Deutsch-Österreichischer Freundschaftskreis
Bürgerfahrt nach Stockerau war ein großer Erfolg
Stockerau. Der Bus des Deutsch-Österreichischen Freundschaftskreises war mit 54 Teilnehmern bereits seit Monaten ausgebucht und das vom VHS-Leiter Günter von Blohn und dem Vorsitzenden des Freundschaftskreises, Heinz Hörnig, ausgearbeitete Programm hielt, was es versprach. Die erste Station bei der diesjährigen Bürgerfahrt in die Partnerstadt Stockerau war Maria Taferl, der bedeutendste Wallfahrtsort in Niederösterreich, er liegt hoch über dem Donautal und bietet einen einzigartigen Panoramablick über die Alpenkette. Zunächst stand für die Andernacher eine Besichtigung der Basilika von Maria Taferl an, woran sich ein Orgelkonzert anschloss. Danach war noch ausreichend Gelegenheit, den malerischen Ort und herrliche Aussicht ins Donautal und auf die Alpen bei einem Glas Grüner Veltliner zu genießen.
Am nächsten Morgen ging die Busfahrt weiter zum Benedektiner Kloster Stift Melk, das als imposanteste Wahrzeichen der Wachau gilt. Eine zweistündige Besichtigung führte die Andernacher durch die Stiftskirche und die Bibliothek und auf die großflächigen Balkone, von wo man schöne Ausblicke in die Wachau und auf die Stadt Melk hatte. Nach dieser Besichtigung wartete in Melk ein Donaudampfer, der bei herrlichem Wetter die Andernacher Reisegruppe durch die Wachau schiffte. Leider endete die Dampferfahrt, die eigentlich von Melk bis Wien eingeplant war, nach zwei Stunden in Dürnstein, denn eine Donau-Schleuse war defekt, sodass die Schifffahrt nach Wien gesperrt war. So bestiegen die Andernacher in Dürnstein den Bus und kamen dadurch etwas früher als geplant in der Partnerstadt Stockerau an. Noch im Bus versprach der Vorsitzende Heinz Hörnig, in 2014 die Dampferfahrt von Dürnstein nach Wien nachzuholen. Ein Abendessen mit den Freunden des Stockerauer Partnerschaftsvereins ließ den Tag in launiger Atmosphäre ausklingen. Die obligatorische Stadtführung in Wien stand am nächsten Morgen an. Da es regnete, beschränkte man sich auf eine Wiener Stadtführung im Bus und Reisleiterin Andrea schlug vor, den Wiener Zentralfriedhof zu besuchen. Die Ausflügler fuhren beziehungsweise gingen an Gräber verschiedener Persönlichkeiten aus Kultur, Sport und Politik vorbei. Zum Abschluss wurden die Präsidentengruft und die Karl-Borromäus-Kirche besichtigt. Die etwas andere Wiener Stadtführung fand Anklang und endete an diesem Tage im Stockerauer Rathaus, wo Bürgermeister Helmut Laab die Andernacher Freunde sehr herzlich begrüßte. In die ca. 20 km entfernte Blumen- und Gartenstadt Tulln ging es am nächsten Tag. Ziel war die Gartenanlage, die seit der Landesgartenschau 2008 als Dauereinrichtung installiert wurde. Hier konnten sich die Andernacher in Ruhe an der schönen und üppigen Pflanzen- und Blumenwelt erfreuen. Am frühen Nachmittag ging es zurück nach Stockerau, wo man bei einem Rundgang die Partnerstadt kennenlernen konnte. Am Abend ging es zur Premiereveranstaltung der Stockerauer Festspiele 2013, „Besuch der alten Dame“ von Friedrich Dürrenmatt wurde aufgeführt.
Am nächsten Tag fuhr die Andernacher Gruppe mit dem Bus in Richtung Burgenland und Ungarn. Ziel war zunächst die Kleinstadt Sopron in Ungarn. Hier war eine Stadtführung angesagt und die Andernacher Reisegruppe erlebte eine lebensfrohe und lebhafte ungarische Kleinstadt, die viel zu bieten hat. Nach dem Mittagessen ging es dann in Richtung Neusiedler See, und zwar in die Storchenstadt Rust. Über 70 Störche waren in diesem Sommer in Rust zu sehen. Bei einem Rundgang durch die kleine Stadt wurde immer der Blick nach oben auf die vielen Storchennester gerichtet, auch die vielen gemütlichen Heurigenlokale luden zum Verweilen ein. Am späten Nachmittag ging es dann zum Abschiedsfest der diesjährigen Bürgerfahrt nach Stetteldorf im Wagram in ein Heurigenlokal, zu dem der Partnerschaftsverein aus Stockerau eingeladen hatte. Es wurde ein recht geselliger Abend unter Freunden bei gutem Wein und einer üppigen Heurigenplatte. Am nächsten Morgen hieß es dann, Abschied nehmen von den lieben Freunden in Stockerau und nach einer elfstündigen Busfahrt kehrte die Reisegesellschaft wieder gesund und munter nach Andernach zurück. Viele der Teilnehmer freuen sich bereits auf die Bürgerfahrt in 2014 nach Stockerau und sind gespannt, welches abwechslungsreiche und interessante Programm Günter von Blohn und Heinz Hörnig wieder zusammenstellen werden.
