Allgemeine Berichte | 29.06.2013

80 Jahre Katholische Frauengemeinschaft Nickenich

Kraft und Zuversicht aus dem Glauben schöpfen

Gemeinsam feierten die katholischen Frauen das 80-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft.  Privat

Nickenich. Die Katholische Frauengemeinschaft Nickenich feierte ihr 80-jähriges Bestehen. Mit einer heiligen Messe, die Pastor Missong unter Mitwirkung der Frauengemeinschaft zelebrierte und die der Kirchenchor musikalisch umrahmte, dankten die Frauen, dass sie immer wieder Kraft und Zuversicht aus ihrem Glauben schöpfen konnten und so ihre Gemeinschaft untereinander vertiefen und weiterentwickeln konnten. In den Fürbitten wurde auch der verstorbenen Mitglieder gedacht. Danach traf man sich zu einem gemütlichen Beisammensein und Austausch im Pfarrheim. Petra Hörsch und Sieglinde Blasch eröffneten die Veranstaltung mit einem fiktiven Telefongespräch, in dem sie die Anwesenden begrüßten. Sie hießen alle Gäste herzlich willkommen, insbesondere Pastor Missong, Bürgermeister Busch, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Schmitz, die Vertreterinnen der Frauengemeinschaften aus Kruft und Kretz und natürlich die eigenen Mitglieder aus Nickenich. In ihren Begrüßungsworten spannte die Sprecherin der Frauengemeinschaft , Frau Blasch, einen Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft. Mit den Worten Jörg Zinks „Wer eine Hoffnung gewinnen will, muss eine Erinnerung wecken“ hielt sie Rückschau auf die Anfänge der Frauengemeinschaft im Jahr 1933, in dem drei Nickenicher Frauen, namentlich Bermel, Franziska Heinrich und Christine Christ den „Mütterverein“ gründeten, um den Frauen aus Nickenich in einer schwierigen Zeit, Gemeinschaft erfahrbar zu machen und sich gegenseitig im Alltag zu stützen. „Heute können wir dankbar auf die vergangenen 80 Jahre zurückschauen, können für all die Berufungen und Begabungen danken, die Frauen in diese Gemeinschaft eingebracht haben und damit die Gemeinschaft zu dem gemacht haben, was sie heute ist“, beschrieb Frau Blasch die Gegenwart.

Um die Bedeutung der Frauengemeinschaft auch für die Zukunft zu unterstreichen, verglich Frau Blasch diese mit einer Rose. Genau wie der kleine Prinz in der gleichnamigen Erzählung des französischen Autors Antoine de Saint-Exupéry, der sich seine Rose vertraut gemacht, indem er sie gehegt und gepflegt hat und dass die Zeit, die er für seine Rose verloren hat, seine Rose für ihn so wichtig gemacht hat, so ist auch die Frauengemeinschaft eine Rose, die gehegt und gepflegt werden will. In dieser Gemeinschaft haben heute Frauen die Verantwortung übernommen, diese Gemeinschaft in die Zukunft zu tragen. Jede Frau in ihrer Einzigartigkeit mit all ihren Begabungen, Talenten und Fähigkeiten kann sich einbringen. Die Frauen sind miteinander unterwegs in die Zukunft. Sie bringen Steine ins Rollen, stoßen Veränderungen an und sind offen für die Menschen, die ihnen begegnen gleich welchen Alters, welcher Konfession oder Herkunft. In der Frauengemeinschaft ist Platz für jede Frau. Symbolisch pflanzen die Frauen zu Ehren der Mutter Gottes einen Rosenstrauch. Die Blüten und Blätter stehen stellvertretend für die vielen Aufgaben, die die Frauengemeinschaft übernimmt. Dadurch präsentiert sich die Frauengemeinschaft vor Ort in ihrer ganzen Vielfalt, in ihrer Engagiertheit und in ihrer Arbeit. Mit einem Gebet „Die Kunst der kleinen Schritte“, ebenfalls von Saint-Exupéry, schloss Frau Blasch ihre einleitenden Worte ab. Auch für das leibliche Wohl hatten die Frauen des Vorstandsteams mit Speisen und Getränken an diesem Abend reichlich gesorgt .

„Zu einem richtigen Geburtstag gehört auch eine Geburtstagstorte“. Mit diesen Worten lud Frau Hörsch die Gäste ein, sich am Buffet zu bedienen. Pfarrer Missong und Bürgermeister Busch gingen in ihren Grußworten darauf ein, wie wichtig die Arbeit der Frauen für die Kirchengemeinde und die politische Gemeinde ist, und wünschten den Frauen für die Zukunft ein gutes Miteinander und gutes Gelingen für ihre Vorhaben. Es hatte sich an diesem Abend auch „hoher Besuch aus Rom“, direkt aus dem Vatikan, angekündigt. In ihrem Sketch begrüßten Beate Auer und Sofie Brost als Abgesandte des Papstes die Besucher in „italienischer“ und deutscher Sprache, was zur allgemeinen Erheiterung führte. Und wie sich die Zeiten geändert haben, das zeigte die Fotoausstellung, gestaltet von Inge Hardy. Fast jeder konnte sich auf den Bildern wiederfinden und viele erkannten Mütter oder Großmütter auf den zahlreichen Fotos. Für die musikalische Untermalung sorgte an diesem Abend Maritha Thalwitzer am Klavier. Ein gelungener 80-jähriger Geburtstag mit Unterhaltung und viel Zeit für die Begegnung der Frauen untereinander und anregende Gespräche. Viele Mitglieder und Gäste waren gekommen. Aber ohne die Helfer hätte dieses Jubiläum nicht gefeiert werden können.

Termine für Juli und August

Donnerstag, 11. Juli, Burgfestspiele Mayen; „Brandner Kaspar“. Abfahrt 18 Uhr „Linde“. Donnerstag, 1. August, Jahresausflug nach Köln. Besuch des Schokoladenmuseums; anschließend Stadtbummel. Abschluss: Gasthaus „Zum weißen Roß“, Bad Breisig. Abfahrt 13 Uhr an der „Linde“. Mittwoch, 14. August, Vortrag „Kräuter“ mit Matthias Alter aus Maria Laach um 15 Uhr im Pfarrheim. Anschließend Abendmesse mit Weihe der Kräutersträußchen. Vom 4. bis 6. Dezember geht es zum Striezelmarkt nach Dresden. Diese Fahrt kann aber nur zustande kommen, wenn sich mindestens 40 Personen beteiligen. Um Anmeldung bis spätestens 1. August wird gebeten. Anmeldungen an Beate Auer, Tel. 63 18.

Gemeinsam feierten die katholischen Frauen das 80-jährige Bestehen ihrer Gemeinschaft. Foto: Privat

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