Die Aufräumaktion „Andernacher Rheinheit“ fand zum vierten Mal statt
Das Rheinufer wurde von Müll befreit
Andernach. Kürzlich fand die vierte gelungene Aufräumaktion der „Andernacher Rheinheit“ statt. 53 Umweltaktivisten versammelten sich um 10 Uhr am Bootshaus. Gruppen wie das DRK, Die Grünen, der NABU, die Pfadfinder und die Jugendkunstschule war es wichtig, etwas Gutes für die Natur zu tun. Nach einer kurzen Erläuterung des Ablaufplans durch Natalie Karij haben sich alle auf den Weg gemacht, um das Rheinufer von Müll zu befreien. Zwei Container, Zangen und Müllsäcke wurden vom Baubetriebshof Uwe Phillips zur Verfügung gestellt. „Wir haben nicht gedacht, dass wir wieder so viel Müll finden, der auch noch einfach unglaublich erschreckend war. Dieses Mal haben wir auch einiges schriftlich festgehalten, so können wir gemeinsam anfangen, unseren produzierten Müll ordentlich wegzuschmeißen“, so Natalie Karij und Tatjana Klatt. Die Container waren fast voll mit Müll, der überhaupt nicht in den Rhein gehört. Um 13 Uhr trafen sich alle wieder am Bootshaus, um sich gemeinsam zu stärken.
Durch die Unterstützung von REWE Nico Grunert, der Bäckerei Fedl und Ahsenmacher haben die Helferinnen und Helfer belegte Brötchen, Obst und Getränke spendiert bekommen. Währenddessen konnten sich die engagierten Teilnehmenden zusätzliche Infos einholen, beispielsweise dass die Zersetzung einer Plastikflasche über 450 Jahre dauert und die eines Wattestäbchens sogar über 50 Jahre. Diese Fakten überraschten viele der Anwesenden. Mattias Küchler hatte Bilder von Tieren mitgebracht, die in Andernach und Umgebung vom Aussterben bedroht sind. Es ist unfassbar, was die Menschen der Natur, den Tieren und sich selbst antun. Im Anschluss gab es eine Verlosung, auf die sich alle Kinder schon sehr gefreut hatten.
Unternehmen wie das Eiscafé Teatro, das Casablanca, der Geysir, der Media Markt und das Café Arte haben Gutscheine und Überraschungspakete zur Verfügung gestellt. Die Schüler haben sich nicht nur über die Verlosung gefreut, sondern auch über die Hausaufgaben-Gutscheine, die an die Schulen der helfenden Schüler abgegeben wurden. „Wir hoffen, dass die Schulen die Gutscheine verteilen“, so Natalie Karij. Ein paar Tage später erhielten die Organisatoren eine tolle Rückmeldung von Doris Büma, die die Jugendkunstschule in Andernach führt. „Die Jugendlichen und ihre Eltern waren von der Aufräumaktion so begeistert, dass zwei Mädels am Rhein schauen wollten, wie sauber der Rhein jetzt noch ist. Sie haben eine Stelle gefunden, die nach dem Grillen so katastrophal hinterlassen worden war, dass die Mädels nach Hause gegangen sind, Tüten mitgenommen haben und diese katastrophale Stelle aufgeräumt haben. Als ich das gehört habe, war ich so glücklich zu erfahren, dass wir jetzt etwas in den Herzen der Kinder bewegen konnten und ein neues Bewusstsein zu Natur und Müll gesetzt haben“, so Natalie Karij.
Auch Informationen zum Thema Umweltverschmutzung und den Zersetzungsprozessen von Abfällen wurden vermittelt.
