110 Jahre St. Hubertus Schützenbruderschaft Oberzissen
Jubiläumsverein richtete Bundesfest des Brohltalschützenbundes aus
Oberzissen. Grund zum Feiern hatten am vergangenen Wochenende die Mitglieder der St. Hubertus Schützenbruderschaft Oberzissen. Man feierte zum Einen das 110-jährige Bestehen der St. Hubertus Schützenbruderschaft und war gleichzeitig der Ausrichter des diesjährigen Bundesfestes des Brohltalschützenbundes. Beim Festkommers anlässlich des Jubiläumsfestes in der Brohltalhalle konnte Brudermeister Eugen Schmitt, der zugleich auch Ortsbürgermeister und amtierender Schützenkönig in Oberzissen ist, in Anwesenheit zahlreicher Schützenmajestäten und Abordnungen befreundeter Bruderschaften auf die lange und interessante Geschichte der Oberzissener Hubertus-Schützen zurückblicken. Schmitt sah die St. Hubertus Schützenbruderschaft Oberzissen als intakten Verein, der besonders stolz auf seine Jungschützenabteilung sein könne. Dies bestätigte auch Bundesmeister Hans Ströter (Niederzissen-Rodder). Die Oberzissener „Hubertianer“ seien ein Verein, dessen Mitgliedern und Vorständen es gelungen sei, die Untiefen und Stürme des vergangenen Jahrhunderts zu umschiffen und eine bis heute aktive Sport- und Freizeitgemeinschaft zu bilden. „Es ist euch gelungen, einen harmonischen Generationenwechsel zu vollziehen“, beglückwünschte der Bundesmeister den Jubiläumsverein. Auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler sprach von einer unbezahlbaren Jugendarbeit des Vereins. Gerne vernahmen die Oberzissener Schützen die Erklärung des Landrats, er werde sich persönlich für die Genehmigung eines vom Verein beantragten Zuschusses für die Eingangsüberdachung am Schützenhaus einsetzen.
Bürgermeister Johannes Bell lobte die St. Hubertus Schützenbruderschaft als Schirmherr der Veranstaltung: „Hier wird Gemeinschaft gepflegt, der Jugend werden Werte vorgelebt“, erklärte der Bürgermeister. Die Bruderschaft biete den Mitgliedern Geborgenheit, stellte Pfarrer Peter Bollig fest, der ebenso unter den Gästen weilte, wie der Diözesan-Bundesmeister Hubert Mohr (Kalt). In seinen Grußworten hob der Diözesan-Bundesmeister hervor, dass in den historischen Schützenbruderschaften Kulturgut mit sozialem Handeln verbunden werde. Er wünsche der St. Hubertus Schützenbruderschaft Oberzissen „weiterhin Standfestigkeit in unruhigen Zeiten.“
Was wäre ein Jubiläum ohne Ehrungen? Zu einem solch großen Fest gibt es natürlich verdiente Mitstreiter, denen es zu danken gilt und die einer entsprechenden Ehrung entgegensehen dürfen. So erhielten die Vereinssenioren Karl Münk, Gerhard Esten und Ludwig Haas neben einer Vereins-Ehrenurkunde auch einen Präsentkorb. Werner Roth wurde mit dem Hohen Bruderschaftsorden ausgezeichnet, während Valentin Breuer, Hermann-Josef Dedenbach und Günter Faßbender sich über die Auszeichnung mit dem St. Sebastianus-Ehrenkreuz freuen durften.
Für die feierliche Gestaltung des Festkommerses sorgte auch der örtliche Kirchenchor mit seinen Liedbeiträgen unter der Leitung von Ulrich Glaßl.
Im Anschluss an den offiziellen Teil konnten die Schützen und ihre Gäste zur Live-Musik von Lampy das Tanzbein schwingen.
Am Sonntag, 7. September, ging das Programm der Jubiläumsfeierlichkeiten weiter. Um 9 Uhr versammelte man sich an der Brohltalhalle zur Standartenübergabe. Anschließend ging es im Festumzug zu hl. Messe in die Pfarrkirche. Pfarrer Peter Bollig hielt den Gottesdienst. Anschließend erfolgte die Kranzniederlegung am Ehrenmal, bevor es wieder zurück zum Frühschoppen in die Schützenhalle ging. Für die nötige Stimmung sorgte hier der Tambourzug Oberdürenbach-Büschhöfe mit einem Platzkonzert. Um 13.30 Uhr begannen dann die Schießwettbewerbe auf Geldadler, Protektoradler und Spießbratenadler. Für das leibliche Wohl am Nachmittag sorgte ein großes Kuchenbüffet. Mit der Preisverleihung am frühen Abend fanden dann die Feierlichkeiten einen gemütlichen Ausklang.
WK
Nach der hl. Messe am Sonntag in der Pfarrkirche gingen die Schützen zum Ehrenmal zur Kranzniederlegung.
