Leichtathleten der SpVgg 04/13 Burgbrohl
Peter Rübenach drängt in die deutsche Spitze
Neue Saisonbestmarke über 100 Mete und vielversprechender 200-Meter-Spint in Siegburg
Burgbrohl. Die Athleten der Sportvereinigung Burgbrohl wurden am Pfingstmontag im Siegburger Stadion von einem starken Gewitter mit Hagel begrüßt. Danach war es jedoch immer noch sehr heiß, und es kam eine drückende Schwüle hinzu, keine optimalen Voraussetzungen für leichtathletische Topleistungen.
So lief es auch beim Sprinter Burak Yilmaz, der seinem Trainer durch außergewöhnlich gute Leistungen in den letzten Wochen viel Freude gemacht hatte, an dem Tag nicht rund. Er blieb sowohl im Weitsprung als auch im Kurz- und Langsprint weit hinter seinen Möglichkeiten. Beim Weitsprung kam noch eine Fersenverletzung dazu, die sich auch auf den anschließenden 300-Meter-Lauf negativ auswirkte.
Simon Gilles hatte im Hochsprung mit der Qualifikationsleistung für die Westdeutschen Meisterschaften M15 von 1,65 Metern gerechnet und stieg erst bei 1,55 Metern in den Wettbewerb ein. Diese Höhe meisterte er mit sattem Abstand zur Latte, und es sah für alle Beobachter sehr gut aus. Aber danach ging es wegen technischer Fehler nicht mehr weiter. Dafür konnte Gilles sich über eine neue persönliche Bestleistung über 80 Meter Hürden freuen.
Seine Schwester Sarah trumpfte bei allen ihren Starts auf. Mit persönlichen Bestleistungen über 80 Meter Hürden und im Kugelstoß gewann sie diese Wettbewerbe wie auch den Hochsprung, den sie jedoch mit geringerer Höhe abschloss, als vorher erwartet. Besonders über die abermalige Verbesserung im Hürdenlauf durfte sich die Athletin freuen, denn gute Hürdenzeiten sind eine wichtige Voraussetzung für einen guten Mehrkampf.
Der M45 Seniorensprinter Peter Rübenach hatte in den letzten Jahren in Siegburg immer wieder gute Leistungen gezeigt, aber an einem solch heißen Tag nicht so viel von sich erwartet. Dennoch sprintete er die 100 Meter in neuer Saisonbestzeit von 12,77 Sekunde und gewann damit seinen Lauf. Das ließ für den anschließenden 200-Meter-Lauf hoffen. Hier sah Rübenach auf den ersten drei Vierteln der Strecke auch sehr gut aus. Der Trainer konnte es sehen, der Athlet spürte es: Auf den letzten 50 Metern fehlte viel an Kraft. Als dann das Ergebnis veröffentlich wurde, waren beide positiv überrascht. Die angeblich schwachen letzten 50 Meter waren den enorm schnellen 150 Metern am Anfang geschuldet. So war die Endzeit 25,68 Sekunden eine der besten Zeiten, die Rübenach jemals gelaufen ist und gleichzeitig das Unterbieten der Qualifikationsnorm über 200 Meter für die Deutschen Seniorenmeisterschaften in Erfurt.
Mit Leistungen auf solch hohem Niveau wird Peter Rübenach am Sonntag in Trier bei den Seniorenrheinlandmeisterschaften sicher wie immer ganz vorne mitlaufen und mit dem einen oder anderen Titel zurück ins Brohltal kommen.
