Willkür am slowakischen Schalter vorherrschte. Diese eine Stunde fehlte natürlich beim Besuch in Bratislava, bei dem es nur zu einer Kaffeepause reichte, denn das Tragflügelboot fuhr pünktlich um 14.30 Uhr nach Wien ab. Er war ein besonderes Erlebnis, bei herrlichem Sonnenschein mit 50 Stundenkilometern auf der blauen Donau durch eine wunderschöne Auenlandschaft zu fahren. Pünktlich um 16 Uhr fuhr die Gruppe auf dem Donaukanal durch Wien zum Schwedenplatz, wo der Bus bereits wartete und die Reisenden ins 30 Kilometer entfernte Stockerau brachte.

Bereits um 18 Uhr empfing der Stockerauer Bürgermeister Helmut Laab die Andernacher Freunde im barocken Rathaussaal mit der auserlesenen Stuckdecke, eine Huldigung an Maria Theresia, und den überlebensgroßen Gemälden von Habsburgern. Zwischenzeitlich waren auch Oberbürgermeister Achim Hütten und Bürgermeister Klaus Peitz eingetroffen, die dem Empfang ebenfalls beiwohnten.

Kaiserwetter in Wien

Nach dem Empfang luden die Freunde aus Stockerau die Andernacher zu einem Heurigen im Weinort Hausleiten am Wagram ein. Bei herrlichem Sommerwetter und uriger Blasmusik genoss man im Freien eine reichhaltige Vesperplatte und dazu den berühmten „Grüner Veltliner“. Am nächsten Morgen stand eine Führung in Wien auf dem Programm. Wie in den letzten Jahren übernahm dies die Stockerauer Stadtamtsdirektorin Dr. Andrea Riedler, diesmal legte sie den Schwerpunkt auf die Besichtigung der Kaisergruft, in der seit 1633 beigesetzt wird. 149 Habsburger, davon zwölf Kaiser und 19 Kaiserinnen und Königinnen haben dort ihre Ruhestätte gefunden. Der prachtvolle Doppelsarkophag für Kaiserin Maria-Theresia sticht besonders hervor. Nach der Besichtigung der Kaisergruft kam es zu einem kurzen Treffen mit Helene van Damm, die in der Nähe der Kaisergruft wohnt. Helene van Damm, die ehemalige Lebensgefährtin des Schauspielers Jürgen Wilke, dem sogenannten Ehestifter unserer Partnerschaft mit Stockerau, freute sich, die Andernacher in Wien zu begrüßen und zu sehen. Anschließend schlenderte man durch die Straßen Wiens am Stephansdom vorbei hin zum Schwedenplatz, wo es das lang ersehnte Eis vom Schwedenplatz gab.

Danach ging es mit dem Bus durch Wien zum Prater, um im Gartenrestaurant Luftburg genüsslich zu Mittag zu essen. Dann ging es auch schon mit dem Bus zurück nach Stockerau, denn man musste sich ja noch auf den Premierenabend der Stockerauer Festspiele vorbereiten und fein anziehen. Gespielt wurde „Lumpazivagabundus“ von Nestroy. Es war ein grelles, aber vergnügliches Spiel, wobei die Andernacher es etwas schwer hatten, dem wienerischen Dialekt zu folgen. Aber die Vorstellung war sehr unterhaltsam und lustig. Es wird bestimmt eine erfolgreiche Kampagne für die Stockerauer Festspiele. Im Anschluss an die Premierenveranstaltung vor der Pfarrkirche waren die Andernacher auch zum Premierenempfang in der Stadthalle eingeladen, wo Bürgermeister Helmut Laab und der Intendant Zeno Stanek die Premierengäste und die Schauspieler begrüßten. In dieser illustren Gesellschaft feierten die Andernacher kräftig mit. Am nächsten Morgen um 9 Uhr hieß es dann Abschied nehmen. Viele Stockerauer Freunde waren zum Abfahrtsort gekommen, um sich zu verabschieden, und alle freuen sich bereits auf den Gegenbesuch der Stockerauer in Andernach, der vom 4. bis 7. August in Andernach stattfindet. Alle Teilnehmer waren einhellig der Meinung, dass dies wieder eine gelungene Bürgerfahrt war, und zollten den Organisatoren Günter von Blohn und Heinz Hörnig ein dickes Lob.

Attraktives Besuchsprogramm wusste zu begeistern

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