Allgemeine Berichte | 08.04.2016

Westeifel Werke Gerolstein luden zum Kletter-Schnuppertag nach Andernach

Auf die Gemeinschaft kommt es an

Betreute Menschen aus insgesamt acht rheinland-pfälzischen Einrichtungen nahmen teil

Helga Pellenz (acht von links, grünes Polo Shirt) mit allen Betreuern, Helfern und und den sechs Soldaten der Falckenstein-Kaserne Koblenz. Georg Schuch

Gerolstein. Die Gemeinnützige Westeifel Werke GmbH, eine staatlich anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM), hat rheinland-pfälzische Einrichtungen für Mitarbeiter mit Handicap zum achten Kletter-Schnuppertag nach Andernach ins Sportcenter Kandi Turm eingeladen. Für die Sicherheit sorgten sechs Soldaten der Neigungsgruppe der Falckenstein-Kaserne in Koblenz. „Bei diesem Projekt steht das gemeinsame Klettern unter Gleichgesinnten im Vordergrund, wobei der Kletterwettkampf alle noch einmal besonders motiviert“, so Harald Hansen, Sportlehrer bei den Westeifel Werken am Standort Gerolstein und Initiator des Kletterprojekts. Wie wichtig der Austausch gerade für Menschen mit Behinderung ist, wurde während des gemeinsamen Kletterns deutlich: Es kamen betreute Menschen aus insgesamt acht rheinland-pfälzischen Einrichtungen, um gemeinsam Spaß an der Kletterwand zu erleben. „Mir hat besonders gefallen, dass so viele andere Kletterer dabei gewesen sind“, freut sich Tobias Siemens, Teilnehmer der WEW. Doch auch der Ehrgeiz hat die Sportler mit Handicap gepackt. Beim Kletterwettbewerb konnte sich jeder beweisen. Den ersten Platz belegt Harald Weber, ebenfalls Mitarbeiter der WEW. „Ich bin super zufrieden. Ich habe gar nicht damit gerechnet, zu gewinnen. Mir hat aber auch das Gruppenfoto mit den vielen anderen Kletterern viel Spaß gemacht“, freut sich der Gewinner. Dass es nicht nur auf den Gewinn, sondern viel mehr auf die Gemeinschaft ankommt, spiegeln vor allem die Aussagen der Teilnehmer wider, die alle das Zusammensein mit anderen Menschen mit Behinderung aus anderen Einrichtungen fokussieren. Auch spürten die Teilnehmer, dass Klettern kein Solo-Sport ist. Beim Klettern konnten sie sich gegenseitig unterstützen und dabei kennenlernen. Doch auch für die nötige Sicherheit war gesorgt: Neben der Geschäftsführerin des Sportcenters Kandi Turm, Helga Pellenz, sowie weiteren Mitarbeitern, waren auch sechs Soldaten der Falckenstein-Kaserne Koblenz anwesend, die die große Gruppe beim Klettern sicherte und unterstützte. All diese Helfer trugen dazu bei, den Tag so besonders zu machen. Auf Nachfrage waren sich alle einig: Sie würden auf alle Fälle noch einmal mitmachen, denn „dabei sein ist alles“.

Helga Pellenz (acht von links, grünes Polo Shirt) mit allen Betreuern, Helfern und und den sechs Soldaten der Falckenstein-Kaserne Koblenz. Foto: Georg Schuch

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