Allgemeine Berichte | 02.04.2013

Kinder ziehen mit „Klappern“ durch die Straßen

Die Glocken waren in Rom

Alter österlicher Brauch wird durch die Messdiener erhalten

Wie diese Gruppe zogen in Waldorf die Kinder mit ihren Klappern durch den Ort, um den Ruf der Glocken zu ersetzen.WK

Waldorf. In der hiesigen Region ziehen an den Kartagen einer alten Tradition zur Folge mit Klappern durch die Straßen ihrer Heimatorte. Damit ersetzen sie das Glockengeläute von Gründonnerstag bis zur Osternacht zu bestimmten Tageszeiten. Im Volksmund heißt es dann: „Die Glocken sind nach Rom geflogen“. Erst zum Gloria in der Osternachtsmesse ertönen sie wieder. Damit aber die Leute in der Zwischenzeit wissen, wie viel Uhr es ist, gehen in vielen Orten die Kinder mit ihren Klappern durch den Ort und zeigen den Leuten die Zeit an. Bereits zurzeit von Karl dem Großen um das Jahr 800 wurde dieser uralte, christliche Brauch gepflegt wurde und hat sich in vielen Gemeinden unserer Region bis heute erhalten. Auch in Waldorf gehört das „Klappern“ zur Tradition und wird von den Messdienern und den jüngeren Kindern unter der Aufsicht der Obermessdiener gehegt. So verkündeten sie am Karfreitag und Karsamstag der Dorfbevölkerung das „Aufstehen“ am Morgen, die Mittagszeit und den Feierabend. Ebenso rief man die Gläubigen zur diesjährigen Karfreitagsliturgie mit den Klappern in die Kirche. Aufgeteilt in mehrere Gruppen zogen die Kinder durch den Ort und hegten den alten Brauch, worüber sich besonders die älteren Mitbürger freuten.

Wie diese Gruppe zogen in Waldorf die Kinder mit ihren Klappern durch den Ort, um den Ruf der Glocken zu ersetzen.Foto: WK

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