Volles Haus beim Seniorenfest der Quellenstadt
Drei Stunden Geselligkeit und viel fröhliche Unterhaltung
Bad Breisig. Lange Jahre bot das in der Quellenstadt stationierte Motorschiff „Arenfels“ die Gelegenheit, an jeweils einem Spätsommertag mit den Senioren der Stadt ein paar Stunden über den Rhein zu schippern - alljährlich ein großes geselliges Fest, auf das sich die alten Leute freuten. Das Schiff gibt es nicht mehr, und so mussten sich die Verantwortlichen im „Rathaus der Bürger“ sich etwas Neues einfallen lassen, um dem alljährlichen Seniorenfest einen anderen Rahmen zu geben. Organisatorin Elfi Vorbau hatte die Idee, dafür die Gastfreundschaft des Rheinhotels „Vier Jahreszeiten“ in Anspruch zu Nehmen. Am letzten Montag fand nun das Seniorenfest im neuen, durchaus aufwendigen Ambiente statt, und der Nachmittag wurde ein voller Erfolg. Rund 400 Bürger waren dem Ruf der Stadt gefolgt und erlebten einen Nachmittag fröhlichen Miteinanders. Nicht nur Kaffee und Kuchen hoben die Stimmung - Elfi Vorbau hatte ihre Verbindungen spielen lassen und das eine oder andere an Unterhaltung auf die Bühne gezaubert. Zunächst begrüßte die Stadtbürgermeisterin ihre Bürger und gab ihrer Freude über das volle Haus Ausdruck. Brunnenkönigin Maren Kraus war der optische Fixpunkt des Tages und fand charmante Worte der Begrüßung. Süß sodann der Auftritt von 22 Kindern einer Gruppe der Kita „Sonnenschein“, die mit einer Folge von hübschen Liedern und Tänzen die Gesellschaft begeisterte. Der katholische Pastor Günter Maarmann kleidete seine Grußworte in eine hübsche Geschichte, die sich beispielhaft mit der Gefühlswelt von alten Leuten befasste. Fazit: „Glückliche Erinnerung kann man nicht kaufen!“ Schelmisch war die anschließende Story von Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach, der mit Beispielen aus der Tierwelt den Lebenslauf des ach so geplagten Mannes nachzeichnete und so die Lacher auf seiner Seite hatte. Weidenbach wies aber auch auf die positiven Aspekte des neuen Veranstaltungsraums hin: „Bei den bisherigen Schiffstouren waren die Teilnehmer über mehrere Etagen verteilt, das schadete der Geselligkeit. Hier sind alle Teilnehmer in einem schönen Saal beisammen, und so kann auch ein Bühnenprogramm sie alle gleichzeitig erreichen. So konnte auch der Oberbreisiger Mundart-Poet Robert Hoss die Gesellschaft mit einer Geschichte unterhalten, die den heutigen „Behörden-Schlamassel“ so recht auf die Schippe nahm. Da hatten die alten Leute ihren Spaß. Wilhelm Schmidt, ein Senior, der sich als alter Kölner outete, sang für das Publikum ein typisch kölsches „Krätzjen“. Hans-Joachim Kraussen erwies sich als unterhaltsamer Troubadour mit seiner Gitarre und sang bekannte und eigene Lieder, zum Schluss mit allen zusammen ein altes Fahrtenlied der Pfadfinder. Zum guten Schluss hatte Elfi Vorbau die von Kerstin Kübler trainierten „Tanzhühner“ des Turnvereins mobilisiert, und die hübschen Mädchen tanzten sich in die Herzen der Senioren. Bürgermeisterin Gabriele Hermann-Lersch hatte mittlerweile durch Umfragen die ältesten der Alten heraus gefunden. Es waren Hanneliese Jäger, Maria Hönnekes und Hedwig Brandenburg bei den Frauen und Philipp Jakob, Walter Knispel und Wilhelm Schmidt bei den Männern. Sie alle erhielten ein Geschenk der Stadt. Nach drei Stunden geselligen Zusammenseins verabschiedeten sich alle, die dabei waren, mit einem herzlichen „Dankeschön“ an die Organisatoren.
