Teilnehmer eines Integrationskurses erhielten ihre Sprachzeugnisse
Erster Schritt für eine gelingende Integration in den Arbeitsmarkt
Andernach. Bei der Integration von ausländischen Bürgern ist die deutsche Sprache ein elementarer Schlüssel - auch was die berufliche Zukunft anbelangt. Deshalb sind nach dem neuen Ausländerrecht Zuwanderer zur Integration und zum Nachweis entsprechender Deutschkenntnisse verpflichtet.
Dieser Verpflichtung hat sich erneut eine Gruppe neuer Mitbürger aus Andernach und den Verbandsgemeinden Pellenz und Weißenthurm bei der Volkshochschule Andernach gestellt und an einem Verbund-Integrationssprachkurs teilgenommen. Nun haben 20 Teilnehmer des Integrationskurses nach Auswertung der Testunterlagen durch die Prüfungsinstitution ihre entsprechenden Zertifikate aus den Händen von Bürgermeister Claus Peitz und VHS-Geschäftsführer Günter von Blohn während einer kleinen Feierstunde im Historischen Rathaus erhalten.
Innerhalb von sechs Monaten erlernten die Teilnehmer bei täglich fünf Unterrichtsstunden am Vormittag die deutsche Sprache in Wort und Schrift und natürlich auch am Nachmittag, wo sie bei verschiedenen Gelegenheiten außerhalb des Kurses das Gelernte oft direkt anwenden konnten. Nach dem Sprachkurs erhielten die Migranten in einem sich nahtlos anschließenden Orientierungskurs Einblicke in das politische, soziale und rechtsstaatliche System der Bundesrepublik Deutschland, wobei auch Grundlagen der deutschen Geschichte und Kultur vermittelt wurden. Schließlich haben sich die neuen Mitbürger nach intensiver Sprachschulung Anfang Juni der Abschlussprüfung für das Zertifikat Deutsch für Zuwanderer (DTZ) unterzogen.
Durch das erfolgreiche Ablegen dieser Zertifikats-Prüfung dokumentieren die Absolventen die erworbene sprachliche Handlungsfähigkeit in Deutsch und somit auch den bedeutsamen Schritt zur Integration nach außen, insbesondere für eine erfolgversprechende Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
Bürgermeister Peitz gratulierte den Teilnehmern zu ihren ausgezeichneten Leistungen -18 Absolventen schlossen die Prüfung mit dem angestrebten Sprachniveau B 1 ab -und wünschte ihnen weiterhin den gleichen Erfolg bei der Ausgestaltung ihres Lebens in der neuen Heimat. In dem guten Prüfungsergebnis erkannte der Bürgermeister dabei ein weiteres augenfälliges Beispiel gelungener Integration. Diesen Glückwünschen schloss sich Markus Ohlig als verantwortlicher Koordinator beim Jobcenter des Landkreises Mayen-Koblenz an und bezeichnete das Prüfungsergebnis als abermaligen wegweisenden Erfolg der Kooperationsinitiative „Sprechen und arbeiten“.
Danach richtete Bürgermeister Peitz den Anwesenden auch Grüße und beste Wünsche von Lothar Kaspers aus, dem zuständigen Regionalkoordinator bei der Außenstelle Trier des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Weiterhin dankte der Leiter der Volkshochschule Andernach der Dozentin Lilli Schmidt für die lebendige und erfolgreiche Gestaltung des Unterrichts wie auch Jasna Vujinovic für das große Engagement bei der Integrationsbegleitung der Teilnehmer. Auch schloss Bürgermeister Peitz die zuständigen Ansprechpartner bei den Migrationserstberatungsstellen, der AWO Rheinland sowie dem Caritasverband Koblenz für die darüber hinausgehende sozialpädagogische Begleitung der Teilnehmer während des Integrationskursbesuchs in seine Dankesworte ein.
Unter dem Motto „Sprechen und arbeiten“ bieten seit 2007 das Jobcenter Mayen-Koblenz und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ein bundesweit beispielhaftes Kooperationsprojekt an. In der Stadt Andernach beteiligen sich die Volkshochschule Andernach, die Perspektive gGmbH sowie die Integrationsbegleiterin Jasna Vujinovic daran. Jobsuchenden Migranten wird in Unterrichten und Arbeitsgruppen nicht nur die Sprache, sondern auch die Kultur ihrer neuen Heimat vermittelt. Ziel aller Akteure ist es, die Arbeitsmarkt-Chancen von Menschen, die sehr wenig deutsche Sprachkenntnisse besitzen, zu erhöhen.
Pressemitteilung
Stadt Andernach
