Politik | 21.11.2015

Landrat besuchte Eich und Kell

Dörfliche Strukturen nahe der Stadt

Kreis MYK. Auf seiner Tour durch zwei Dutzend Gemeinden ging es für Landrat Dr. Alexander Saftig nun nach Eich und Kell in Andernach. Obwohl es sich um Stadtteile handelt, sind die Strukturen vergleichbar mit kleinen Dörfern. Saftig traf sich mit Oberbürgermeister Achim Hütten, den Ortsvorstehern Petra Koch und Alfons Schuhmacher und WFG-Geschäftsführer Henning Schröder. „Das Leben in einem Dorf mit unmittelbarer Stadtnähe ist für viele sehr interessant“, berichtete Alfons Schuhmacher für Eich. „Die 40 Bauplätze im vor vier Jahren erschlossenen Neubaugebiet sind so gut wie alle veräußert. Bei 90 Prozent der Käufer handelte es sich um Bürger von außerhalb.“ Die ärztliche Versorgung ist in Eich durch einen Allgemeinmediziner derzeit sichergestellt. Der Arzt ist 60 Jahre alt, hofft aber, dass sein Sohn die Praxis übernimmt. Zum Einkaufen nutzen die Bewohner die vielen Möglichkeiten in Andernach, der noch vorhandene kleine Laden bietet neben seiner Metzgertheke Brötchen und Kleinigkeiten des täglichen Bedarfs an: Für den Notfall ist gesorgt. Auch schnelles Internet ist in Eich verfügbar.

„Traumhaus in Kell“

Im alten Lehrerhaus in Kell wies Ortsvorsteherin Koch daraufhin, dass der Verkauf von Bauplätzen im Neubaugebiet eher schleppend vorangeht. Gründe sieht sie in der etwa sechs Kilometer größeren Entfernung zum Stadtkern. Also geht man offensiv in die Werbung. „Traumhaus in Kell“ heißt der Slogan, der auf Bannern und Schildern zu sehen ist. „Die Ressource voll erschlossener Bauplätze ist gut“, betonte OB Hütten, der stolz auf seinen Stadtteil ist und die Vermarktungsinitiativen der Ortsvorsteherin lobte. Auch sonst sind die Rahmenbedingungen für neue Ansiedlungen gut: Autobahnen und Schienenverkehr sind gut erreichbar, die Kindertagesstätte ist gut ausgebaut und das Vereinsleben funktioniert. Durch die Nutzung neuer Medien organisiert man Fahrgemeinschaften und einen Flohmarkt für Dienstleistungen. Man ist im Kontakt und arbeitet für die Gemeinschaft.

Fazit:

Die Stadtteile sind grundsätzlich gut aufgestellt und wissen ihre direkte Nähe zum Stadtkern von Andernach zu nutzen. Jeder Kilometer von Ballungszentrum entfernt scheint jedoch bei der Wahl der Neuansiedlung entscheidend. „Es gibt zwei Gruppen von Menschen: Diejenigen, die aus der Stadt kommen und die Anonymität dort schätzen und diejenigen, die die Lebensqualität ´Land´ kennen und nicht missen wollen. Die zweite Gruppe ist genau die Zielgruppe, die wir erreichen müssen. Das sind diejenigen, die das Leben in den dörflichen Strukturen mitgestalten und vor allem am Leben halten, “ stellte Saftig abschließend fest.

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

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