Allgemeine Berichte | 01.06.2015

Rock am Ring in Mendig - Informationsveranstaltung für die Bevölkerung

Ein Konzept, das sich sehen lassen kann

(v.l.n.r.) Marten Pauls (Campo Event Engineering), Matt Schwarz (MLK), Jörg Lempertz (VG-Bürgermeister) und Andreas Loeb (Projektleiter Rock am Ring, Ordnungsamt Mendig). FRE

Mendig. Dass mit der Veranstaltung „Rock am Ring“ in Mendig nicht nur ein traditionsreiches Festival, sondern unter anderem auch eine riesige Touristik-Chance in die Region kommt, ist den Bewohnern der Verbandsgemeinden Pellenz und Mendig, insbesondere der Stadt Mendig durchaus bewusst.

Unzählige Sitzungen, Ortstermine und Arbeitsmeetings führten dazu, dass aus der Vision des renommierten Konzertveranstalters Marek Lieberberg ein Konzept entstand, das sich in jeder Hinsicht sehen lassen kann!

Am Freitag, den 22. Mai hatten die Verbandsgemeinden Mendig und Pellenz sowie die Stadt Mendig und die Gemeinden Kruft und Thür in die Laacher See-Halle eingeladen, um der Öffentlichkeit einen detaillierten Einblick in die Realisierung des gigantischen Rockspektakels zu gewähren. Außer den zahlreich erschienenen Bürgern und Geschäftsleuten begrüßte Stadtbürgermeister Hans-Peter Ammel die Podiumsteilnehmer: Marten Pauls (Campo Event Engineering), Matt Schwarz (MLK), Jörg Lempertz (Bürgermeister VG Mendig), Klaus Bell (Bürgermeister VG Pellenz), Rudolf Schneichel (Bürgermeister OG Kruft), Reiner Hilger (Bürgermeister OG Thür), Andreas Loeb (Projektleiter Rock am Ring, Ordnungsamt Mendig) und Detlef Stollenwerk (Ordnungsamt VG Pellenz). Sodann stellte Marten Pauls vor, was das Unternehmen Campo Event Engineering, ein Tochterunternehmen der Marek Lieberberg Konzertagentur und Hauptverantwortlicher für die logistische Planung und Vorbereitung der Veranstaltung, bis dato bereits geleistet hatte. So rechnet der Veranstalter damit, dass die größte Anzahl der erwarteten 90.000 Besucher zwischen 16 bis 30 Jahre alt sind und mehr als 90 Prozent der Gäste mit dem Auto anreisen. Dies bedeute, so Marten Pauls, dass es vor allem an den Anreisetagen Mittwoch und Donnerstag durchaus zu Verkehrsbehinderungen kommen könne. Während Marten Pauls das Konzept der Verkehrsführung vorstellte, versicherte er, dass alles unternommen werde, um den regulären Verkehr möglichst wenig zu behindern. Er unterstrich jedoch: „31.000 Pkw können nicht unbemerkt zu den Parkplätzen gelangen. So etwas zu behaupten, wäre unseriös.“ Nach den Worten Pauls wurde eine fast 1.000.000 Quadratmeter umfassende Fläche angemietet, sodass ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden seien. Er stellte im Rahmen des Verkehrskonzeptes auch die geplanten Sperrungen und Einschränkungen (Blick aktuell berichtete) und den Geländeplan vor. In diesem Zusammenhang unterstrich er, dass es ein ausgeklügeltes Sanitär- und Abfallkonzept gebe, welches eine Reinigung des Areals nicht erst nach, sondern bereits während des Festivals vorsehe.

Ein weiteres Thema war ein ebenfalls bis ins kleinste Detail ausgearbeitetes Sicherheitskonzept. So wird es je eine Einsatzzentrale für das Festivalgelände, eine für den Campingbereich, eine für den Außenbereich und eine für die Anwohner von Mendig geben. Unter der Rufnummer (0 26 52) 60 29 - 198 werden in der Zeit von Dienstag, dem 02.06.2015, 12 Uhr bis Montag, dem 08.06.2015, 12 Uhr Ansprechpartner zur Verfügung stehen, wenn es Probleme gibt, die durch das Festival verursacht wurden. Entsprechende „Reaktionsteams“ werden sich bei Bedarf vor Ort um die Eingrenzung, Behebung bzw. Aufklärung der Schäden kümmern. Im Übrigen sei die Polizei mit einem großen Aufgebot im Einsatz und könne deshalb auch relativ schnell am Ort des Geschehens sein. Außer der Polizei sei es jedoch ratsam, auch das MLK-Reaktionsteam zu benachrichtigen, damit festgestellt werden könne, ob der entstandene Schaden evtl. im Verantwortungsbereich von MLK liege. Im Fall der Verantwortlichkeit des Konzertveranstalters sagte Pauls „schnelle und unkomplizierte Hilfe“ zu.

Anschließend zeigte Jörg Lempertz, Bürgermeister der VG Mendig in seiner Präsentation die Chancen auf, die sich durch Rock am Ring bieten, und stimmte die Zuhörer auf die Festivaltage und die vielen Besucher aus allen Teilen Europas ein. Lempertz verglich Mendig mit Wacken, wo seit vielen Jahren erfolgreich ein riesiges Festival stattfindet, von dem alle Anwohner profitieren. Voller Stolz stellte er das neue Info-Hexagon der Verbandsgemeinde Mendig vor, das auf dem Festivalgelände erstmalig zum Einsatz kommen wird.

