Allgemeine Berichte | 30.05.2014

Ein großer Tag für Hunderte Buddhisten aus aller Welt und viele Langenfelder Bürger

Seine Heiligkeit, der XVII. Karmapa zu Gast

Einzug in die Klosteranlage des Kamalashila Instituts.

Langenfeld. Menschen, Menschen, Menschen, vom Kleinkind bis zum älteren Besucher, teilweise in buddhistischer Bekleidung waren voller Freude in Erwartung eines großen Ereignisses, eines das es in Langenfeld so schnell wohl nicht mehr geben wird. Es ist genau 16 Uhr am vergangenen Mittwoch. Die Glocke im Turm der Langenfelder Pfarrkirche hat gerade die volle Stunde geschlagen. Da fährt die schwarze Limousine vor, der Seine Heiligkeit, der XVII. Karmapa unter dem Jubel Hunderter begeisterter Gäste aus aller Welt, darunter viele Langenfelder Bürgerinnen und Bürgern der 700 Einwohner zählenden Eifelgemeinde entsteigt. Der Ort hatte sich festlich heraus geputzt, Fahnen hatten die Anwohner zur Begrüßung aufgehängt. Dieser Besuch des XVII. Karmapa entspricht vergleichbar dem eines Papstbesuchs für die Christen. Dicht war das Spalier der am Weg zum Institut stehenden Buddhistischen Mönche, Nonnen und Besucher, als der hohe Gast gemeinsam mit Verantwortlichen des Instituts und abgeschirmt durch Bodyguards, musikalisch begleitet vom Klang der Muschelhörner, unter dem Schutz des traditionellen Schirms, würdevoll den Weg zum Eifelkloster hinauf schritt.

Symbole aus Mehl stehen für Vergänglichkeit

Dort hatten tibetische Mönche im Vorfeld mit Mehl kunstvoll Glückssymbole auf seinen Weg gezeichnet. Mehl verwenden die Buddhisten um die Vergänglichkeit zu symbolisieren. „Wasser und Wind werden diese Zeichen wieder spurlos verschwinden lassen“, verriet einer der glücklichen Mönche. Anschließend erfolgte im Beisein vieler geladener Gäste, darunter auch viele Buddhistische Würdenträger, Bürgermeister Gerd Heilmann, und Langenfelds Ortschef Alfred Schomisch eine traditionelle tibetische Begrüßungszeremonie für seine Heiligkeit den Karmapa, für den dieser Besuch gleichzeitig die erste Reise nach Europa bedeutet, im Schreinraum innerhalb des Klosters.

Begrüßungszeremonie

Eine so genannte Tee- und Reiszeremonie und die Überreichung von Opfergaben, die Art der Mönche einen solchen Lehrer zu begrüßen. „Auch für mich ist mit dieser Europareise ein Traum in Erfüllung gegangen. Man hatte mich so oft gebeten zu kommen. Nun freue ich mich endlich hier sein zu können“, sagte der Karmapa in seiner Ansprache. „So etwas gibt es nur einmal, dass ein so hoher Würdenträger unser seit 15 Jahren bestehendes Institut für buddhistische Studien, hier in Langenfeld besucht. Seine Heiligkeit bedeutet für die tibetischen Buddhisten die wichtigste Persönlichkeit gleich nach dem Dalai Lama und dem Panchen Lama. Drum ist dieser Besuch für uns etwas ganz Besonderes“, so der Geschäftsführer des Kamalashila Instituts Tobias Röder.

Geistliches Oberhaupt von mehr als 800 Klöstern weltweit

„Der erst 29-jährige Karmapa ist geistliches Oberhaupt von mehr als 800 Klöstern und Zentren auf der ganzen Welt“, informierte Horst-Günter Raubrich, Präsident der Karma Kagyü Community Germany "Blick aktuell". Raubrich freute sich, dass die Gemeinde Langenfeld das buddhistische Institut so angenommen hat. „Wir fühlen uns sehr wohl hier. Besonders heute an diesem wahrhaft historischen Tag. Es ist der Tag, an dem nach nunmehr 34 Jahren, der XVII. Gyalwang Karmapa Ogyen Trinley Dorje, als Institution zum ersten Male wieder nach Europa, nach Deutschland und als Krönung hier nach Langenfeld kommt. Und da sind wir voller Dankbarkeit für die große Unterstützung der indischen Zentralregierung und der Tibetischen Administration im Exil“, so der Präsident. „Dieser Besuch hat für uns einen sehr hohen Stellenwert. Er ist von der Bedeutung her ein großer Tag für alle, und ich glaube nicht, dass wir jemals einen so hohen Gast in Langenfeld hatten. Eine hohe Ehre für unsere Gemeinde und alle Langenfelder. Wir wünschen dem Karmapa in den vier Tagen seines Besuches einen guten Aufenthalt“, so der stolze Ortsbürgermeister Alfred Schomisch. Und VG Bürgermeister Gerd Heilmann war freudig überrascht, dass seine Heiligkeit nach dem im Jahre 2010 nicht zustande gekommenen Besuch nun ein Visum erhalten hatte. „Eine gute Geschichte für Langenfeld, denn das von Anfang an bestehende Miteinander hier in der Ortsgemeinde, in der die Mönche schnell integriert wurden, verläuft erfreulicher Weise ohne Probleme. Und darum ist es ein schöner Tag hier im Eifelort, dass der Karmapa, der zweite Vertreter des weltweiten Buddhismus, hier seinen Besuch abstattet.“ Nach einem Treffen mit den Einwohnern Langenfelds und etwa 2000 buddhistischen Besuchern am vergangenen Sonntag, reiste der Karmapa nach Berlin weiter. Dort sind primär öffentliche Vorträge und kulturelle Begegnungen geplant. Zurück bleiben die überglücklichen Mönche des tibetischen Klosters in Langenfeld.

Einzug in die Klosteranlage des Kamalashila Instituts.
Der Karmapa schenkt dem Präsidenten der Karma Kagyü Gemeinschaft Horst-Günter Rauprich einen weißer Schal - es ist der traditionelle Begrüßungsschal der Buddhisten. BS

Der Karmapa schenkt dem Präsidenten der Karma Kagyü Gemeinschaft Horst-Günter Rauprich einen weißer Schal - es ist der traditionelle Begrüßungsschal der Buddhisten. Fotos: BS

Groß und Klein war in Langenfeld zum großen Anlass erschienen. Ihre Hoffnung, dass Tibet einst wieder eigenständig und frei sein wird, geben viele Tibeter - wie hier auf der Mütze des Kindes - mit dem Wunsch kund: "Schützt Tibet".

Groß und Klein war in Langenfeld zum großen Anlass erschienen. Ihre Hoffnung, dass Tibet einst wieder eigenständig und frei sein wird, geben viele Tibeter - wie hier auf der Mütze des Kindes - mit dem Wunsch kund: "Schützt Tibet".

Gäste und Buddhisten aus aller Welt reisten nach Langenfeld, um dem Großereignis beizuwohnen.

Gäste und Buddhisten aus aller Welt reisten nach Langenfeld, um dem Großereignis beizuwohnen.

Einzug in die Klosteranlage des Kamalashila Instituts.

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