Plaidter Gartenfreunde besuchten die Gartenschau in Brandenburg
Berlin für Naturfreunde
Plaidt/Berlin. Während der fünftägigen Fahrt nach Berlin besuchten die Plaidter Gartenfreunde auch die Bundesgartenschau in Brandenburg an der Havel. Dort haben fünf Städte sich die Aufgabe geteilt, in diesem Jahr möglichst viel von dem zu zeigen, was allen Gärtner und Naturfreunden Freude macht. Entlang der Havel wurde in fünf verschiedenen Städten mit jeweils unterschiedlichem Konzept der Zugang zur Natur und zur Gestaltung der Gärten erschlossen. Die Stadt Brandenburg liegt Berlin, wo die Plaidter untergebracht waren, am nächsten und war deshalb Zielort des Besuchs. Zuerst ging es in den Park auf den Marienberg, einem Naherholungsgebiet in der Stadt. Der Berg war für die Gartenschau umgestaltet und mit Blumenbändern entlang der Wanderwege versehen worden. Dort wurde vor einigen Jahren die Weinberganlage neu gestaltet und mit resistenten Rebsorten bepflanzt. Jetzt also Wein aus Brandenburg? Natürlich nur zum Verschenken, denn für größeren Konsum reicht die geringe Menge nicht. Eine herrliche Aussicht belohnte den Aufstieg auf den Aussichtsturm und zeigte die Stadt von oben. Im Stadtzentrum befindet sich die Ausstellung von Blumengebinden und Arrangements in einer ehemaligen Kirche, alles sehr geschmackvoll und sehenswert. Der Innenstadtbereich lässt an manchen Stellen erkennen, dass hier der Ursprung des Landes Brandenburg liegt mit den vielen Wasserläufen der Havel. Auf einer der Inseln dann das Kernstück der Gartenschau, Pack vier genannt, mit vielen guten Beispielen von gestalteten Zier- und Nutzgärten, von gepflegten Wohngärten, mit verschiedenen Steinen und Materialien, die heute gerne zur abwechslungsreichen Gartengestaltung genutzt werden. Eine sehenswerte Bundesgartenschau, von deren fünf Städten pro Tag jedoch höchstens eine erlebt werden kann. Sie kann als Beispiel für eine mögliche BuGa im oberen Mittelrheintal dienen. Tags zuvor konnten die Gartenfreunde von Schloss Sanssouci besuchen und hinunter zu den Wasserfontänen und zum Park blinzeln: Es war sehr heiß in Potsdam. Mit besten Kenntnissen von Berlin und Potsdam vermittelte der Stadtführer Ascan von Holwede vom klimatisierten Bus aus, was sich in Potsdam und in Berlin alles verändert hat. Der vierte Tag der Reise führte natürlich in den Spreewald. In Lübbenau stiegen die Gäste aus dem Rheinland in die flachen Touristenboote und nur ab und zu unterbrach ein leiser Ruf des Erstaunens die Stille der faszinierenden Wasser- und Pflanzenwelt; alles dort naturbelassen und mit heimischer Flora. Nach der Mittagspause in einem der Gasthöfe im Dorf Lehte ging es zurück über die beschatteten Wasserstraßen Richtung Lübbenau. Den Bootsführern sind die vielen Kanäle vertraut, für die Einheimischen sind dies die bekannten Wege, die ins Zentrum führen. Lübbenau selbst ist ein Ferienort zum Erholen, das gesamte Gebiet des Spreewalds eine Urlaubsreise wert. Die Rückreise am fünften Tag führte dann Richtung Vogelsberg. Nahe Lauterbach wartete die Gaststätte „Burg Post“ im Ortsteil Eisenbach auf die Gäste aus Plaidt. Gut gestärkt und bestens gelaunt ging es dann weiter auf die Rückfahrt.
