Frankreichaustausch 2026
Kurfürst-Salentin-Gymnasium in Saint-Amand-les-Eaux
aus Andernach
Vom 6. bis zum 12. Mai 2026 fand der Gegenbesuch des diesjährigen Frankreichaustauschs mit dem Lycée Ernest Couteaux und dem Collège Moulin Blanc in Saint-Amand-les-Eaux statt. Bereits früh am Morgen des 6. Mai startete die Reise der Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums mit der Busabfahrt um 08:10 Uhr in Andernach. Nach einer angenehmen Fahrt erreichte die Gruppe die französische Partnerschule gegen 14:00 Uhr, wo sie herzlich von den Austauschpartnerinnen und -partnern, ihren Familien sowie den Lehrkräften empfangen wurde.
In den darauffolgenden Tagen erwartete die Schülerinnen und Schüler ein abwechslungsreiches Programm voller kultureller, geschichtlicher und zwischenmenschlicher Erfahrungen. Besonders wertvoll war dabei das tägliche Zusammenleben mit den französischen Gastfamilien. Im direkten Austausch konnten sprachliche Fähigkeiten vertieft, neue Freundschaften geschlossen und Einblicke in den französischen Alltag gewonnen werden. Viele Teilnehmende stellten fest, wie bereichernd es ist, andere Lebensweisen kennenzulernen und gleichzeitig Gemeinsamkeiten innerhalb Europas zu entdecken.
Die Exkursion nach Douai am zweiten Tag nahmen die deutschen und französischen Jugendlichen zunächst an einer historischen Stadtführung durch die Altstadt teil und erfuhren Spannendes über die Geschichte und Entwicklung der Region. Anschließend stand ein Besuch im Europahaus auf dem Programm. Im Rahmen eines Workshops beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit der Europäischen Union, ihren Institutionen und vor allem mit ihren grundlegenden Werten. Themen wie Demokratie, Frieden, Menschenrechte, Meinungsfreiheit, Solidarität und die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit wurden dabei gemeinsam diskutiert. Gerade in einer Zeit, in der europäische Verständigung wichtiger denn je erscheint, wurde den Jugendlichen deutlich, welchen Beitrag Austauschprogramme zur Demokratieerziehung und zum europäischen Zusammenhalt leisten können.
Auch die Fahrt nach Lille bot zahlreiche kulturelle und historische Eindrücke. Bei einer bilingualen Stadtrallye erkundeten die deutsch-französischen Teams gemeinsam die historische Innenstadt. Besonders spannend war anschließend die Auseinandersetzung mit dem berühmten Festungsbaumeister Vauban, dessen Spuren bis heute das Stadtbild prägen. Der Besuch des Palais des Beaux-Arts ermöglichte zudem einen eindrucksvollen Zugang zu Kunst und Kultur.
Das Wochenende verbrachten die deutschen Schülerinnen und Schüler individuell in ihren Gastfamilien. Dadurch entstanden viele persönliche Begegnungen und authentische Einblicke in das französische Familienleben. Ob gemeinsame Ausflüge, Spieleabende oder regionale Spezialitäten – die Zeit in den Familien stärkte die deutsch-französische Freundschaft auf besondere Weise.
Am Montag nahmen die deutschen Gäste zunächst am französischen Unterricht teil und konnten so den Schulalltag ihrer Austauschpartner kennenlernen. Anschließend folgte eine Führung durch Saint-Amand-les-Eaux mit Besuchen bedeutender historischer Orte wie der Tour abbatiale und der Kirche Saint-Martin. Der Empfang im Rathaus durch die Stadtverwaltung unterstrich zusätzlich die Bedeutung der deutsch-französischen Partnerschaft und des europäischen Gedankens.
Am 12. Mai hieß es schließlich Abschied nehmen: Um 08:00 Uhr trat die deutsche Gruppe die Rückreise nach Andernach an. Neben vielen schönen Erinnerungen nahmen die Schülerinnen und Schüler vor allem neue Perspektiven, interkulturelle Erfahrungen und zahlreiche neue Freundschaften mit nach Hause.
Besonders erfreulich ist zudem, dass das Austauschprojekt durch Erasmus+ gefördert wurde. Dadurch können die entstandenen Kosten größtenteils an die Eltern zurückerstattet werden. Das Programm zeigt eindrucksvoll, wie europäische Bildungsprojekte junge Menschen zusammenbringen und den europäischen Gedanken mit Leben füllen.
