Impulsvortrag am 09.10.2026 im Stammbaum in Andernach
Symbole, Codes und Kleidung der rechten Szene
aus Andernach
Andernach. Glatze, Springerstiefel, Bomberjacke und dazu der Soundtrack von Rammstein: Die rechts-radikalen Klischees der 80-ger und 90-ger Jahre haben sich überholt. Längst ist die rechte Szene in der Mitte der Gesellschaft angekommen, trägt unverdächtige Markenklamotten und nutzt Rap-Musik, Punk und Reggae-Rhythmen, um Gewaltfantasien gegen Personengruppen und fremdenfeindliche Hetzparolen zu transportieren.
Wie kann man Rechtsextreme trotzdem zuverlässig erkennen? Gibt es noch so etwas wie einen rechten Lifestyle? Und welche Symbolik, Codes und Kleidung finden sich heute in scheinbar bürgerlichen Gruppen, die rechtsradikale Inhalte vertreten?
Bastian Drumm, Sozialarbeiter und Demokratie-Aktivist aus Kusel, weiß, welche vermeintlich harmlose Handzeichen Rechte mittlerweile nutzen, um über Social Media in Videos ihre Weltanschauung zu transportieren.
Der 44-jährige beobachtet die Szene seit Jahren genau und setzt sich bereits seit seiner Schulzeit gegen Rechtsextremismus ein und für eine offene und tolerante Gesellschaft. Dafür wird er oft angefeindet. Für sein Engagement gegen Rechtsextremismus erhielt der Mitorganisator des „Kein Bock auf Nazis“-Festivals in Kusel bzw. Zweibrücken 2023 den Hans-Frankenthal-Preis der „Stiftung Auschwitz-Komitee“.
In seinem Impulsvortrag gibt Bastian Drumm Tipps, wo man die Augen offenhalten muss, um die Feinde unserer Demokratie früh zu identifizieren. Nur so gelingt es, menschenverachtenden Weltbildern entschlossen zu begegnen, bevor sie möglicherweise zunächst unbemerkt unsere Gesellschaft unterwandern.
9. Oktober 2026, 19 Uhr: Impulsvortrag mit anschließender offener Diskussion. Stammbaum, Marktgasse 1, 56626 Andernach
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Demokratie-Aktivist: Sozialarbeiter Bastian Drumm Foto: privat