Politik | 08.02.2013

Junge Union gegen Wahlrecht mit 16

Mit 16 Jahren fehlt den Jugendlichen die notwendige Reife

Andernach. Die Junge Union (JU) spricht sich gegen eine Absenkung des Wahlalters von bisher 18 auf 16 Jahre aus. In einer offenen Diskussion unter Leitung des Andernacher JU-Vorsitzenden Dominik Schütte wurde das Für und Wider aufgezeigt, auch die Erfahrungen aus verschiedenen Bundesländern, in denen Jugendliche bereits ab 16 Jahren (bei Kommunalwahlen) wählen dürfen, flossen in die Bewertung ein. Auf Landesebene gibt es diese Regelung bisher nur in Bremen und Brandenburg.

„Das aktive Wahlrecht sollte auch künftig mit der Volljährigkeit gekoppelt sein. Es ist schwer nachvollziehbar, dass 16-jährige Jugendliche nicht einmal einen Handyvertrag unterschreiben, keinen Alkohol kaufen und kein Auto fahren dürfen, aber „demokratiemündig“ sein sollen. 21-Jährige werden gegebenenfalls nach Jugendstrafrecht verurteilt, 16-Jährige sollen nach Auffassung der Befürworter einer neuen Regelung mündig für ein aktives Wahlrecht sein. Das widerspricht sich sehr.

Im Alter von 16 Jahren fehlt den Jugendlichen noch die notwendige Reife, sie orientieren sich vielfach an anderen Vorbildern und haben nicht genug Lebenserfahrung, um komplexe politische Entscheidungen verantwortungsvoll zu treffen“, so die Junge Union Andernach.

Wer für eine Absenkung des Wahlalters argumentiert, sollte dann auch konsequenterweise die juristischen Aspekte der Volljährigkeit beachten. Denn erst mit 18 wird vor dem Gesetz die volle Verantwortung für das eigene Leben übernommen. Rein populistische Vorschläge nutzen weder der Demokratie noch den Jugendlichen. Interessant seien Umfragen unter betroffenen Jugendlichen: Wie viele davon interessieren sich für Politik, kennen die demokratischen Parteien und ihre Vertreter? Außerdem äußern sich viele Jugendliche im betreffenden Alter in Umfragen selbst kritisch zu einer Herabsenkung des Wahlalters. „Wir setzen uns dafür ein, dass sich Jugendliche politisch engagieren und beteiligen, zu diesem Zweck gibt es die Jugendorganisationen der Parteien, durch die wir uns auch in unseren Heimatorten an der politischen Willensbildung beteiligen können. Des Weiteren arbeiten wir daran, die politische Teilhabe der Jugend zu vergrößern und zu stärken“, so Schütte abschließend. Weitere Informationen über die Junge Union gibt es bei Facebook „Junge Union Andernach“.Pressemitteilung

Junge Union Andernach

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