Bergkameradschaft „Die Watzmänner“
Reiner Gasper ist neuer Watzmann-Wanderkönig
Jahresrückblick und Ehrung des Watzmann-Wanderkönigs
Wehr/Langscheid. Im Wanderjahr 2013 hatte Bergkamerad Reiner Gasper bei den Wehrer Watzmännern die Nase vorn. Mit herausragenden 356 Punkten von 401 möglichen Zählern errang er zum ersten Mal den begehrten Titel des Watzmann-Wanderkönigs. Anlässlich der Jahresabschlussfeier in der Wabelsberger Wacholderhütte in Langscheid überreichte ihm der Greffelcheswatzmann Konrad Friedgen den Watzmannstein, eine Flasche Hochprozentiges und eine Urkunde für diese tolle Leistung im zurückliegenden Wanderjahr. Zuvor hatte man die Traumpfade Wacholder- und Bergheidenweg beschritten, eine sehr schöne, leider verregnete rund 17 Kilometer lange Rundwanderung durch die renaturierten Wacholdergebiete der Vulkaneifel. Die Route führte die zehnköpfige Gruppe hinab ins Nettetal und dann steil bergan in das Naturschutzgebiet Menke-Park hinein. Das einzigartige Wacholdergebiet hat man im Jahre 1966 unter Schutz gestellt und nach dem Koblenzer Biologielehrer Dr. Heinrich Menke benannt, der sich schon früh um den Erhalt der einzigartigen Wacholderheiden verdient gemacht hat. Auch in den folgenden Naturschutzgebieten Rassberg und Heidbüchel machten immer wieder die einzeln stehenden, vom Wind zerzausten Kiefern und die bis zu vier Meter hohen säulenartigen Wacholderbüsche auf sich aufmerksam. Zudem prägten herrliche Aussichten über die Erhebungen der Osteifel und eine wilde, abgeschiedene Landschaft diese einsame Traumpfadroute, die trotz des milden Winters meist über eine geschlossene Schneedecke führte.
Ziemlich durchnässt aber tief beeindruckt von dieser rauen Runde gelangten die Watzmänner schließlich wieder zur Wabelsberger Wanderhütte, um den Watzmann-Wanderkönig zu küren und einen Rückblick auf das zurückliegende Wanderjahr zu halten. Einer der Höhepunkt in den Mittelgebirgen war im Jahre 2013 die Zweitagestour über den Eifelsteig von Bruch über Kordel nach Trier. Aber auch die 44 Kilometer lange Marathonwanderung über den neuen Ahrsteig von Aremberg über Insul nach Mayschoß war ein tolles Erlebnis. Mit ihrer fünftägigen Durchquerung des wilden Verwalls und der abgeschiedenen Silvrettagruppe setzten die Wehrer Watzmänner auch im Wanderjahr 2013 bemerkenswerte hochalpine Akzente. Dabei bestiegen die Bergkameraden zwei Dreitausender und überschritten gleich mehrere Gletscher. Im Westerwald wurden eine Etappe des Druidensteiges, des Natursteiges Sieg und die Wäller Tour Brexbachtalschluchtweg erwandert. Auch im Moseltal, in der Baybachklamm, dem Grand-Canon des Hunsrücks, und auf dem Rhein-Burgen-Weg waren die Watzmänner anzutreffen. Alles wurde vom Greffelcheswatzmann protokolliert, entsprechende Wanderberichte und Fotogalerien gefertigt und im Internet auf der Seite www.die-wehrer-watzmaenner.de ins Netz gestellt. Auch im Wanderjahr 2014 werden die Watzmänner wieder die Wanderstiefel schnüren. So führt die Zweitagestour im Mai über zwei Etappen des Wildnis-Trails bei Monschau. Anlässlich der Marathonwanderung im Juli wird man voraussichtlich über die Geschichtsstraße bei Kelberg wandern. Die fünftägige Bergwanderung 2014 führt die Bergsteigertruppe auf Klettersteigen durch die Brenta/Dolomiten. Gastwanderer sind bei allen Mittelgebirgswanderungen der Wehrer Watzmänner stets willkommen und können den nächsten Wandertermin unter TEl. (0 26 36) 72 02 beim Greffelcheswatzmann Konrad Friedgen erfragen.
