Fußball - Rheinlandliga - SG Bad Breisig
Breisig überrennt SG 2000 Mülheim-Kärlich
Mülheim-Kärlich. Am Ende des Spieles war die Erleichterung mit Händen greifbar. So gelöst und gelassen hat man die Spieler von Trainer Ilkay Keskin in den letzten Wochen nicht mehr gesehen. Die Breisiger mussten bei der SG Mülheim Kärlich antreten. Diese waren gut in die Saison gestartet und wollten auch den Nachbarn vom Rhein zeigen, wer Herr im Sesterhennstadion ist.
Entsprechend legte die Mannschaft auch los. Ilkay Keskin musste in der Abwehr umstellen, da Stephan Krist krankheitsbedingt ausfiel. So musste Melf Hargens in der Innenverteidigung ran. Bereits in der ersten Minute ging er etwas ungestüm in einen Zweikampf und verursachte damit einen Elfmeter. Diese Chance ließen sich die Gastgeber nicht nehmen und gingen damit schon früh in Führung. Entgegen der Erwartungen warf dies die Gäste allerdings nicht aus der Bahn. Sie zogen ihr gewohnt gutes und druckvolles, wenn auch bislang nicht von Erfolg gekröntes, Spiel auf und belohnten sich schließlich selbst. Schon in der 4. Minute erzielte Alper Dogan auf Steilpass von Edis Alioglu, den Ausgleich. In der 7. Minute schoss Jan Rieder einen Freistoß in Richtung Mülheim-Kärlicher Tor. Dieser wurde von der Mauer abgefälscht und landete genau vor den Füßen von Edis Alioglu, der den Ball in den Maschen unterbringen konnte. Der Jubel war riesengroß und das halbe Stadion war aus dem Häuschen. Die Mannschaft um Kapitän Florian Lückenbach hielt den Druck auch weiterhin hoch und belohnte sich in der 14. Minute erneut. Nach einem tollen Zuspiel aus dem Mittelfeld leitete Jan Rieder per Direktabnahme von der linken Seite den Ball auf den Kopf von Alper Dogan. Dieser hatte kaum Mühe das dritte Tor für Bad Breisig zu erzielen. Im Anschluss gab es noch einige Großchancen für die Breisiger, die der Torwart der Heimmannschaft jedoch abwehren konnte. So auch den fulminanten Schuss von Jan Rieder in der 41. Minute.
Der Trainer von Mülheim-Kärlich war mit seiner Mannschaft sichtlich unzufrieden, hatte sich seine Mannschaft doch kaum eine nennenswerte Chance herausgespielt. Bereits in der Pause wechselte er zwei Mal aus. Aber auch diese Auswechslungen beeindruckten die Quellenstädter nicht weiter. Sie setzten die Mannschaft aus der Nachbarstadt weiter unter Druck und ließen selber nicht viele Schüsse des Gegners zu. Nach den kurzzeitigen Schwierigkeiten zu Anfang des Spieles stand die Verteidigung mit Akcakoca, Hargens, Begen und Remark sehr sicher, sodass Torwart Michael Prangenberg zum ersten Mal in der 80. Minute richtig eingreifen musste.
Zu guter Letzt war es dann Giovanni Lubaki, der einen Pass von Sead Siljkovic aufnahm und sich alleine auf dem Weg zum Tor machte. Trotz eines Fouls im Strafraum ließ er sich nicht beirren und schloss den Konter kurz vor Ende der Partie mit dem 4:1 ab. Trainer Keskin war nach dem Spiel ganz aus dem Häuschen: „Die Systemumstellung hat ihre Wirkung gezeigt, wir haben endlich mal die Tore gemacht und die Punkte verdient mitgenommen. Jetzt haben wir das nötige Selbstbewusstsein und werden so manch einem Gegner noch ein Beinchen stellen!“
Ein Lob der Mannschaft geht auch an die vielen Gästefans, die in Mülheim-Kärlich mächtig positive Stimmung gemacht haben. „Daran sieht man, dass sie die Mannschaft noch nicht abgeschrieben haben und hinter ihr stehen,“ meinte Kapitän Florian Lückenbach nach dem Spiel, als alle noch lange zusammenstanden und den Sieg feierten.
