Stadtrat wählt in konstituierender Sitzung ehrenamtliche Beigeordnete
Neue Bürgervertretung nimmt Arbeit auf
Andernach. Die Sitzungsatmosphäre im öffentlichen Teil kann insgesamt als entspannt, harmonisch und diszipliniert bewertet werden, das schweißtreibende Raumklima im Ratssaal des Historischen Rathauses wurde jedoch von einigen beklagt. Oberbürgermeister Achim Hütten begrüßte die Ratsmitglieder, Vertreter der Stadtverwaltung und rund 40 Bürger, die sich auf der kleinen, voll besetzten Besuchertribüne zur Freude der Akteure eingefunden hatten. „Ein Zusammenhalt, eine Gemeinsamkeit führt dann letztlich auch zum Erfolg“, stellte Hütten mit Blick auf den Teamgeist der deutschen Fußball-Nationalmannschaft fest und wünschte sich dies auch für die Zusammenarbeit im Rat, der von den Andernachern im Mai für die Wahlperiode 2014/2019 gewählt wurde.
Ratsmitglieder verpflichtet
Mit Handschlag verpflichtete der OB als „Organ der Stadt Andernach“, wie er ausdrücklich betonte, die 36 Ratsmitglieder gemäß Gemeindeordnung auf die Erfüllung ihrer Pflichten. Der Stadtrat ist, wie folgt, besetzt: CDU-Fraktion 14 Sitze, SPD-Fraktion zwölf Sitze, FWG-Fraktion vier Sitze, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen drei Sitze, FDP ein Sitz, Die Linke ein Sitz, REP ein Sitz. Die ausgeschiedenen Ratsmitglieder und ehemaligen Beigeordneten werden zu einem späteren Zeitpunkt verabschiedet.
Ehrenamtliche Beigeordnete gewählt
In drei getrennten Wahlgängen wurden die von den Fraktionen vorgeschlagenen, ehrenamtlichen Beigeordneten gewählt. Neben dem Oberbürgermeister und dem hauptamtlichen ersten Beigeordneten, Bürgermeister Claus Peitz, repräsentieren diese die Stadt bei öffentlichen Anlässen. In diese Aufgabe wurden gewählt der Andernacher Albrecht Schmitz (CDU) und als seine Vertreter der Eicher Reiner Naidhöfer (SPD) sowie der Miesenheimer Winfried Günther (FWG), die von Achim Hütten ernannt, vereidigt und eingeführt wurden. Den drei ehrenamtlichen Beigeordneten ist kein Geschäftsbereich in der Stadtverwaltung zugewiesen. Albrecht Schmitz hatte zuvor sein Stadtratsmandat niedergelegt, sodass „Nachrücker“ Jürgen König seinen Sitz in der CDU-Fraktion einnehmen konnte.
Beiräte besetzt und Beschlüsse gefasst
Auf Vorschlag des Seniorenbeirats und mit Zustimmung des Stadtrates wurde das SPD-Ratsmitglied Rudolf Bannert in den Kreisseniorenbeirat Mayen-Koblenz entsandt. Jürgen Schartmann (Die Linke) fungiert als sein Vertreter. Der Stiftungsrat der Bürgerstiftung Andernach setzt sich auf Beschluss des Stadtrates wie folgt zusammen: Horst Homuth (Stifter), Dr. Peter Helmling, Alexa Heinen, Dr. Hans-Georg Hansen, Rudolf Bannert, Raphaela Reif und Dr. Christoph Henrichsen. Allen Beschlussvorschlägen zu Regularien wie z.B. der Hauptsatzung der Stadt Andernach, der Geschäftsordnung des Stadtrates und zu Satzungsänderungen wurde einstimmig bzw. mehrheitlich zugestimmt. Im Verlauf der Sitzung informierte Oberbürgermeister Hütten den Rat über die derzeitige besorgniserregende Situation in Andernachs israelischer Partnerstadt Dimona, inmitten der Krisenregion Israel/Palästina. Eine dort, in Stadtnähe, liegende Atomanlage wurde von Raketen getroffen. Besonders Kinder und die ältere Bevölkerung seien sehr beunruhigt. Der Stadtrat behandelte im sich anschließenden nichtöffentlichen Teil seiner Sitzung weitere Tagesordnungspunkte.
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Neues und „altes“ Leben im Ratssaal des Historischen Rathauses.
Sie repräsentieren jetzt die Stadt: (v.l.) Oberbürgermeister Achim Hütten, die Beigeordneten Albrecht Schmitz, Reiner Naidhöfer, Winfried Günther und Bürgermeister Claus Peitz.
