Rock am Ring in Mendig - Informationsveranstaltung für die Bevölkerung
Ein Konzept, das sich sehen lassen kann
Mendig. Dass mit der Veranstaltung „Rock am Ring“ in Mendig nicht nur ein traditionsreiches Festival, sondern unter anderem auch eine riesige Touristik-Chance in die Region kommt, ist den Bewohnern der Verbandsgemeinden Pellenz und Mendig, insbesondere der Stadt Mendig durchaus bewusst.
Unzählige Sitzungen, Ortstermine und Arbeitsmeetings führten dazu, dass aus der Vision des renommierten Konzertveranstalters Marek Lieberberg ein Konzept entstand, das sich in jeder Hinsicht sehen lassen kann!
Am Freitag, den 22. Mai hatten die Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz sowie die Stadt Mendig und die Gemeinden Kruft und Thür in die Laacher See-Halle eingeladen, um der Öffentlichkeit einen detaillierten Einblick in die Realisierung des gigantischen Rockspektakels zu gewähren. Außer den zahlreich erschienenen Bürgern und Geschäftsleuten begrüßte Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel die Podiumsteilnehmer: Marten Pauls (Campo Event Engineering), Matt Schwarz (MLK), Jörg Lempertz (Bürgermeister VG Mendig), Klaus Bell (Bürgermeister VG Pellenz), Rudolf Schneichel (Bürgermeister OG Kruft), Reiner Hilger (Bürgermeister OG Thür), Andreas Loeb (Projektleiter Rock am Ring, Ordnungsamt Mendig) und Detlef Stollenwerk (Ordnungsamt VG Pellenz). Sodann stellte Marten Pauls vor, was das Unternehmen Campo Event Engineering, ein Tochterunternehmen der Marek Lieberberg Konzertagentur und Hauptverantwortlicher für die logistische Planung und Vorbereitung der Veranstaltung, bis dato bereits geleistet hatte. So rechnet der Veranstalter damit, dass die größte Anzahl der erwarteten 90.000 Besucher zwischen 16 bis 30 Jahre alt sind und mehr als 90 Prozent der Gäste mit dem Auto anreisen. Dies bedeute, so Marten Pauls, dass es vor allem an den Anreisetagen Mittwoch und Donnerstag durchaus zu Verkehrsbehinderungen kommen könne. Während Marten Pauls das Konzept der Verkehrsführung vorstellte, versicherte er, dass alles unternommen werde, um den regulären Verkehr möglichst wenig zu behindern. Er unterstrich jedoch: „31.000 Pkw können nicht unbemerkt zu den Parkplätzen gelangen. So etwas zu behaupten, wäre unseriös.“ Nach den Worten Pauls wurde eine fast 1.000.000 Quadratmeter umfassende Fläche angemietet, sodass ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden seien. Er stellte im Rahmen des Verkehrskonzeptes auch die geplanten Sperrungen und Einschränkungen (Blick aktuell berichtete) und den Geländeplan vor. In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass es ein ausgeklügeltes Sanitär- und Abfallkonzept gebe, welches eine Reinigung des Areals nicht erst nach, sondern bereits während des Festivals vorsehe.
Ein weiteres Thema war ein ebenfalls bis ins kleinste Detail ausgearbeitetes Sicherheitskonzept. So wird es je eine Einsatzzentrale für das Festivalgelände, eine für den Campingbereich, eine für den Außenbereich und eine für die Anwohner von Mendig geben. Unter der Rufnummer (0 26 52) 60 29 - 198 werden in der Zeit von Dienstag, dem 02.06.2015, 12 Uhr bis Montag, dem 08.06.2015, 12 Uhr Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn es Probleme gibt, die durch das Festival verursacht wurden. Entsprechende „Reaktionsteams“ werden sich bei Bedarf vor Ort um die Eingrenzung, Behebung bzw. Aufklärung der Schäden kümmern. Im Übrigen sei die Polizei mit einem großen Aufgebot im Einsatz und könne deshalb auch relativ schnell am Ort des Geschehens sein. Außer der Polizei sei es jedoch ratsam, auch das MLK-Reaktionsteam zu benachrichtigen, damit festgestellt werden könne, ob der entstandene Schaden evtl. im Verantwortungsbereich von MLK liege. Im Fall der Verantwortlichkeit des Konzertveranstalters sagte Pauls „schnelle und unkomplizierte Hilfe“ zu.
Anschließend zeigte Jörg Lempertz, Bürgermeister der VG Mendig in seiner Präsentation die Chancen auf, die sich durch Rock am Ring bieten, und stimmte die Zuhörer auf die Festivaltage und die vielen Besucher aus allen Teilen Europas ein. Lempertz verglich Mendig mit Wacken, wo seit vielen Jahren erfolgreich ein riesiges Festival stattfindet, von dem alle Anwohner profitieren. Voller Stolz stellte er das neue Info-Hexagon der Verbandsgemeinde Mendig vor, das auf dem Festivalgelände erstmalig zum Einsatz kommen wird.
Anschließend gelang es Matt Schwarz, die Dimensionen des spektakulären Festivals mit beeindruckenden Daten und Zahlen deutlich zu machen. So werden 20 Kilometer Frisch- und Abwasserleitungen gelegt, 480 Duschen und 820 Wasser-WCs errichtet, 1.640 Urinale und 600 Mobiltoiletten. 105 Lkw-Ladungen an Absperrungen und Abdeckungen werden angeliefert, 52 Stapler sind im Einsatz, um die 890 Tonnen Material abzuladen, die alleine für die Bühnen angeliefert werden. 300 Helfer sind beim Aufbau beschäftigt, um 10.000 Kilometer Kabel zu verlegen und Bühnen zu errichten, die es in dieser Größenordnung kein zweites Mal gibt. Die Hauptbühne, „Vulcano-Stage“ ist mit 82 Metern Breite und einem Gewicht von 380 Tonnen Stahl wahrlich ein Gigant und auch die „kleine Schwester“ „Crater Stage“ steht ihr mit 74 Metern Breite und einem Gewicht von 360 Tonnen Stahl kaum nach. Hinzu kommen erstmalig gewaltige Zelte; alleine das „Alterna Tent“ könnte mit 100 Metern Länge und 60 Metern Breite, 18 Masten und 20 Metern Höhe sechs Zelte des Oktoberfestes in sich aufnehmen.
Diese Zahlen beeindruckten die Zuhörer sehr und man konnte allenthalben hören, dass die Vorfreude, aber auch die Neugierde auf dieses Spektakel mehr und mehr wächst. Nachdem Matt Schwarz seinen Vortrag beendet hatte, gab es nach einer kurzen Pause die Gelegenheit, Fragen zu stellen, von denen aber dank der ausführlichen Informationen im Vorfeld nur spärlich Gebrauch gemacht wurde.
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