Termine | 23.01.2015

Schau in Rhein-Mosel-Fachklinik zeigt auch gefährliche Spirale auf

Ausstellung zeigt Wege aus der Sucht

Andernach. Die Rhein-Mosel-Fachklinik ist im März Schauplatz einer besonderen Ausstellung: Dem Dekanat Andernach-Bassenheim ist es gemeinsam mit der Klinik gelungen, die Ausstellung „Einfach menschlich – von Menschen und Süchten – Ausstellung zu einem Phänomen“ nach Andernach zu holen. Sie ist zu sehen von Dienstag, 10. bis Donnerstag, 26. März, in den Räumen des Hauses Westerwald am Rande der Kastanienallee.

Die Ausstellung „Einfach menschlich“ ist eine etwas andere Schau zum Thema Sucht. Sie ist in erster Linie von Menschen gemacht, die erlebt haben, wie es ist süchtig zu werden, wie es sich anfühlt süchtig zu sein, und die Wege aus der Sucht herausgefunden haben. Schon der Titel macht deutlich, dass nicht Verbote und der erhobene Zeigefinger im Vordergrund stehen. Der Besucher soll vielmehr am eigenen Leibe erfahren, wie schnell für jeden die Suchtfalle zuschnappen kann.

Ehemalige Süchtige erzählen von ihrem Weg in den Teufelskreis, aber auch davon, wie man wieder herausfindet. Eine begehbare Suchtspirale mit immer enger werdenden Wegen stellt dar, wie beklemmend Sucht ist und wie schwer der Ausweg zu finden ist. Viele weitere Stationen laden auf dem Rundgang zum Sehen und Erleben ein. Dabei geht es nicht nur um harte Drogen, sondern auch um Esssucht, um Fernsehsucht bis hin zur Eifersucht. Das Thema Sucht wird in all seinen Erscheinungsformen behandelt.

„Einfach menschlich“ tourt seit mehr als einem Jahrzehnt erfolgreich durch Deutschland. Entwickelt hat die Ausstellung der Regensburger Verein Suchtprävention und Genesung. Die DAK unterstützt sie exklusiv als Krankenkasse im Rahmen der Selbsthilfeförderung.

Die Ausstellung kann sowohl von Einzelpersonen, wie von Gruppen besucht werden. Geeignet ist sie sowohl für Jugendliche ab 16 Jahren als auch für Erwachsene. Für Gruppenführungen stellt der Verein Suchtprävention und Genesung geschultes Personal zur Verfügung.

Die Ausstellung ist für Schulklassen, Gemeindegruppen aber auch Firmenmitarbeiter sicher ein lohnendes Ziel. Innerhalb von ca. zwei Stunden erhalten die Gruppen, die sich vorher anmelden müssen, tiefe Einblicke zum Thema Sucht. Natürlich sind auch Einzelbesucher herzlich willkommen. Für sie ist die Ausstellung geöffnet vom 10. bis 26. März immer mittwochs und freitags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 12 bis 15 Uhr.

Anmeldungen für Gruppenführungen nimmt Pastoralreferent und Klinikseelsorger Felix Tölle entgegen, Tel.: (0 26 32) 40 75 536; Mail f.toelle@rmf.landeskrankenhaus.de.

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