Allgemeine Berichte | 24.10.2019

Erster „GottseiDankSonntag“ in der Pfarreiengemeinschaft Andernach

Ein Raum und ein Tag für die gemeinsame Begegnung

Beim gemeinsamen Mittagessen gab es am GottseiDankSonntag reichlich gedeckte Tische. Foto: privat

Andernach. Kirche verändert sich in dieser Zeit und es gilt, den Umbruch nicht nur zu beklagen, sondern ihn gut zu gestalten. Christliche Gemeinde ist nicht nur eine Stunde Gottesdienst am Sonntag. Sie lebt eigentlich auch aus gemeinsam gestalteter Zeit und Aktion. Manche fürchten im Anblick der kommenden Reformen noch mehr Vereinzelung. Dagegen hat ein engagierter Kreis von Christen aus der Pfarreiengemeinschaft Andernach ein Rezept ausprobiert: „Gott sei Dank“, dass man beim ersten „GottseiDankSonntag“ zusammen sein konnte! In St. Stephan kamen Jung und Alt, Familien und Alleinstehende, Neugierige und Erwartungsfrohe zusammen. Gemeinsam startete man um 11 Uhr mit einer besonders gestalteten Messfeier. Die Kinder halfen beim Herbeibringen der Gaben, Pastor Dumont konnte einige Besonderheiten im Ablauf der heiligen Messe aufgreifen und erklären, und am Ende begleiteten die Kinder zusammen mit Pastor und Messdienern die Gottesdienstbesucher in den Pfarrsaal. Dort stand das gemeinsame Mittagessen auf dem Programm, wo uns der Tisch durch die vielen, leckeren mitgebrachten Sachen zum bunten Buffet gedeckt wurde. So wurden auch Gäste, die sich spontan zum Bleiben entschieden hatten, satt. In der folgenden Stunde bestand die Möglichkeit, einen Workshop zu besuchen. Es gab für die ganz Kleinen ein Angebot, ebenso für die etwas älteren Kinder.

Für Neugierige ab 14 Jahren galt es, im Escape-room vier „verschwundene“ Jünger wiederzufinden. Ein Gesprächskreis beschäftigte sich mit der Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus und der daraus folgenden Verantwortung für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Eine andere Gruppe tauchte mit der Methode des „Bibliologs“ in die Bibel ein. Und wer sich eine „himmlische Auszeit“ gönnen wollte, fand im Café die Möglichkeit dazu. Ein Segensgebet in der Stephankirche rundete den Tag um 15 Uhr ab. Dank gilt allen, die diesen erlebnisreichen Tag mitgestaltet haben, sei es in der Vorbereitung und Gestaltung der Workshops, als Helfer in der Küche, beim Auf- und Abbau oder wo auch immer. Dank gilt auch den rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die sich darauf eingelassen haben, diesem Sonntag ein Format zu geben und die Freude am Glauben miteinander geteilt haben. Der gelungene Auftakt lädt dazu ein, den „GottseiDankSonntag“ öfter im Jahr durchzuführen, um so die verschiedenen Generationen zusammenzubringen. Gerade im Zugehen auf die Großpfarrei wird es immer wichtiger, Räume und Möglichkeiten zu schaffen, Begegnung zu ermöglichen. Wer dieses Mal nicht dabei sein konnte, hat etwas verpasst und darf sich auf den nächsten „GottseiDankSonntag“ im Jahr 2020 freuen. Sobald der Termin feststeht, wird er veröffentlicht. Wer Interesse daran hat, aktiv in die Vorbereitung einzusteigen, kann sich bei Gemeindereferentin Luzia Waszewski unter Tel. (0 26 32) 49 98 75 21 oder waszewski@pfarreiengemeinschaft-andernach.de melden oder bei Annette Rühle (Familienbildugsstätte) unter Tel (0 26 32) 25 03 54 oder annette.ruehle@fbs-andernach.de.

Beim gemeinsamen Mittagessen gab es am GottseiDankSonntag reichlich gedeckte Tische. Foto: privat

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