Ausstellung in einem Schaufenster in Bad Breisig ist sehenswert
Eine Demonstration für den Frieden
Bad Breisig. Der quellenstädtische Unternehmer Walter Buhr (alt-eingesessene Firma für Heizungs- und Energietechnik) ist ein vielseitig interessierter, darüber hinaus kunstbeflissener Bürger. Seit Jahren ist er in der Gemeinschaft Bad Breisiger Künstler aktiv und hat sich dort einen Namen gemacht, besonders mit künstlerisch anspruchsvollen Fotografien. An der Zehnerstraße unterhält er ein großes Schaufenster, das er regelmäßig für öffentliche Präsentationen seiner sehenswerten Arbeiten - meist Porträts und Landschaftsfotos in Großformat - nutzt. Zuweilen widmet er seine Ausstellung auch themenbezogenen, sehenswerten Installationen. Vor einiger Zeit hatte Walter Buhr bei einem Museums-Besuch die beeindruckende Skulptur eines amerikanischen Kriegsberichters aus dem Ende des zweiten Weltkriegs entdeckt: Amerikanisch GI’s richten in Siegerpose in Japan den Mast mit der US-Flagge auf und demonstrieren damit: Die große, weltumspannende Schlacht ist geschlagen - das Feld für friedliche Zeiten ist bereitet.
Das Bild ließ den Bad Breisiger Künstler nicht mehr los. Er bannte es auf den Chip seiner Kamera und machte das Foto jetzt zum Mittelpunkt einer umfassenden Kunst-Installation in seinem Schaufenster. Symbolisch umgab er das aufrüttelnde Bild mit Logos verschiedener Religionen, mit abgelegten Waffen, verschossenen Patronen und verbalen Appellen für die Erthaltung von friedlichen Zeiten. In einer von ihm selbst inspirierten Vernissage stellte Walter Buhr jetzt seine Gedanken und die daraus resultierende Gesamt-Installation einem Kreis geladener Gäste vor, darunter auch Verbandsbürgermeister Bernd Weidenbach, sonstige Honoratioren öffentlichen Lebens und Freunde aus der quellenstädtischen Künstler-Familie. In einer Ansprache im nahe gelegenen Gasthaus „Pomm & Pasta“ hielt er ein an der fotografierten Situation orientiertes feuriges Plädoyer für den Frieden in der Welt, für Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft.
Den Appell zum friedfertigen Miteinander solle die Kunst - Installation unterstützen. Bürgermeister Bernd Weidenbach zeigte sich durchaus beeindruckt von der individuellen und imponierend umgesetzten Initiative eines seiner Bürger. „Wenn jeder an seiner Stelle etwas so Gutes tut für das friedliche Miteinander, dann ist viel gewonnen !“ Im Anschluss an das mit einem Imbiss verschönte Zusammensein mit dem von seiner Idee erfüllten Gastgeber erfolgte die Besichtigung der Installation, zu der Walter Buhr noch viel Hintergründiges ausführte. Kaum einen der Teilnehmr ließ die Begegnung mit der künstlerisch so vollendet gestalteten Friedensbotschaft unbeeindruckt. „Jeder von uns ist gehalten, das Seine für den Frieden zu tun“, war die abschließende Mahnung des Künstlers. FA
