Achtes Brohler Hafenkonzert war ein schönes, heißes Ereignis
Fröhliches Fest bei sonnigem Pfingstwetter
Brohl-Lützing. Wenn am Pfingstfest die Rheinauen in Brohl mit Leben erfüllt werden, wenn die Vordenker des Kulturvereins „Aalschocker Katharina“ zum alljährlichen „Hafenkonzert“ bitten, ist man im Doppelort am Rhein gutes Wetter gewöhnt. Nichts ist schöner, als bei sonnigem Pfingstwetter in fröhlicher Gesellschaft und bei unterhaltsamem Bühnenprogramm das Fest zu genießen. Aber die Sonne kann es auch zu gut meinen: Auf soviel Hitze waren die Besucher des großen Volksfestes in den Brohler Rheinauen in dieser Jahreszeit noch nicht eingestellt und so hieß es ordentlich „schwitzen“. Gottlob hatten die Organisatoren des Kulturvereins „Aalschocker Katharina“ die schützenden Zeltdächer weiter ausgebaut, so dass nur wenige Besucher der prallen Sonne ausgesetzt waren. Die Versorgung der vielen Gäste mit Getränken und Speisen war dank des Einsatzes vieler befreundeter Vereine und Organisationen sowie der „Hafenschänke“ von Michael Schmitgen hervorragend. So boten die „Wanderfreunde“ wieder Reibekuchen an, der Verein „Frauen für Frauen“ versorgte mit Kuchen und Kaffee, der Pfarrgemeinderat hatte wieder einige duftende Braten auf Spieße geschoben, das Aalstübchen des Kulturvereins „Aalschocker“ hatte Delikatessen aus heimischem Fisch im Angebot, und die Prinzengarde der Brohler Narrenzunft zapfte Bier, bot aber auch sonstige Getränke mit und ohne Alkohol an. Und - nicht zu vergessen - das einsatzfreudige Team der „Hafenschänke“, das dafür sorgte, dass keine Bestellung unerfüllt blieb. Die Brohler „Böllerbuben“ hatten schon früh mit krachenden Grüßen das Fest eröffnet. Der rührige Kulturverein unter Vereinsboss Hans Joachim Boltersdorf weckte den in den Rheinauen „auf Trockendock“ liegenden Aalschocker „Katharina“, das mit der Brohler Historie verbundene Schiff, aus dem Winterschlaf und gab damit den Startschuss für das neunte „Hafenkonzert.“ Der Musikverein Fidelio unter seinem musikalischen Chef Christoph Schnitger übernahm die Aufgabe, das bald alle verfügbaren Sitzplätze nutzende Publikum mit flotten Weisen zu unterhalten. Die Vortragsfolge passten die Musiker dem Anlass an: Da die in den Vorjahren üblichen Shantychöre ausgefallen waren, intonierte die Fidelio weitgehend maritime Titel. Da erklangen Lieder vom Meer, von der angeblich so heißen Matrosenliebe und Sehnsucht nach der weiten Welt. Auch aus Trompeten, Posaunen und Holzblasinstrumenten können Shantys authentisch klingen und so zum Mitsingen verlocken. Zwischendurch sang das Duo Viktor Schmickler / Peter Speich das einst von dem Breisiger Musiker Uli Paulsen komponierte „Brohler Hafenlied“. Später trat Viktor Schmickler noch einmal mit dem „Brohltallied“ solistisch in Erscheinung. Gegen Mittag gab der Chor aus dem Nachbarort Namedy ein einstündiges Gastspiel mit fröhlichen Melodien. Die im holländischen Venlo beheimatete Party u. Showband „Brazil 99“ übernahm am Nachmittag temperamentvoll die Unterhaltung der Gäste. Hans Joachim Boltersdorf, der immer „in action“ rotierende Chef der Festmeile, hatte bereits am Vorabend des Pfingsttages Abordnungen der Brohler Vereine zu einem Grillabend eingeladen, um das gegenseitige Verständnis und die Zusammenarbeit zu fördern - mit durchaus Erfolg versprechenden Ansätzen. Ihm schwebt sogar noch Größeres vor, zum Beispiel ein sich über die Verbandsgemeinde erstreckender gemeinsamer „Wandertag“. Beim Hafenfest hatte er als „Regisseur“ alles im Griff, warb dazu auch für die bevorstehende musikalische Gala zum zehnjährigen Bestehen des Kulturvereins „Aalschocker Katharina“, die am Samstag, 5. Juli, in der Brohler Turnhalle stattfindet. Stargast ist Konrad Beikircher mit seiner Band. Der „Südtiroler Rheinländer“ wird mit seinen Musikern eine fröhliche „Hommage an das rheinische Liedgut“ darbieten. Ein ganz gewiss erlebenswertes Event - und nach dem gelungenen „Hafenkonzert“ ein weiterer beachtlicher Leistungsbeweis des Kulturvereins.
Honoratioren ( Christel Ripoll, Hans Joachim Boltersdorf, Michael Schäfer und MdL Guido Ernst) warten auf das Garen der Spießbraten, die von den drei Grillmeistern des Pfarrgemeinderates fachgerecht bereitet werden. FA.
