Aus dem Polizeibericht
Mendig: Fledermäuse in ihrer Ruhe gestört
Mendig. Am 10.04.2014 wurde bei der Kriminalpolizei Mayen eine Anzeige gegen Unbekannt wg. des Verstoßes gegen das BNatSchG (hier Störung besonders geschützter Tierarten - Fledermäuse) und Sachbeschädigung (Treppeneingang und Fledermausschutzgitter) in Mendig angezeigt.
Die unterirdischen Basaltkeller in Niedermendig sind als NATURA-2000 Gebiet ge-meldet und beherbergen im Winter eine große Zahl an winterschlafenden Fledermäusen, die allesamt unter besonderem Schutz stehen.
Die Stollen sind von europaweiter Bedeutung und nach dem Mayener Grubenfeld das größte und wichtigste Winterquartier von Fledermäusen in Rheinland-Pfalz.
Viele der Eingänge in das Kellersystem wurden mit Mitteln des Artenschutzes (der SGD Nord als Obere Naturschutzbehörde) massiv vergittert, damit die Fledermäuse ungestört Winterschlaf halten können.
Bei einer Kontrolle des Gitters ist aufgefallen, dass das Mauerwerk am Gitter so stark beschädigt wurde, das man am Gitter vorbeiklettern kann.
Der Sachschaden beträgt mehrere hundert Euro.
Der Aufbruch muss Anfang April begangen worden sein, da vorher das Tor und das Mauerwerk unbeschädigt waren.
Die Kriminalpolizei Mayen fragt, wer Anfang April verdächtige Wahrnehmungen in diesem Zusammenhang im Bereich des Parkplatzes am Lava Dom/Auf Stürmerich in Menig gemacht hat, die mit der Tat in Zusammenhang stehen könnten.
Hinweise nimmt die Polizei Mayen unter der Rufnummer 02651-8010 entgegen.
Pressemitteilung Kriminalinspektion Mayen
