Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V.
„Amól is gewesen“
Niederzissen. Am 9. November, 19 Uhr, gastiert Max Erben in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen. Mit diesem Programm knüpft er an die große Tradition des jiddischen Kabaretts an. In lockerer Folge wechseln Lieder, witzige und - einmalig für Deutschland - jiddisch vorgetragene Anekdoten, die den Zuschauern im Original erst den sprichwörtlich gewordenen jüdischen Humor vermitteln.
Vor dem Geiste der Zuhörer entsteht das osteuropäische Städtl mit seinen Heiratsvermittlern, seinen kleinen Handwerkern, mit den verliebten Maidlech und den Studenten mit Schläfenlocken, die einzig wegen ihrer Gelehrsamkeit als Bräutigam begehrt waren. Da lacht man über die zu ehrgeizigen Eltern, die in ihrem Geige spielenden Jüngelech gleich einen Virtuosen sehen wollen, und spöttelt über die naiv gläubigen Anhänger der chassidischen Rabbiner. Die Freude an den Festen und Feiern des Städtl teilt sich mit, aber auch Trauer bei dem Gedanken, dass diese Welt des osteuropäischen Judentums für immer ausgelöscht wurde. Einlass ist ab 18 Uhr. Kartenreservierungen beim Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V., Tel.: (0 26 36) 64 82.
