Kirche und Ehrenamt
Kirche und Kommunalpolitik-Wo bleibt die christliche Nächstenliebe?
aus Kruft
Kruft. Mit großem Unverständnis und tiefer Fassungslosigkeit beobachten wir die aktuelle Entwicklung in unserer Pfarrei Herz Jesu Kruft. Der jüngste Vorgang, bei dem Frau Sandra Rheindorf-Weber, eine langjährig, sich für uns alle engagierte Ehrenamtliche, wegen ihrer ehemaligen Tätigkeit in der Kommunalpolitik, durch den Pfarrer und dem Pfarrgemeinderat abrupt für die Dauer von 12 Monaten von all ihren Aufgaben entbunden wurde, wirft tiefgreifende moralische Fragen auf. Eigentlich gilt doch der Grundsatz: Die katholische Kirche sollte politisch neutral bleiben. Glaube und Kommunalpolitik sind zwei völlig verschiedene Dinge, die man nicht vermischen sollte. Politische Meinungsverschiedenheiten oder persönliche Differenzen, dürfen nicht als Grundlage für den Entzug von ehrenamtlichen Tätigkeiten in der Kirche führen. Wo sind die Werte die immer in der Kirche gepredigt werden? Die Kirche lebt vom Ehrenamt und von Menschen, die anpacken. Wenn dieser persönliche Einsatz nicht mehr geschätzt wird, verlieren wir das Wichtigste was uns verbindet. Die christliche Nächstenliebe und den gegenseitigen Respekt. „Herz Jesu“ steht als zentrales Symbol für die unendliche, barmherzige und bedingungslose Liebe Gottes zu den Menschen. Von dieser Haltung ist, meiner Meinung nach, im aktuellen Handeln der Verantwortlichen leider nichts zu erkennen. Angesichts dieses seelischen Leids, die dieses Vorgehen in Kruft auslöst, drängt sich fast schon der Gedanke auf, nur den Namen des heiligen Dionysius zu verwenden. Dem Schutzpatron der sprichwörtlich „seinen Kopf hinhielt“. Die Verantwortlichen in Kruft sollten dringend überdenken, ob dieser Weg der Ausgrenzung zukunftsfähig für unsere christliche Gemeinschaft ist.