Lokalsport | 01.09.2015

Leichtathletin aus der SpVgg 04/13 Burgbrohl erfolgreich

Sarah Gilles mit drei Bestleistungen auf Deutscher Meisterschaft

Sarah Gilles, erstmals im neuen Trikot, nach dem Weitsprung überglücklich die 5 Meter-Marke weit übertroffen zu haben.privat

Burgbrohl. In Lage bei Bielefeld fanden die diesjährigen U18 und U16 Deutschen Meisterschaften im Mehrkampf statt. Der Sportverband Rheinland entsandte einen Athleten und drei Athletinnen, darunter Sarah Gilles von der Sportvereinigung Burgbrohl. In ihrer Klasse W14 gingen 28 Siebenkämpferinnen an den Start. Vor dem Wettkampf war Gilles mit 3.456 Punkten gemeldet, 18 Konkurrentinnen mit besseren Werten. Ziel von Athletin und Trainern war es, nicht nur die Punktzahl zu verbessern, sondern auch ein paar Plätze im Klassement nach oben zu rutschen.

Auf und ab am ersten Tag, Top Weitsprung, Flop Kugelstoß

Der Wettbewerb begann mit dem 80 Meter Hürdenlauf. Trotz sehr starkem Gegenwind erreichte sie mit 13,29 Sekunden beinahe ihre persönliche Bestzeit. Ein solch guter Auftakt stärkt die Nerven und macht sicherer für weitere Disziplinen. Doch dann kam der Kugelstoß. Zwei Versuche mal gerade über acht Meter. Das ist für das Leistungsvermögen der Sportlerin aus Niederoberweiler nichts. Mit mindestens zehn Meter, wenn nicht an die elf Meter hatte der mit angereiste Wurftrainer gerechnet. Letztlich waren alle froh, dass sie sich im letzten Versuch wenigstens noch einmal auf 9,23 Meter steigern konnte.

Beim Weitsprung klappte der Anlauf zum ersten Sprung nicht gut, aber im zweiten Sprung kämpfte sich Gilles schon an die fünf Meter heran. Wie im Kugelstoß schaffte sie es auch hier, bei ihrer letzten Chance noch einmal eins draufzulegen: 5,18 Meter! Mit diesem Riesensatz durchbrach sie zum ersten Male die fünf Meter Marke und wurde mit stolzen 568 Punkten belohnt. Da war der Kugelstoß schnell vergessen. Zum Abschluss des ersten Tages stand noch der 100 Meter Sprint an. Bei diesem blies der Wind den Läuferinnen noch wesentlich stärker als beim Hürdenlauf entgegen, sodass alle mit schwachen Zeiten aus dem Rennen gingen, auch Sarah Gilles mit 14,27 Sekunden.

Am zweiten Tag ein weiter Speerwurf und flotte 800 Meter

Der zweite Tag fing mit dem Hochsprung an. Beim Technikcheck Tage zuvor hatte dieser hervorragend geklappt. Beim Warmspringen vor dem Wettkampf übersprang Gilles die 1,5 Meter mit ordentlich Luft zwischen ihr und der Latte, alles sah nach neuer Bestleistung aus. Im Wettkampf dann „nur“ 1,49 Meter. Schade für sie, denn da ist sie 2015 schon deutlich höher gesprungen.

Die Burgbrohler Leichtathletin ließ sich jedoch nicht beirren. Im Speerwurf landete das Wurfgerät erst nach 31,6 Meter, der zweitbesten Weite, die Gilles in diesem Jahr verbuchen konnte. Nach Weitsprung und Hürdenlauf erhielt sie hier ihre dritthöchste Punktzahl, 513 Punkte. Da waren sich alle Burgbrohler einig, der abschließende 800 Meter Lauf, durch den sich die anderen, meist mittelstreckenschwachen Siebenkämpferinnen hart durchkämpfen müssen, würde für Gilles hingegen zum Fest. So war es denn auch. Der Stadionsprecher nannte immer nur einen Namen: Sarah Gilles von der SpVgg Burgbrohl. In 2:31,85 Sekunden gewann sie mit Abstand den ersten der beiden Läufe. Die Zeit bedeutete persönliche Bestzeit. Schnell war der Punkterechner zur Hand. Trotz Ausfall im Kugelstoß und Minderleistung im Hochsprung, trotz den Gegenwindes in den beiden Sprints hat Gilles ihre persönlich Bestleistung nicht nur im Weitsprung gigantisch und im 800 Meter Lauf ordentlich verbessert, sondern wurde auch mit ihrer neuen Bestleistung von 3493 Punkten für den Gesamtwettbewerb belohnt. Der Jubel im Burgbrohler Lager war dann groß, als klar war, dass Sarah Gilles, die den ersten Tag auf dem 22. Platz beenden musste, sich bis zum Wettkampfende auf Platz 14 vorgekämpft hatte.

Eine solche Leistung macht Freude. Drei persönliche Bestleistungen, eine Steigerung um viele Plätze, das war ein guter Einstand für die noch junge Athletin auf ihren ersten Deutschen Meisterschaft.

Sarah Gilles, erstmals im neuen Trikot, nach dem Weitsprung überglücklich die 5 Meter-Marke weit übertroffen zu haben.Foto: privat

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