Anschließend gelang es Matt Schwarz, die Dimensionen des spektakulären Festivals mit beeindruckenden Daten und Zahlen deutlich zu machen. So werden 20 Kilometer Frisch- und Abwasserleitungen gelegt, 480 Duschen und 820 Wasser-WCs errichtet, 1.640 Urinale und 600 Mobiltoiletten. 105 Lkw-Ladungen an Absperrungen und Abdeckungen werden angeliefert, 52 Stapler sind im Einsatz, um die 890 Tonnen Material abzuladen, die alleine für die Bühnen angeliefert werden. 300 Helfer sind beim Aufbau beschäftigt, um 10.000 Kilometer Kabel zu verlegen und Bühnen zu errichten, die es in dieser Größenordnung kein zweites Mal gibt. Die Hauptbühne, „Vulcano-Stage“ ist mit 82 Metern Breite und einem Gewicht von 380 Tonnen Stahl wahrlich ein Gigant und auch die „kleine Schwester“ „Crater Stage“ steht ihr mit 74 Metern Breite und einem Gewicht von 360 Tonnen Stahl kaum nach. Hinzu kommen erstmalig gewaltige Zelte; alleine das „Alterna Tent“ könnte mit 100 Metern Länge und 60 Metern Breite, 18 Masten und 20 Metern Höhe sechs Zelte des Oktoberfestes in sich aufnehmen.

Diese Zahlen beeindruckten die Zuhörer sehr und man konnte allenthalben hören, dass die Vorfreude, aber auch die Neugierde auf dieses Spektakel mehr und mehr wächst. Nachdem Matt Schwarz seinen Vortrag beendet hatte, gab es nach einer kurzen Pause die Gelegenheit, Fragen zu stellen, von denen aber dank der ausführlichen Informationen im Vorfeld nur spärlich Gebrauch gemacht wurde.

Ein Konzept, das sich sehen lassen kann

Ein Konzept, das sich sehen lassen kann

Ein Konzept, das sich sehen lassen kann

(v.l.n.r.) Marten Pauls (Campo Event Engineering), Matt Schwarz (MLK), Jörg Lempertz (VG-Bürgermeister) und Andreas Loeb (Projektleiter Rock am Ring, Ordnungsamt Mendig). Fotos: FRE

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Julia Doll : Lieber Roman, ja absolut, sehe ich ganz genauso
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Ignaz Wrobel: Bedauerlich und fragwürdig finde ich, dass offenbar nicht die konstruktive Mitarbeit (!!!) in kommunalen Gremien zur grundlegenden Mitwirkung bei solchen Entscheidungen gesucht wird. Ich würde mich...
  • W. Harkort: Danke für diesen Kommentar. Gab es auch Einwendungen wegen seltener Ameisen? Irgendwann in naher Zukunft werden diese Leute ihre Entscheidung bereuen. Dann ist es aber zu spät.
  • Walter Knieps: Warum erst jetzt ?!?!
Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Holz Loth-Entsorgung
Rund ums Haus
Schulze Klima -Image
Werksverkauf Anhausen
Dachdecker (m/w/d)
100 Jahre Eifelverein Dernau
Stellenanzeige Kaufmann/Kauffrau für Büromanagement
100 Jahre Eifelverein Dernau
Empfohlene Artikel
Benefizkonzert des Landespolizeiorchesters Rheinland-Pfalz zugunsten der Jugend des Stadtorchesters Andernach.
9

Musikalischer Hochgenuss erwartete die Besucherinnen und Besucher am 26. April 2026 in der Mittelrheinhalle Andernach: Auf Einladung des Stadtorchesters Andernach gastierte das Landespolizeiorchester Rheinland-Pfalz zu einem Benefizkonzert.Das Konzert diente gezielt der Förderung der musikalischen Ausbildung und Entwicklung junger Menschen in der Region. Der gesamte Erlös fließt in die Nachwuchsarbeit...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
24

Junger Mann war von seinen Großeltern zur Hilfe gerufen worden und hinderte Betrüger an der Flucht

29.04.: Betrugsversuch in Köln: Enkel stellt falsche Polizisten und übergibt sie der richtigen Polizei

Köln. Ein 26 Jahre alter Mann hat am Mittwochabend (29. April) einen mutmaßlichen falschen Polizisten in Köln-Esch gestellt und der echten Polizei übergeben. Der Tatverdächtige und sein noch flüchtiger Komplize sollen kurz zuvor versucht haben, sich als angebliche Kripobeamte Zutritt zum Haus der Großeltern des 26-Jährigen in der Gartenstraße zu verschaffen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
75

Dillendorf (Hunsrück). Am 01.05.26 gegen 10:31 Uhr kam es im Kreuzungsbereich K1/K3 unmittelbar hinter dem Ortsausgang Dillendorf in Fahrtrichtung Dill zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand missachtete ein von Sohrschied kommender Kradfahrer im Kreuzungsbereich die Vorfahrt eines in Fahrtrichtung Dill fahrenden PKW. Das Motorrad samt Fahrer kam im Straßengraben zum Liegen.

Weiterlesen

Symbolbild Foto: pixabay.com
22

eCall-System lotste Einsatzkräfte nach Unfall ohne Zeugen zu verletzten Senioren

28.04.: Unfall auf der B327: Älteres Ehepaar landet unfreiwillig in Waldstück

Waldesch. Am 28. April kam es gegen 11:00 Uhr zu einem Verkehrsunfall auf der Hunsrückhöhenstraße (B327) zwischen Waldesch und Dieblich/Nassheck. Ein älteres Ehepaar aus dem Lahn-Dill Kreis kam nach ersten Erkenntnissen aufgrund gesundheitlicher Probleme des Fahrzeugführers mit seinem PKW alleinbeteiligt nach rechts von der Fahrbahn ab und geriet in unbefestigtes Gelände.

Weiterlesen

Anzeige Sonderpreis wie vereinbart
Kreishandwerkerschaft
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Minijob
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Titelanzeige Goldankauf
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Maikirmes Franken
10 Jahre NoWi