Allgemeine Berichte | 24.10.2015

Feuerwehren der VG Pellenz auf dem Prüfstand

Große Alarmübung

Im RWE-Verwaltungsgebäude war die Brandmeldeanlage ausgelöst worden... Feuerwehr VG Pellenz

VG Pellenz. Am Freitag, 9. Oktober, kam es um 17:13 Uhr zur Alarmierung der Feuerwehren Saffig, Plaidt und Kruft durch die Auslösung der Brandmeldeanlage im RWE-Verwaltungsgebäude. Bereits nach kurzer Zeit rückten die ersten Einsatzkräfte in die Rauschermühlenstraße aus. Der zuerst eintreffende Zugführer Martin Schleich verschaffte sich mit Hilfe des vorhandenen Schlüssels Zugang zum Gebäude und ging zur Erkundung vor. Zwei Etagenhelfer, der Pförtner, sowie der Leiter der koordinierenden Stelle hatten bereits mit der Evakuierung und der Registrierung der im Gebäude befindlichen Personen begonnen und konnten schon eine erste Info an die Feuerwehr geben. Laut Aussage der RWE-Mitarbeiter kam es im Keller an einer 20kV-Anlage zu einem Unfall durch den ein Feuer entstand, welches sich rasch ausbreitete.

Mehrere Personen vermisst

Der Rauch konnte durch die Lüftungsanlage bis ins 3. OG vordringen und schloss dort mehrere Personen in ihren Büros ein. Wie viele Personen genau vermisst wurden, konnte nicht gesagt werden. Nach dieser ersten Befragung wurde das Anzeigetableau der Brandmeldeanlage aufgesucht. Sieben Melder-Gruppen haben einen Alarm angezeigt. Nach Entnahme der notwendigen Karten verschaffte sich die Einsatzleitung einen Überblick der Lage von außen. Nun war eine deutliche Rauchentwicklung aus dem rückwärtigen Kellerbereich und aus dem 3. OG zu erkennen. Da sich somit das Szenario in zwei Einsatzabschnitte mit mehreren vermissten Personen aufspaltete, wurde großflächig nachalarmiert. Neben dem Rettungsdienst wurden die restlichen Wehren der VG Pellenz hinzugerufen. Noch bevor weitere Kräfte eintrafen kam es zu mehreren Explosionen auf dem Dach des Gebäudes. Diese konnten bis in die Nachbardörfer wahrgenommen werden. Mit Unterstützung des Einsatzleitwagens wurde die Lage genauer analysiert und drei Einsatzabschnitte gebildet, welche ihr Hauptaugenmerk auf die Rettung und Versorgung der vermissten Personen legten. Einsatzabschnitt 1 befasste sich unter Leitung von Dieter Sill mit der Menschenrettung im Kellerbereich. Hierzu wurde der Angriffsweg über die Rückseite gewählt, um eine Verrauchung der noch unbetroffenen Gebäudeteile zu verhindern. Unter schwerem Atemschutz drangen Feuerwehrleute in das Gebäude ein und begannen unverzüglich mit der Suche nach vermissten Personen in dem sehr weitläufigen Kellerbereich.

Menschenrettung im 3. OG

Abschnitt 2 stand unter der Leitung von Dirk Schwindenhammer und befasste sich mit der Menschenrettung im 3. OG. Auch hier gingen Feuerwehrleute unverzüglich unter schwerem Atemschutz in den betroffenen Bereich vor. Hier fand man eine Gruppe von Mitarbeitern, welche in einem Konferenzraum eingeschlossen wurden. Abschnitt 3, Patientenablage und Versorgung, und wurde von Frank Busenkell geleitet. Die Verletzten-Sammelstelle wurde auf dem Parkplatz des RWE-Geländes eingerichtet. Hier war ausreichend Platz gegeben und es waren An- und Abfahrtsmöglichkeiten für den Rettungsdienst vorhanden. Die Besatzung des LF8 der Feuerwehr Kruft übernahm die Aufgabe der Patientenversorgung. Speziell für diese Aufgabe ist das Fahrzeug mit einer Sonderbeladung versehen. Die nachgeforderten Kräfte aus Kretz und Nickenich wurden primär in den bereits laufenden Atemschutzeinsatz eingebunden und unterstützten beim Transport der verletzten Personen. Auf Grund der fehlenden Verfügbarkeit einer Drehleiter mussten die Personen aus dem 3. OG über einen alternativen Rettungsweg aus dem Gebäude befreit werden. Die Rettung über die Schiebeleiter war nicht möglich, so dass die Personen mit Fluchthauben durch den Treppenraum geführt werden mussten. Die Wasserversorgung konnte problemlos über das vorhandene Hydranten-Netz sichergestellt werden. Nachdem alle vermissten Personen gerettet und vom DRK versorgt wurden, die Brandbekämpfung im Keller, im 3. OG und auf dem Dach abgeschlossen waren, wurde die Übung nach rund zwei Stunden beendet.

Manöverkritik

Zum Abschluss gab es eine Manöverkritik mit einer Stärkung im Saffiger Gerätehaus. Die Organisatoren der Übung, Jörg Schrömges und Hans-Josef Adams waren mit dem Übungsverlauf sehr zufrieden. Auch Thomas Hill von RWE bedankte sich für den Einsatz der Wehrleute. Ein großes Dankeschön ging auch an die DLRG Andernach die nämlich die 14 Verletzten zur Verfügung stellten mit Schminkteam. Weiterhin ging auch ein Dankeschön an die THW Andernach die mit ihrer Pyrotechnik das Szenario verwirklichte.

Pressemitteilung der

Feuerwehr VG Pellenz

Im RWE-Verwaltungsgebäude war die Brandmeldeanlage ausgelöst worden... Foto: Feuerwehr VG Pellenz

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