Faszinierende Kunst mit Bleistift und Papier
Nichts als Bleistift und Graphit
Das KUNSTFORUM '99 zeigt die Ausstellung „Linie Fläche Detail“
Rheinbach. Nicht die großformatige Malerei und nicht mannshohe Skulpturen sind es, die die Besucher der Ausstellung „Kunst auf dem Campus“ in der Rheinbacher Hochschule Bonn-Rhein-Sieg diesmal bewundern können, sondern Bleistiftzeichnungen auf weißem Papier. Der Kunstverein KUNSTFORUM '99 zeigt mit seiner Ausstellung „Linie Fläche Detail“, mit wie viel Ideenreichtum und mit einfachen technischen Mitteln erstaunliche Kunst entstehen kann. 25 Künstlerinnen und Künstler zeigen ihre rund 50 Arbeiten noch bis Freitag, 26. September.
„Linie Fläche Detail“ - der ungewöhnliche Titel macht neugierig. In den unterschiedlichsten Formaten, von winzig klein bis deckenhoch, sind für diese Ausstellung Zeichnungen entstanden, denen eines gemeinsam ist: keine Farbe, keine Leinwand, kein farbiges Papier, nur Bleistift und Graphit und nur schwarz-weiße Darstellungen - das waren die Regeln, an die sich die beteiligten Kunstschaffenden zu halten hatten. Die Zahl der gewählten Bildmotive ist so groß wie die Vielfalt der Formate: Vom Porträt bis zur Naturzeichnung, von der Landschaft bis hin zur rein abstrakten Komposition sind beachtliche Werke zu sehen.
Bürgermeister Stefan Raetz hatte die Ausstellung am 12. September mit den Worten eröffnet: „Ich bin immer wieder erfreut und überrascht zu sehen, mit welcher Vielfalt, welchem Engagement und hohem künstlerischem Anspruch das KUNSTFORUM '99 an die Öffentlichkeit tritt.“ Mit einer ebenso humorvollen wie tiefsinnigen Rede erläuterte die Künstlerin Ati von Gallwitz die Schwierigkeit des Zeichnenlernens und unterstrich damit auch ihren Respekt vor den gezeigten Arbeiten. Sie zitierte den japanischen Künstler Hokusai, der den Wunsch hatte, einhundert Jahre zu leben, weil es ihm vermutlich erst dann gelänge, einen perfekten Punkt zu zeichnen.
Für das KUNSTFORUM '99 ist es die 14. Ausstellung in der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg. Im Kunstverein freut man sich, dass die Hochschule die örtlichen Künstlerinnen und Künstler immer wieder einlädt, nicht nur den Kunstinteressierten in Rheinbach und Umgebung, sondern auch den vielen tausend Studierenden Einblick ins aktuelle regionale Kunstschaffen zu geben.
