Einweihung mit Minister Roger Lewentz in Burgbrohl gefeiert
1. Bauabschnitt Brohltalaue-Ost eröffnet
Burgbrohl.Die Brohltalaue sei ein wichtiger Baustein im Sanierungskonzept von Burgbrohl betonte der rheinland-pfälzische Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, Roger Lewentz, bei der Eröffnung des 1. Bauabschnitts in Burgbrohl.
Bei strahlendem Sonnenschein konnte Ortsbürgermeister Walter Schneider zahlreiche Gäste zur Eröffnung des ersten Bauabschnitts der Brohltalaue-Ost in Burgbrohl willkommen heißen. Neben dem Minister des Innern, für Sport und Infrastruktur, Roger Lewentz, waren die Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtags Marcel Hürter, Guido Ernst und Horst Gies ebenfalls gekommen, um das Ereignis zu feiern. Ortsbürgermeister Schneider hieß neben den Bürgern, den Nachbarn und Vertretern der den Bau ausführenden Firmen auch die Ortsbeigeordneten, Ratsmitglieder, Geschäftsführer Dr. Karl Tack (Fa. Rhodius), von den Marienhaus-Kliniken den kaufmännischen Leiter der Brohltalklinik Klaus Wilhelm sowie die Familie Wagner herzlich willkommen. Einen besonderen Willkommensgruß richtete er an den Burgbrohler Ehrenbürger Manfred Rhodius. In seinen Grußworten ging Ortsbürgermeister Schneider noch einmal auf das Projekt der Brohltalaue-Ost ein, das in zwei Abschnitte gegliedert wurde. Er dankte dabei der Firma Rhodius für die Bereitstellung des Grund und Bodens für den 1. Bauabschnitt sowie den Eheleuten Wagner und den Marienhaus-Kliniken für die Veräußerung der erforderlichen Flächen insbesondere im 2. Bauabschnitt.
Mehr Freizeitmöglichkeiten
„Mit der Grünanlage Brohltalaue Ost ist eine wichtige Einzelmaßnahme der Ortskern-Sanierung in Burgbrohl fertig gestellt“, so Innenminister Roger Lewentz bei der Einweihung eines weiteren Bausteins des städtebaulichen Sanierungs- und Erneuerungsprojektes. Die Ausschreibung für den 2. Bauabschnitt soll im Herbst erfolgen. Derzeit wird ein Teilstück des Brohlbach in der Grünanlage durch den Landkreis Ahrweiler renaturiert.
Im Mittelpunkt der Stadterneuerung in Burgbrohl stehe das Sanierungsprojekt „Ortskern“ mit einer Fläche von rund neun Hektar, erläuterte der Minister. Ziel sei der Ausbau und die Sicherung von Grundversorgung und Infrastruktur, die Stärkung des Tourismus und die Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten. Im Jahr 2011 wurde Burgbrohl dazu in das Programm „Ländliche Zentren - Kleinere Städte und Gemeinden“ übergeleitet. Im Rahmen der städtebaulichen Erneuerung flossen seit 1999 bereits 2,5 Millionen Euro Fördermittel nach Burgbrohl. Dazu noch einmal 245.000 Euro aus dem Investitionsstock des Landes.
Minister Lewentz, der zuvor die ortsansässige Firma Heuft besuchte hatte, sah es als gutes Zeichen, wenn, wie im Beispiel der Firmen Rhodius und Heuft zu sehen, Leistung und wirtschaftlicher Aufschwung in der Verbundenheit zum Standort zum Ausdruck kämen.
