Lokalsport | 25.11.2014

Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern

„Koblenz ist für mich ein Volltreffer“

Jennifer Winter im Portrait

Außenspielerin #88 Jennifer Winter. Fotos: René Weiss

Koblenz. Jennifer Winter ist fleißig. Sie spielt für die Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern Bundesliga-Handball, ist als Stützpunkttrainerin des Handball-Verbandes Rheinland tätig, geht in Weißenthurm einem Minijob nach und absolviert ein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaft an der Uni Hagen. Die 26-Jährige hat kein Problem mit viel Arbeit. Aber die Anforderungen, die der Handball in Polen an eine Außenspielerin stellt, behagten der Linkshänderin dann doch nicht so.

„In Deutschland arbeitet die Mannschaft für die Außen, in Polen arbeiten die Außen für sich alleine“, beschreibt sie ihre Erfahrung aus der vergangenen Saison, in der sie für AZS Koszalin spielte. Warum nicht einmal Polen? Das fragte sich die gebürtige Bremerin, als ihr ehemaliger Oldenburger Trainer Leszek Krowicki von Koszalins Suche nach einer Rechtsaußenspielerin berichtete. „Für mich war es die Möglichkeit die polnische Sprache wieder aufzufrischen und etwas Neues zu probieren“, sagt Winter, deren familiäre Wurzeln im östlichen Nachbarland liegen. Positiv überrascht gewesen sei sie von ihrem neuen Verein, der mit 2000 Zuschauern den besten Zuspruch der ganzen Liga hatte. Aber nach einem Jahr gaben die große Entfernung zum privaten Umfeld, finanzielle Probleme des Vereins und zu einem gewissen Teil auch die polnische Interpretation der Außenspielerin den Ausschlag für eine Rückkehr nach Deutschland.

Koblenz anstatt Oldenburg, Rheinland anstatt norddeutsches Tiefland heißt es seitdem. „Ich bin richtig gut hier angekommen. Die Stadt gefällt mir, ich fühle mich wohl und es macht Spaß für die Vulkan-Ladies zu spielen“, sagt sie. Nur eine Sache fiel im topfebenen Norddeutschland wesentlich leichter: „In Oldenburg kam man mit dem Fahrrad problemlos von A und B, hier denke ich aufgrund der Berge nicht einmal daran, das Fahrrad zu benutzen.“ Viel Zeit dafür hat sie aber ohnehin nicht. Training, Arbeit, Studium, Spiel, Trainertätigkeit bei der weiblichen C-Jugend des TV Arzheim und der weiblichen HVR-Stützpunktauswahl – Jennifer Winters Kalender weist nicht viele Lücken auf.

Nachdem die Nummer 88 der Vulkan-Ladies in Oldenburg schon mit 18 Jahren die Trainer-C-Lizenz absolviert und diverse Jugendmannschaften betreut hatte, gibt sie ihr Wissen jetzt an den rheinländischen Nachwuchs weiter. Von einer Bundesligaspielerin trainiert zu werden, das war für die C-Jugend-Mädchen des TV Arzheim, die seit dieser Saison in der Oberliga spielen, etwas Neues. „Viele waren am Anfang doch sehr schüchtern“, berichtet Winter. Über Dominik Kleeschulte, mit dem sie gemeinsam für den TVA tätig ist, kam der Kontakt zum Verband zustande. Winter leitete bei einem Talentcamp zwei Trainingseinheiten, seitdem ist sie beim Stützpunkt West mit im Boot, wo sich alle zwei Wochen gut 15 Spielerinnen für die von David Clemens betreute Verbandsauswahl empfehlen wollen. „Wir arbeiten intensiv, und ich denke wir sind auf einem guten Weg. Dazu würde auch das angedachte Nachwuchsleistungszentrum beitragen, das aber nur realisierbar ist, wenn die Vereine zusammenarbeiten. Ein Verein alleine kann im Raum Koblenz nichts Entscheidendes ausrichten“, sagt Winter aus ihren ersten Erfahrungen heraus.

Jennifer Winter als Trainerin, das ist eine ausgewogene Mischung aus Humor und Strenge. „Manche Spielerinnen lieben, manche hassen mich“, schmunzelt die 26-Jährige. Am wichtigsten ist ihr das, was am Ende rauskommt – und das sollen gute Handballerinnen sein: „Ich hasse im Training auch manche Übungen, aber ich weiß, dass sie mich weiterbringen. Genauso wird und soll es auch meinen Spielerinnen ergehen.“ Und das gut möglich noch für längere Zeit. „Momentan spricht nichts dagegen, länger in Koblenz zu bleiben. Wenn jetzt mit den Vulkan-Ladies noch der sportliche Erfolg einkehrt, würde ich meine Entscheidung als Volltreffer bezeichnen.“

Pressemitteilung der Vulkan-Ladies Koblenz/Weibern

„Koblenz ist für mich ein Volltreffer“

Außenspielerin #88 Jennifer Winter. Fotos: René Weiss

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Tag der offenen Tür
Container Anzeige
Anzeige KW 14
Empfohlene Artikel
Spielszene der ersten Halbzeit
20

Das Heimteam hatte sich im Nachholspiel gegen die SG Saffig viel vorgenommen, um die Abstiegsplätze zu verlassen. Aber es kam anders: Nachdem F. Groß eine gute Flanke des agilen D. Berisha verpasst hatte, konnte beim Gegenangriff ein SG-Abwehrspieler seinen Gegner nur mit einem Foul im 16-m-Raum stoppen und den fälligen Elfmeter verwandelte der Schütze sicher zum frühen 0:1.

Weiterlesen

Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind in Sachen der Teilnehmerzahl traditionell das größte Rennen der Welt.
39

Nürburg. Der Wandel gehört bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum Konzept. Schließlich passen die zuständigen Organisatoren beim ADAC Nordrhein das Reglement des Klassikers seit der Premiere im Jahr 1970 immer wieder an. So halten sie mit der technischen Entwicklung schritt, aber auch die Abläufe wurden immer wieder verbessert und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Wie attraktiv das Rennen auch bei seiner 54 Auflage ist, zeigt der Riesenandrang der Teams.

Weiterlesen

15

Franken. Der flott.RUN Mönchsheide des Team flott. e.V. geht am 10. Mai 2026 in seine sechste Auflage. Die Laufveranstaltung auf der Mönchsheide hat sich in den vergangenen Jahren fest im regionalen Laufkalender etabliert und richtet sich sowohl an ambitionierte Läuferinnen und Läufer als auch an Freizeit- und Hobbysportler.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2275

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Rund um´s Haus
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Kreishandwerkerschaft
Anzeige "Rund ums Haus"
Innovatives rund um Andernach
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Rund ums Haus
Rund ums Haus
Stellenanzeige mehrere Stellen
Osteraktion
Anzeige Lange Samstage
Unterstützeranzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in