Politik | 16.02.2015

IHK Koblenz

Konjunktur-Winterumfrage der IHK Koblenz

Unternehmen im Kreis Ahrweiler sind zuversichtlich

Die konjunkturelle Abkühlung im vergangenen Herbst scheint im nördlichen Rheinland-Pfalz bereits zum Jahreswechsel überwunden. Insbesondere in der Industrie planen die Unternehmen das Investitionsvolumen auszuweiten. Aufgrund anhaltend hoher Konjunkturrisiken aus dem In- und Ausland steht der mögliche Aufschwung jedoch auf tönernen Füßen.

Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz unter mehr als 2.000 Mitgliedsunternehmen hervor. Die Betriebe nahezu aller Branchen bewerten ihre wirtschaftliche Situation merklich positiver als in der Vorumfrage. 89 Prozent der Unternehmen im gesamten IHK-Bezirk berichten von befriedigenden bis guten Geschäften, im Kreis Ahrweiler sind es mit 91 Prozent noch etwas mehr, wenngleich die Lagebeurteilung gegenüber der letzten Umfrage im Herbst 2014 zurückhaltender ausfällt.

Besserung in Sicht

Der Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung in den kommenden zwölf Monaten hat sich ebenfalls leicht aufgehellt. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen erwarten gleich bleibende oder sogar bessere Geschäfte. Entsprechend dreht der Saldo der Geschäftserwartungen mit plus sieben Prozentpunkten (Vorumfrage: minus acht Prozentpunkte) in den positiven Bereich. Im Kreis Ahrweiler sehen die Unternehmen bei einem Plus von zwei Prozentpunkten die Erwartungen zwar etwas verhaltener, aber auch deutlich positiver als in der Vorumfrage mit minus fünf Prozentpunkten.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lage und Erwartung zusammenfasst, verbessert sich im Kreis Ahrweiler von 111 auf 112 Indexpunkte, im gesamten IHK-Bezirk sogar von 105 auf 118 Punkte. Der leichte Abschwung aus dem vergangenen Herbst ist damit nahezu überwunden. Stützend wirken aktuell der günstige Euro-Kurs sowie der niedrige Ölpreis. „Die Wirtschaft im IHK-Bezirk Koblenz hat damit das Potenzial, im laufenden Jahr wieder auf einen höheren Wachstumskurs einzuschwenken“, so Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz, zu den Ergebnissen der Konjunkturumfrage.

Unternehmen zeigen sich investitionsfreudig

Die Unternehmen im Landkreis Ahrweiler zeigen sich anhaltend investitionsfreudig. Per Saldo verbessert sich die Investitionsneigung von plus neun auf plus 14 Prozentpunkte. 30 Prozent der Unternehmen planen in den kommenden zwölf Monaten ihre Investitionstätigkeit zu erhöhen. „Nach aktuellem Stand könnte die regionale Wirtschaft deshalb zusätzliche positive Nachfrageimpulse erhalten“, erklärt IHK-Regionalgeschäftsführer Dr. Bernd Greulich. Durch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen wie bespielsweise die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns und die Gesetzgebung zur Rente mit 63 sieht aber mittlerweile jedes zweite Unternehmen seine Entwicklung gefährdet. Den zunehmenden Fachkräftemangel sowie die steigenden Arbeitskosten beklagen zudem fast 40 Prozent der Betriebe. „Es wird höchste Zeit, dass in der Politik ein Umdenken in Richtung wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedingungen einsetzt!“, so Rössel. Die komplette Studie (DINA 4, 12 Seiten) kann bei der IHK-Geschäftsstelle Bad Neuenahr-Ahrweiler, Telefon 02641 99074-11 (Thea Seul), angefordert werden. Eine Download-Version steht im Internet unter www.ihk-koblenz.de zum Herunterladen bereit.

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