„Wir brauchen Unternehmen, die sich aus der Region entwickeln“, erklärte der Minister. Das Land sei bemüht, die Gemeinden zu unterstützen, die die Voraussetzungen schafften, dass Menschen in der Region Arbeit und Wohnsitz verbinden. „Für die Entwicklung muss das gesamte Umfeld stimmig sein“, so Lewentz. Ehrenbürger Manfred Rhodius ging noch einmal auf den Standort ein. „Hier an dieser Stelle begann die Entstehungsgeschichte und der Erfolg der Firma Rhodius. Hier erwarb mein Ururgroßvater 1826 die erforderlichen Grundstücke und hier befindet sich noch heute die größte Quelle des Unternehmens“, erläuterte Manfred Rhodius. Gerne habe man der Ortsgemeinde im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen das Gelände zur Verfügung gestellt, wies er auf die gute Zusammenarbeit der Firma Rhodius mit der Ortsgemeinde hin.
1,4 Millionen Euro investiert
Anschließend gaben die Ehrengäste mit der Durchtrennung des obligatorischen Absperrbandes den ersten Bauabschnitt der Brohltalaue-Ost offiziell frei. Insgesamt umfasst das Projekt Brohltalaue-Ost in den beiden Bauabschnitten ein Bauvolumen von ca. 1,4 Mio. Euro, wovon 1,1 Mio. Euro als förderfähig anerkannt seien, erklärte Städteplaner Heichel von der Planergruppe Heichel. Auf die förderfähigen Kosten erhalte die Ortsgemeinde einen Zuschuss in Höhe von 75 Prozent.
Die restlichen Kosten entfallen auf die Ortsgemeinde Burgbrohl, die hier im Ortskern eine Begegnungsstätte von Jung und Alt schaffen will. Im ersten Bauabschnitt wurden jetzt neben den öffentlichen Parkplätzen ein Kunstrasenkleinspielfeld, ein Wasserspielplatz sowie ein Trinkbrunnen in Form eines Kegels fertig gestellt. Zudem wurde bereits aus dem 2. Bauabschnitt die Brückenanlage über den Brohlbach errichtet.
Kegel symbolisieren Bohrtürme
Im 2. Bauabschnitt wird im Frühjahr des kommenden Jahres der Erholungsbereich einer Parkanlage mit einem Geysir errichtet. Insgesamt werden nach Fertigstellung der Maßnahme acht Kegel mit je einer unterschiedlichen Bedeutung wie z.B. den Trinkbrunnen, das Kleinspielfeld, den Wasserspielplatz, den Übergang, den Geysir usw. auf der Anlage errichtet sein. Die Kegel wurden als Symbol gewählt, um an die Kohlensäuregewinnung zu erinnern. Sie sollen die alten Bohrtürme symbolisieren. Die ganze Anlage wird barrierefrei errichtet und somit allen zugänglich sein. Die Bauzeit für den 2. Bauabschnitt wird mit zwölf Monaten angegeben und somit der Bauzeit des ersten Abschnitts entsprechen.
Nach einem Rundgang durch den abgeschlossenen Bereich suchte man den schattigen Bereich auf der Parkplatzfläche auf, in dem die 5/4-Damen Burgbrohl mit erfrischenden Getränken aufwarteten.
Sie gaben den ersten Bauabschnitt der Brohltalaue-Ost offiziell frei (v.l.): Bürgermeister Johannes Bell, Geschäftsführer Dr. Karl Tack, Ortsbeigeordnete Monika Esser, Ortsbürgermeister Walter Schneider, Ehrenbürger Manfred Rhodius, MdL Marcel Hürter, Minister Roger Lewentz, MdL Horst Gies, MdL Guido Ernst und Ortsbeigeordneter Alfred Gail.Fotos: WK
Minister Roger Lewentz bei der Eröffnung des 1. Bauabschnitts der Brohltalaue-Ost in Burgbrohl.
Der Wasserspielplatz bot bei den hochsommerlichen Temperaturen auch Bürgermeister Johannes Bell, MdL Horst Gies, Minister Roger Lewentz, Ehrenbürger Manfred Rhodius, Ortsbürgermeister Walter Schneider und MdL Marcel Hürter (von r.) etwas Schatten und Kühlung.
