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„Mutig etwas auf die Beine gestellt“
Metallbauer Bernd Klein weihte Betrieb in Kempenich ein - „Großer Bahnhof“ beim Obermeister
Kempenich. Die Gruppe „Great Appeal“ stimmte gekonnt das Lied „So soll sein, so soll es bleiben“ an. Den Song von „Ich und Ich“ hatte sich Hausherr Bernd Klein extra gewünscht, traf er doch genau den Anlass des Nachmittags: Der Obermeister der Metaller im Kreis Ahrweiler und Leiter des Meisterbetriebs mit neun Mitarbeitern und einem Auszubildenden im Kempenicher Gewerbegebiet hatte eingeladen, um die Einweihung der schmucken Werkhalle als krönenden Abschluss des Betriebsbaus zu feiern. Seit einem Jahr arbeitet das Unternehmen in der neuen Halle. Eine Vielzahl von Freunden und Geschäftspartnern, aber auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Kreishandwerksmeister Frank Wershofen und Geschäftsführer Karlheinz Gaschler feierten das lichte und großzügige Gebäude. „So hab ich es mir gewünscht. Alles passt perfekt zusammen“, zitierte Bernd Klein weiter „Ich und ich“. Es sei ein langer Weg gewesen von der ersten Idee zur Einweihung, verriet der Bauherr. In seiner launigen Begrüßung erzählte er, seit der Firmengründung 1986 habe er erst Räume angemietet und sich dann entschlossen, das 3500 Quadratmeter große Grundstück zu kaufen und den Bau zu errichten. Dass Sohn Markus damals erst seinen Schweißfachmann und schließlich den Meister gemacht hatte, spielte beim Entschluss zu dieser hohen Investition eine entscheidende Rolle. „Da Markus den Betrieb übernehmen will, bin ich dieses unternehmerische Risiko gerne eingegangen. Und es hat sich gelohnt, wir haben viele Aufträge über die nähere Umgebung hinaus.“ „Das alte Gebäude platzte aus allen Nähten, es gab keine Alternativen für einen Neubau“, erzählte der Metall-Handwerker. „Das Arbeiten in den neuen Räumen macht Spaß. Auch an trüben Tagen haben wir bei den großen Fensterflächen eine helle Werkhalle“, freute sich Bernd Klein über seine gelungene Planung. Abschließende Arbeiten stehen noch aus, aber der Betrieb ist modern, funktionell und genau auf die Bedürfnisse des Metallbauers abgestimmt. Ein paar Daten: bebaute Fläche 620 qm, Brutto Rauminhalt 3800 cbm, Büro-, Sozial- und Technikräume 125 qm, Werkstätten- und Lagerräume 520 qm, modernste energetische Gesichtspunkte, Heizung mit Pelletbefeuerung. „Mit Holz aus der Region“, wie Bernd Klein betonte. Der Umzug habe sich umfangreicher als angenommen gestaltet, erinnerte sich der Unternehmer. „Wenn es da ist, werd ich feiern“, war dann das letzte Song-Zitat, das zu den Grußworten und dem gemütlichen Teil überleitete. Erster Gratulant war Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Er erwies sich als Zahlenkenner und berichtete ausführlich, wie gering im Kreis Ahrweiler die Arbeitslosenquote sei: Mit nur 4,2 Prozent steht der Kreis deutlich besser da als Land, Bund und die Nachbarn an Rhein und Sieg. Und warum? Vor allem, weil der Mittelstand mit Betrieben wie dem von Bernd Klein viele Arbeitsplätze bietet und ausbildet. Der Mittelstand - im AW-Kreis 800 Unternehmen - bilde ein Drittel der Kreis-Azubis aus und biete 10.000 Arbeitsplätze. „Ihr Sohn tritt die Nachfolge an. Bei vielen Betrieben ist das ein Problem. Ihr Muster-Familienunternehmen bringt sich in das örtliche Gefüge ein, Sie arbeiten im Gewerbeverein mit. Besser kann man es nicht machen“, lobte der Landrat Bernd Klein, seine Frau Silvia sowie Sohn Markus. Johannes Bell, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Brohltal, hob hervor, seine Verwaltung könne nur die Rahmenbedingungen schaffen mit Baugenehmigungen und Vermittlungen, Pläne umsetzen könne aber nur ein mutiger Unternehmer wie Bernd Klein. „Doch mit dem Bau ist es ja nicht getan. Guter Service, Freundlichkeit, fachmännische Arbeit und Kundenbindung führen zum Erfolg. Und den haben Sie ja, wie man an diesem tollen Gebäude erkennt“, führte Bell aus. Kreishandwerksmeister Frank Wershofen ergänzte: „Bernd Klein hat hier mutig was auf die Beine gestellt, und dieser Mut hat sich gelohnt, wie man auch hier sieht. Das ist alles beste Qualität.“ Karlheinz Gaschler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, überbrachte in einer sehr lockeren und mit viel Beifall bedachten Rede ebðenfalls Glückwünsche.
Bernd und Markus Klein freuten sich mit Kollegen über die helle Halle.
