Allgemeine Berichte | 02.08.2013

Faszinierender Fund in Andernach

In 2000 Jahren nichts an Schönheit verloren

Archäologen sichern Schmuckstück bei Ausgrabungsarbeiten

Die Gemme ist ein beeindruckendes Zeugnis der Geschichte. GDKE Rheinland-Pfalz

Andernach. Einen faszinierenden Fund konnten die Archäologen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, GDKE, Landesarchäologie Außenstelle Koblenz, bei laufenden Ausgrabungsarbeiten in Andernach entdecken. Seit 2008 wird das römische Hafenviertel des antiken Andernach auf dem Gelände einer ehemaligen Mälzerei ausgegraben. Vor wenigen Tagen gelang den Experten erneut ein besonderer Fund. So konnte bei der Untersuchung einer römischen Straße im antiken Straßenschotter eine winzige Gemme entdeckt werden. Hierbei handelt es sich um eine Ringeinlage aus dem frühen ersten Jahrhundert. Der Lagenachat ist ein Halbedelstein, der durch seine Farbgebung auf eine mediterrane Herkunft schließen lässt. Die filigranen Gravuren im Stein zeigen den Weingott Bacchus mit einem Mantel um die Hüften, neben ihm liegt ein Panther. In der Hand hält er einen sogenannten „Kantharos“, einen Weinmischkrug. Außerdem ist ein verzierter Thyrosstab erkennbar. Interessant ist die herausragende Handarbeit bei der Gestaltung, da der Stein lediglich 1,8 mal 0,5 Zentimeter groß ist.

Landesarchäologe Dr. Dr. Axel von Berg erläutert: „Die Ringeinlage wurde offensichtlich vor rund 2000 Jahren verloren. Vermutlich hat sich die Gemme gelöst und ist auf die damalige Straße gefallen.“

Funde belegen die große Bedeutung der Stadt

Die Ausgrabungen im antiken Hafenviertel von Andernach haben erstmals die große Bedeutung der Stadt als Handels- und Hafenstadt zur Römerzeit und im Mittelalter belegt. Heute wie damals erfolgen viele Verschiffungen von vulkanischen Gesteinen aus der Eifel und von Produkten der Region über die Stadt am Rhein. Seit 2012 sind die Arbeiten auch Teil eines Projektes, das durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG gefördert wird.

Kulturministerin Doris Ahnen freut sich über die neuen Erkenntnisse der Landesarchäologie: „Erneut erlauben uns die Funde und Befunde dieser Großgrabung einen Blick in die reiche Geschichte unseres Landes. Es ist faszinierend zu sehen, wie exakt ein Bild des damaligen Lebens durch das Engagement der Archäologen, Grabungstechniker und der ehrenamtlichen Helfer gezeichnet werden kann.“Pressemitteilung der

GDKE Rheinland-Pfalz

Die Gemme ist ein beeindruckendes Zeugnis der Geschichte. Foto: GDKE Rheinland-Pfalz

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Immer mehr Vandalismus in Bad Neuenahr-Ahrweiler

  • Jürgen Stark : Diejenige, die es betrifft lesen den Artikel eh nicht und es ist ihnen egal.
  • Efstratios Stratos Voutsidis : Ich wünsche Frau Bierstedt auch alles Gute in ihrer alten Heimat,sie war und ist eine tolle frau. Alles gute für sie und gesundheit. Viele Grüße
  • Christian Vogel: Der Bereich muss raus aus Koblenz! Neues Umfeld, neues Personal und dichter h heran an die wichtigen Entscheidungsträger. Bonn, Koblenz und die Rhein-Schienen als solches sind Geschichte und wurden...
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Kirmes in Weißenthurm
Kirmes in Weißenthurm
Mitarbeiter/in Patientenanmeldung
JGV-Fest Ringen-Bölingen
Empfohlene Artikel
Regionale Baumaterialien und eine szärkere Anlehnung an traditionelle Bauformen stärken die Identifikation der Menschen mit Andernach.
51

Andernach. Die aktuellen Abrisspläne in der Andernacher Altstadt, insbesondere in der Schafbachstraße und im Steinweg, erfüllen viele Bürgerinnen und Bürger mit Sorge. Als Regionalverband von Stadtbild Deutschland e. V. beobachten wir diese Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit und appellieren an Politik, Investoren und Planer, den besonderen Charakter Andernachs nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Mit dem traditionellen Fassanstich eröffnete Oberbürgermeister Jan Einig die Heddesdorfer Pfingstkirmes. Foto: FF
14

Volksfest findet bereits zum 150. Mal statt

Jubiläumsauflage der Heddesdorfer Pfingstkirmes feierlich eröffnet

Neuwied-Heddesdorf. Mit dem traditionellen Fassanstich eröffnete Oberbürgermeister Jan Einig, gemeinsam mit den Schaustellern, der Aktionsgemeinschaft, der Arbeitsgemeinschaft Jubiläum und natürlich den Pfingstreitern, am Samstagnachmittag die 150. Heddesdorfer Pfingstkirmes.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
400

Auch Autoinsassen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden

22.05.: Frontalcrash zwischen PKW und Motorrad: Motorradfahrer wird schwer verletzt

Zimmerschied. Am Freitag, den 22.05.2026 gegen 19:10 Uhr, kam es auf der L330 zwischen Zimmerschied und Welschneudorf zu einem Verkehrsunfall mit einem schwerverletztem Kradfahrer. Nach bisherigem Kenntnisstand kam ein Kradfahrer in einer scharfen Rechtskurve in den Gegenverkehr und kollidierte dort mit einem entgegenkommenden PKW.

Weiterlesen

Imageanzeige
Gesundheitsmagazin Kreis AW
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin AW
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin im Kreis Ahrweiler
Gesundheitsmagazin Kreis AW
Gesundheitsmagazin
Anlagenmechaniker
Innovatives rund um Andernach
Koblenzer Fashion Show
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, Mai 2026
Kirmes in Weißenthurm - KW21
Innovatives rund um Andernach
Betreuungskraft
Brunnenfest
Sachbearbeiter/in (w/m/d)