Riesiger Besucherandrang beim „Tag der offenen Tür“ in Maria Laach
Die Benediktinerabtei gewährte Einblicke
Die Tore standen offen zu Bereichen, die sonst für Besucher verschlossen bleiben
Maria Laach. Im Rahmen der diesjährigen Laacher Festwoche hatte Maria Laach am letzten Samstag zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen und hunderte Besucher, die z.T. von weither angereist waren, hatten bereits in den frühen Morgenstunden Mühe, einen Parkplatz in der Nähe des Klosters zu finden. Während sich vor der Zufahrt zum großen Parkplatz am Hofladen riesige Autoschlangen bildeten, versuchten viele Gäste sich einen der offiziellen Parkplätze auf dem Gelände unweit des ehemaligen Naturfreundemuseums zu sichern, was jedoch bereits gegen 11 Uhr völlig aussichtslos war. So kam es denn auch, dass die Seitenstreifen der Zufahrtsstraßen in Richtung Bell, Mendig und Nickenich allen Verbotsschildern zum Trotz zugeparkt wurden. Nachdem um 10 Uhr ein heftiger Platzregen den Erfolg des Tages zunächst infrage gestellt hatte, zeigte sich eine halbe Stunde später die Sonne am mitunter fast wolkenlosen Himmel, sodass weite Teile des Klostergeländes sich in strahlendem Glanz präsentierten konnten. Die Besucher erhielten Einblicke in viele Bereiche der Abtei Maria Laach, die ansonsten verschlossen sind, wie die Sakristei, den Kukullenraum (Die Kukulle ist das eigentliche Mönchsgewand, das jeder Mönch bei der Feierlichen Profess bekommt), den Kreuzgarten und Kreuzgang, den Kapitelsaal und das Refektorium und konnten sich so ein Bild davon machen, wie das Klosterleben im 21. Jahrhundert aussieht. Schauwerkstätten, Aktionen, Filmvorführungen und handwerkliche Darbietungen in den Betrieben sowie ein Flohmarkt „Kunst & Kurioses“ ließen den Tag wie im Fluge vergehen.
Abtswiese lud zum Verweilen ein
Auf der sogenannten „Abtswiese“, die sich im östlichen Teil der Klausur befindet und auf der Wiese neben der Klostergärtnerei waren eigens für diesen Tag Tische und Bänke aufgestellt worden, sodass die Besucher das einzigartige Ambiente bei herrlichem Sonnenschein ausgiebig genießen konnten. Gekrönt wurde das, für viele unvergessliche Erlebnis, mit Spezialitäten und kulinarischen Köstlichkeiten aus der Eifel, die hier an Außenständen des Seehotels angeboten wurden. Eines ebenso großen Zuspruchs erfreute sich auch die Fischerei Maria Laach, die an einem eigenen Stand mit köstlichen Laacher See Spezialitäten, unter anderem mit feinen Felchen vom Grill, vertreten war.
Nach einigen kurzen Regenschauern, die den Besuchern jedoch nichts anhaben konnten, endete der „Tag der offenen Tür“ mit einem Open-Air-Abschlussgottesdienst auf dem Abteivorplatz.
Dipl.-Ing. Regine Eckenroth aus Münstermaifeld-Keldung gab in der Klostergärtnerei Tipps für eine lebendige Gartengestaltung.
Die Kunstschmiede zeigte zu jeder halben Stunde Schmiedevorführungen.
Im Innenhof des neuen Bibliotheksmagazins bot ein Flohmarkt „Kunst und Kurioses“.
Auch die in der Klausur liegende Glockengießerei konnte besichtigt werden.
Wunderbare Keramik - Arbeiten aus der hauseigenen Werkstatt zählten zu den vielen „Schätzchen“, die gegen ein geringes Entgelt erworben werden konnten.
