Tourist-Information Brohltal informiert
Auf den Spuren der Laacher Glutlawinen
Brohltal. Gestartet wird am Sonntag, 27. April um 9.15 Uhr am Wiesen-Parkplatz unterhalb des Viadukts am Jägerheim, ganz im Mittelpunkt der dramatischen Ereignisse, die dort nach dem Laacher See Vulkanausbruch vor knapp 13000 Jahren stattfanden. Die pyroklastischen Ströme und Glutlawinen, die sich vom nördlichen Kraterrand aus durch das Tönissteiner Tal, Gleesbachtal und Brohltal wälzten, und beim Zusammentreffen das Tal bis zu einer Höhe von 60m ausfüllten. Mit großer Geschwindigkeit und enormer Hitze, mobilisiert durch flüchtige heiße Gase, rasten die voluminösen Massen Richtung Rheintal.
Was der bekannte Vulkanologe Prof. H.U. Schminke und seine jüngere Kollegin Cornelia Park in ihrem Artikel „APOKALYSE IM RHEINTAL“ beschreiben, lässt den interessierten Leser und Wanderer den Atem anhalten. Ein großer, ca. 27m hoher, stabiler Wall bei Brohl/aRh., bestehend aus Bims und anderen enormen Tephramassen, und zwischenzeitliche Dämme bei Andernach und Koblenz stauten damals den Rhein. Ein riesiger See entstand in der Mittelrheinregion mit einer Gesamtfläche ca. 140 Quadratkilometern, der sich bis in die Mainzer Region erstreckte. Nach dem Dammbruch ergoss sich eine 10 bis 15m hohe Flutwelle rheinabwärts und hinterließ Zerstörungen unvorstellbaren Ausmaßes. Wanderroute: Parkplatz Viadukt am Jägerheim - Trasshöhlen - Bad Tönnistein - Wolfsschlucht - Römerbrunnen - Abbau Kunksköpfe - Burgbrohl - Jägerheim.
Die Wandertour von ca. 8 km Länge dauert ca. vier Stunden. Festes Schuhwerk und der Witterung angepasste Kleidung werden vorausgesetzt. Eine Anmeldung ist nur für größere Gruppen erforderlich. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Gefahr. Weitere Informationen: Tourist - Information Brohltal, Tel.: (0 26 36) 19 433 oder H.J. Müller- Betz, Tel.: (0 26 36) 82 67.
