Kulturamt der Stadt Andernach
Ditt on Datt off Annenache Platt
am Samstag, 27. Februar
Andernach. Es ist wieder soweit, die VHS und das Kulturamt bringen wieder die eigenständige Sprache mit „Ditt on Datt off Annenach Platt“ zum Vorschein. Lange Zeit war Mundart in Sprache und Schrift verpönt. Wer sich des „Platt“ als Kommunikationsmittel bediente, galt häufig als sozial und intellektuell minderbemittelt. Dies hat dazu geführt, dass diese regionalspezifische Form der Verständigung vielerorts verkümmert ist oder sogar fast ausstarb. „Ons Annenache Platt“ enthält viele Wörter, die in der Hochsprache nicht existieren. So kann man aus „demm Finste off die Strooß gucke un en Krombier em Döppekoche“. Erst in den letzten 20 bis 25 Jahren wurde sowohl an den Universitäten wie auch in weiten Schichten der Bevölkerung die Ausdruckskraft und der Variantenreichtum jeglicher Mundart ob in Bayern, an der See oder im Rheinland erkannt und neu bewertet.
Dank des Annenache Karnevals und wichtigen Bewahrern des „Annenache Platt“, wie z. B. Hans Hunder, Josef Schaefer (Sisus) und Gisela Pfeil, „bleift die Sproch bestoon un jäht nit janz verlore“. Mit unserer Veranstaltung „Ditt on Datt …“ am 27. Februar, 16 Uhr, soll die Mundart nicht als Kuriosum, sondern als eigenständige Sprache, die zudem gruppenspezifisch wie auch identifikationsfördernd wirkt, einem interessierten Publikum vermitteln.
