„Haus der Familie“ Andernach informiert
Generationenfrühstück im „Haus der Familie“
Andernach. Das allseits beliebte Generationenfrühstück, das in monatlichen Abständen im Haus der Familie stattfindet, konnte beim letzten Mal wieder weit über 40 Gäste begrüßen. Wie gewohnt, wurde Kaffee, Tee und Brötchen mit Beilagen angeboten. Dank der guten Vorarbeit von Regine Oberhardt und Lyn Paffrath in der Küche, war dieses Frühstück wieder für alle Gäste gelungen. Traditionell wird bei jedem Frühstück über ein gewisses Thema ein Vortrag abgehalten oder spezielle Themen angesprochen. Diesmal waren Doris Jonas, Hildegard Bender und Elfriede Schuhmacher vom „FaiRegio“-Laden in der Hochstraße (Andernach) eingeladen. Lisa Scharrenbach (pädagogische Leiterin im Haus der Familie) begrüßte alle anwesenden Gäste und die Frauen aus dem FaiRegio Laden.
Doris Jonas und Hildegard Bender schilderten in beeindruckender Weise über ihre Arbeit und Verkauf ihrer Produkte im FaiRegio Laden, woher diese Produkte kommen, und wofür sie genutzt werden. Die beiden Frauen erklärten zum Beispiel: Was ist fairer Handel? Egal auf welchem Kontinent oder in welchem Land, Menschen wollen mit ihrer Arbeit mindestens so viel verdienen, dass sie davon leben können. Beim fairen Handel geht es nicht nur um den Warenhandel, sondern es geht auch darum, auf politischer Ebene für mehr Gerechtigkeit einzutreten. Seit es vielen Menschen nicht mehr egal ist, wie ein Produkt entsteht, achten zunehmend mehr Firmen auf die Einhaltung von Sozialstandards. Oder: Wofür werden die Erlöse aus Fair Trade-Produkten verwendet? Für den Bau von Trinkwasserbrunnen – Bau oder Renovierung von Straßen/Schulen – medizinische Versorgung und Fortbildungen. Wer handelt fair?
Es gibt Firmen, die nur fair gehandelte Produkte vertreiben – sie werden auch als „100%Fair-Händler“ bezeichnet. Das sind Importfirmen wie die GEPA, EL PUENTE, dwp oder Banal Fair. Wichtig ist auch, wer fair produziert. Alle fair gehandelten Produkte stammen von Produzentengruppen, die den internationalen Fair-Handels-Grundsätzen verpflichtet sind. Diese sind entweder Genossenschaften oder abhängig Beschäftigten in der Landwirtschaft oder in Fabriken. Dieses und viele weitere Fragen wurden von Frau Jonas und Frau Bender in sach- und fachlicher Art den Gästen vermittelt. Der wichtigste Punkt ist aber, dass durch den fairen Handel, ausbeuterische Kinderarbeit und Zwangsarbeit unterbunten wird. Man rechnet zur Zeit damit, dass sieben Millionen Kinder, im Alter von fünf bis sieben Jahren, auf der Welt Kinderarbeit leisten. Somit auch keine Schule besuchen können, weil sie zur Ernährung der Familie mitarbeiten müssen. Sei es in einem Steinbruch wie in Bangladesh, damit hier diese Steine zu Treppenstufen oder Grabsteinen weiter verarbeitet werden. Darum, wir Konsumenten entscheiden durch unser Einkaufsverhalten mit, welchen Stellenwert faire Arbeits- und Lebensbedingungen im weltweiten Handel haben. Je mehr Menschen den fairen Handel auch mit Kauf fair gehandelter Produkte unterstützen desto gerechter geht es im weltweiten Handel zu.
