Allgemeine Berichte | 01.08.2014

„explorativ°3“ mit internationalen Performancekünstlern

Künstlerische Erkundungen im ländlichen Raum

Wanderungen finden statt vom 19. bis 23. August

Performance-Art ist eine physisch erlebbare Form von Skulptur. Hier Evamaria Schaller. privat

Burgbrohl. Vom Kunstbüro Burgbrohl aus werden Exkursionen in die naheliegende Umgebung unternommen: als Recherchemethode, als Dérive/Sich-Treiben-Lassen, als Kommunikations-, Werk- und Vermittlungsform. Die Erkundungen auf den Wanderungen, im Steinbruch, in der Schlucht, auf dem Berg und im Wald haben Laborcharakter - ein Experiment mit der spezifischen Örtlichkeit und dem unvorhersehbaren Wetter. Die Performancekünstler und -künstlerinnen kommen überwiegend aus den Bereichen der bildenden Kunst und untersuchen in ihren Arbeiten das Verhältnis von Körper/Leib zu Raum und Zeit. Was die „performative Exploration“ vom Theaterstück oder Konzert unterscheidet, ist ihre offene Form der Untersuchung, die prozesshafte Entwicklung und das „gestimmte“ Einlassen auf den Ort/Raum und die spezifische Situation. Der Körper wird mit verschiedenen Objekten, Architekturen und räumlichen Situationen in Beziehung gesetzt, um Gewohntes um neue Aspekte zu bereichern. Mit ihrem beruflichen Erfahrungswissen lassen sich die Künstler auf die momentanen Gegebenheiten ein, um gerade nicht bereits Gesehenes (also tradierte Bilder) zu generieren, nach der Devise „Was man weiß, sieht man erst“ (Goethe).

In der ländlichen Umgebung, in entschleunigtem Tempo spüren die Performancekünstler, Seismographen ähnlich, jene Momente auf, die sie in Handlungen und Bilder umsetzen; dabei wird „das Bild“ davon bestimmt, was die Künstler vor Ort vorfinden: im Wald, auf dem Berg, in der Schlucht, am Wasser, im Steinbruch. „explorativ - Erkundungen im ländlichen Raum“ ist ein Weg, den Inhalt dessen, was Kunst sein könnte, zu erweitern.

Performance-Art ist eine Form von Skulptur, die unmittelbar, direkt physisch erlebbar stattfindet. Es wird sichtbar, wie sie gemacht wird. Durch bewusst offenes Suchen und eine umherschweifende Aufmerksamkeit forschen und entwickeln die Künstler andere und nicht gewohnte Bilder „mit allen Sinnen“ – getreu dem Motto des diesjährigen Kultursommers Rheinland-Pfalz.

Neugierig geworden? Interessierte können sich informieren, was es mit „explorativ°3“ auf sich hat. Mitwanderer sind herzlich eingeladen. Wanderungen zu folgenden Orten sind vorgesehen, können sich aber wetterbedingt verschieben: 19. August, 10 bis 17 Uhr auf dem Aussichtspunkt Steinbergskopf in Lützing; 20. August, 10 bis 17 Uhr, Steinbruch Leitenkopf in Lützing; 21. August, 10 bis 17 Uhr, Wasserfall Wolfsschlucht in Wassenach; 22. August, 10 bis 17 Uhr, Wald Im Zeitbüsch in Lützingen. Am 23. August von 11 bis 16 Uhr findet eine Präsentation auf dem Marktplatz in Mayen statt.

Info und Ansprechpartnerin: Karin Meiner, info@hammes-meiner.de, Tel. (0 26 36) 26 40, www.paersche.org oder Tel. (01 77) 7 47 97 16.

Performance-Art ist eine physisch erlebbare Form von Skulptur. Hier Evamaria Schaller. Foto: privat

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