Brohl-Lützinger Gemeinderat traf sich auf Antrag der FWG zu einer Dringlichkeitssitzung
Freie Fahrt durchs Lammertal
Sperrungen wurden aufgehoben und geplante Schranke abgelehnt
Brohl-Lützing. In einer von der FWG - Fraktion des Brohl-Lützinger Gemeinderates beantragten und am vergangenen Donnerstagabend durchgeführten Dringlichkeitssitzung des Gemeinderates ging es ausschließlich um die umstrittene Verbindungsstraße „Im Lammertal“, eine Strecke, die sowohl von Brohl-Lützinger Bürgern als innerörtliche Verbindung, als auch von zahlreichen Pendlern als Durchfahrt vom Brohltal zum Rhein genutzt wird. Mit Beschluss vom 12. September war diese Straße für den Durchgangsverkehr gesperrt worden, nach dem Willen des Gemeinderates jedoch nicht für die Brohl-Lützinger Bürger. Dass dies nicht geht, mussten die Autofahrer erfahren, denen die Polizeibeamten munter „Knöllchen“ verteilten, egal, ob die Verkehrsteilnehmer aus Brohl oder Niederlützingen kamen.
Die Vollsperrung der B412 zwischen der Einmündung K69 bis zum Ortseingang von Brohl, die das Landesamt für Mobilität für die kommende Woche angeordnet hat, drohte nun die Situation zu verschärfen, da weite Umwege für die Autofahrer zu befürchten sind. Um das illegale Befahren durch die Anliegerstraße „Im Lammertal“ und anschließende Regressansprüche der Ortsgemeinde zu verhindern, beschloss das Landesamt für Mobilität kurzerhand, diese Straße mit einer Schranke zu sperren . Das rief die FWG im Gemeinderat auf den Plan . Sie beantragte kurzfristig eine Gemeinderatssitzung und forderte, diese Sperrung nicht zuzulassen. Dass dieses Thema ganz oben bei den Bürgern des Doppelortes steht, bewiesen die rund einhundert Zuhörer, die sich zu Beginn der Sitzung in den Saal des Rathauses drängten. In einer zum Teil sehr heftigen Diskussion stellten die einzelnen Fraktionen ihre Standpunkte dar.
Der Erste Beigeordnete Michael Schäfer, der die Sitzung in Vertretung der Ortsbürgermeisterin Christel Ripoll leitete, begründete die Entscheidung damit, dass die Straße bereits jetzt in einem sehr maroden Zustand sei und der Gemeinde das Geld für eine Wiederherstellung fehle. Diese Auffassung teilte auch Ortsbeigeordneter Dieter Korte, der das hohe Verkehrsaufkommen in dieser Straße stark kritisierte und für eine Vollsperrung in der Bauphase der 412 plädierte. Anders die FWG. Reiner Mosen übte harsche Kritik an der Informationspolitik der Verwaltung, die eine so weitreichende Entscheidung nicht durch den Rat autorisieren lasse und Paul Delfs stellte sogar die Abwanderung einer Brohler Firm a in Aussicht, wenn hier wichtige betriebliche Abläufe ins Stocken geraten würden. Für die CDU - Fraktion entgegnete Josef Hommen, dass der Beschluss des Gemeinderates vom 12. September gerade wegen der zu erwartenden Baustelle auf der B 412 gefasst worden sei, so dass der Gemeindeverwaltung verfehlte Informationspolitik wohl nicht vorzuwerfen sei. Die SPD - Fraktion, die nur noch mit zwei Ratsmitgliedern im Gremium vertreten ist, schloss sich nicht nur dem Antrag der FWG auf Nicht-Installation der Schranke im Lammertal an, sie erweiterte diesen um die Entfernung der bereits bestehenden „Durchfahrt verboten“ - Schilder . Der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde Hans Josef Marx nahm zur Haltung der Verwaltung Stellung und betonte, dass diese den Ratsbeschluss des Abends umgehend umsetzen werde. So beschloss man zu guter Letzt mehrheitlich , dem nun gemeinsamen Antrag der FWG und SPD im Gemeinderat zu folgen und beschloss, dass die Schranken im Lammertal erst einmal fallen und die Straße wieder öffentlich zugänglich und befahrbar sein soll. Alles Weitere wird die praktische Erfahrung der nächsten Woche zeigen.

Schön das die Vollsperrung des Lammertals zurückgenommen wurde. Schlimm ist jedoch das Verhalten des Gemeinderates. Unwürdiges Parteiengerede statt konstruktivem Miteinander. Der Bindestrich im Ortsnamen erweist sich einmal mehr als Trennstrich. Arbeitet endlich im Sinne der Bürger beider Ortsteile zusammen und vor allen Dingen vergesst das Parteidiktat und fühlt euch nur den Bürgern verpflichtet. Die haben euch gewählt, nicht die Partei.
Wenn übrigens die Straße nur aus Mitteln der Gemeinde bezahlt werden muß, sollten auch nur die Einwohner der Gemeinde Brohl-Lützing diese befahren dürfen. Also Verbot für den Durchgangsverkehr.
Das das Lammertal bzw. die Fahrbahndecke in einem maroden Zustand ist weiss jeder .
Wir Lützinger kennen die ärgsten Schwachstellen - wir umfahren diese tiefen Löcher in gemässigtem Tempo weil wir sie mittlerweile so genau kennen wie den Inhalt unserer Jackentaschen .
Jeder Ortsunkundige hinter uns denkt warscheinlich wir wären schon tagsüber nicht in der Lage ein Fahrzeug zu führen weil die Strasse im Lammertal auch heute noch als "Promilleweg" bezeichnet wird .
Also - lieber nehme ich eine durchlöchterte Strecke von 2 Kilometern in Kauf als den Umweg über den Laacher Seee - Nickenich nach Andernach oder
Waldorf - Gönnersdorf nach Breisig .
Und der Mann von Hermes ist ganz happy das er seine Pakete
liefern kann ohne Umwege über Müsch -Prüm - Paris .
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